Kaschmir: Gewalt eskaliert nach indischem Friedensangebot

22. April 2003, 13:21
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23 Tote bei Bombenanschlag und Gefechten

Srinagar - Die Bilanz der Toten durch Gewaltakte in Kaschmir erhöht sich wenige Tage nach dem Friedensangebot der indischen Regierung weiter. Bei Anschlägen und Schießereien wurden insgesamt mindestens 23 Menschen getötet.

Bei einem Terroranschlag mutmaßlicher Moslem-Extremisten kamen am Dienstag im Dorf Khul Gulshanpura 5 Menschen ums Leben, 17 Menschen erlitten bei der Bombenexplosion Verletzungen. Die Armee tötete nach eigenen Angaben 17 Rebellen bei zwei Gefechten im Süden des Bundesstaates Jammu und Kaschmir. Ein Soldat starb bei einem Rebellenangriff im Kaschmirtal.

Im indischen Teil Kaschmirs kämpfen mehrere Moslem-Milizen für den Anschluss der Region an Pakistan. Sie begehen immer wieder Terroranschläge gegen Zivilisten. Der indische Premierminister Atal Behari Vajpayee hatte in der vergangenen Woche bei einem Besuch in der Unruheregion den Rebellen und Pakistan Gespräche angeboten. Indien beschuldigt Pakistan, die Extremisten zu unterstützen. Im vergangenen Jahr war es deshalb zwei Mal fast zu einem Krieg zwischen den Atommächten gekommen. (APA/dpa)

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