"Damokles-Schwert" SARS

23. April 2003, 12:38
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Epidemie belastet lukrative Verbindungen nach Ostasien finanziell schwer

Genf - Mit dem Ende der Kriegshandlungen in Irak hat sich für die zivilen Luftfahrtgesellschaften die Lage im Geschäft mit dem Mittleren Osten weitgehend normalisiert. Die eigentliche Gefahr geht heute von der Lungenkrankheit SARS aus. "Für sämtliche Fluggesellschaften ist heute die Lungenkrankheit SARS das eigentliche Damokles-Schwert, weil die Epidemie die lukrativen Verbindungen nach Ostasien finanziell schwer belastet", sagte William Gaillard, Sprecher des Internationalen Luftverkehrsverbandes IATA.

"SARS-Syndrom"

Die IATA gehe aber davon aus, dass die "SARS-Krise" schnell überwunden sei, sobald ein wirksames Mittel zur Bekämpfung der gefährlichen Krankheit gefunden sei, fügte er hinzu. "Die Mehrheit der Reisenden macht keine Unterschiede, obwohl eigentlich nur die Volksrepublik China, Hongkong und Singapur von der Epidemie betroffen sind. Unter dem 'SARS-Syndrom' und damit unter dem Ausbleiben von Touristen und Geschäftsleuten leiden jedoch auch Länder wie Thailand und Indonesien", sagte Gaillard weiter.

Beratungen

Im kommenden Monat wollen rund 50 Wirtschaftsvertreter aus der Asien-Pazifik-Region in Tokio darüber beraten, wie mit den Folgen von SARS und Irak-Krieg umzugehen sei. Zu diesem Zweck kommen vom 13. bis 16. Mai Vertreter eines Beratergremiums des APEC-Forums zusammen. Sie wollen Vorschläge für das Anfang Juni in Thailand geplante Treffen der APEC-Handelsminister erarbeiten. (APA/sda)

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