Häupl verteidigt Gusenbauer

22. April 2003, 13:16
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Gegenmodell der SPÖ soll nicht erst am 28. April vorgelegt werden, sondern wurde vom SP-Chef "ausführlich" dargestellt

Wien - Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) verteidigt die SPÖ-Linie in Sachen Pensionsreform. Die Kritik, die SPÖ habe ihre Vorschläge zu zögerlich präsentiert, bezeichnete er am Dienstag bei seiner wöchentlichen Bürgermeister-Pressekonferenz als "Beitrag aus der Giftküche Lopatkas" (ÖVP-Generalsekretär Reinhold, Anm.) Das "politische Gegenmodell" der SPÖ zum Regierungsvorschlag sei längst bekannt, meinte Häupl.

Das Modell von ÖVP und FPÖ könne mit "Fug und Recht als größter Raub bei den Pensionen" bezeichnet werden. Das lasse sich anhand zahlreicher Beispiele darstellen, meinte Häupl. Er habe daher "kein Verständnis", wenn jetzt über die Wein-Tipps von Parteichef Alfred Gusenbauer in einem Magazin diskutiert werde. Das sei der "scharfe Blick für das Unwesentliche", sagte Häupl.

Er wies entschieden zurück, dass die SPÖ ihre Pensionsreform-Vorstellungen erst am 28. April vorlegen werde. An diesem Tag werde ein exakt durchgerechnetes Modell vorgestellt, welches es bisher nicht einmal von der Regierung gebe. Das "politische Gegenmodell" der SPÖ sei hingegen längst bekannt und von Gusenbauer bereits "ausführlich" dargestellt worden.

Unzufriedenheit mit den innerparteilichen Kommunikationsstrukturen lässt der Bürgermeister dann aber doch wieder durchklingen. Er habe nie ein "Hehl daraus gemacht", dass er diese für "verbesserungswürdig" halte, so Häupl. Das sei aber Sache von Gusenbauer und außerdem "nicht das Thema". (APA)

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    Häupl verteidigt den in die Kritik geratenen SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer und kritisiert die Pensionspläne der Regierung scharf.

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