Ostchinesischen Stadt Qingdao setzt "Kopfgeld" auf SARS aus

22. April 2003, 14:13
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Belohnung bei Meldung von erstem Fall

Nach der Regierung in Peking haben nun auch die Behörden der ostchinesischen Stadt Qingdao ihre Informationspolitik zu SARS radikal geändert. Sie setzten eine Art Kopfgeld auf die mysteriöse Lungenkrankheit aus: Derjenige, der den ersten SARS-Fall in der Stadt melde, erhalte eine Belohnung in Höhe von umgerechnet rund 110 Euro, berichtete die Zeitung "Qilu Evening News" am Dienstag.

Aufklärungs- und Schutzkampagne

Zwar versicherten die Behörden gegenüber dem Blatt, dass die Stadt zur Zeit noch SARS-frei sei. Gleichzeitig aber kündigten sie eine massive Aufklärungs- und Schutzkampagne an. Die Belohnung diene dazu, die Menschen auf die Gefahr einer Epidemie aufmerksam zu machen.

Im Zuge der neuen Bemühungen Pekings um umfassende Aufklärung haben inzwischen 19 der 31 Provinzen, autonomen Regionen und Stadtbezirke der Volksrepublik eingeräumt, dass bei ihnen Fälle von SARS aufgetreten sind. Die offiziellen Zahlen erhöhten sich rapide auf fast 100 Tote und knapp 2.160 Erkrankte. (APA/AFP)

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