Am Herzschlag der Erkrankung

22. April 2003, 11:14
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Voraussetzung für die Behandlung jeder Erkrankung ist die Diagnose. Es gibt mehrere Methoden, sie durchzuführen - meist nach der Erstuntersuchung des Arztes und aufgrund von Erkenntnissen aus der so genannten Anamnese (Vorgeschichte des Patienten):

Labordiagnostik:

Sie ist meist der nächste Schritt zur Diagnoseerstellung. Das klassische Verfahren ist die chemische Analyse von Blut und Harn. Beim Blutbild werden rote Blutkörperchen (wichtig für Sauerstofftransport) und weiße Blutkörperchen (Infektionsabwehr) sowie Blutplättchen (Blutgerinnung) gezählt und eventuelle Abweichungen vom Normalwert festgestellt. Im Blut lässt sich auch der so genannte Zuckergehalt (wichtig für Diabetiker) und das Cholesterin (Herzinfarktrisiko) bestimmen. Bei der Zytodiagnostik nach einer Gewebeprobe werden einzelne Zellen auf Veränderungen untersucht.

Technische Methoden:

Zu den technischen Methoden zählt man unter anderem das Elektrokardiogramm (EKG), die Ultraschalldiagnostik und die Computertomographie. Beim Herzschlag entstehen elektrische Vorgänge, die im EKG gemessen werden - so kann der Arzt Herzrhythmusstörungen feststellen. Beim Ultraschall werden die Schallwellen vom Gewebe aufgenommen und reflektiert und zu einem Bild umgewandelt. Diese Methode wird vor allem bei Schwangerschaftsuntersuchungen angewandt. Bei der Computertomographie, einem röntgenologischen Schichtbildaufnahmeverfahren, rotiert eine Röntgenröhre um den Patienten. Detektoren messen, wie stark die Strahlung vom Körper aufgefangen wird. Die in kürzester Zeit registrierten Messwerte werden via Computer in ein Bild umgesetzt.

Klinische Methoden:

Bei der Endoskopie kann man Organe direkt betrachten. Sie findet unter anderem Anwendung bei Untersuchungen von Magen und Bauch. Ein langes Rohr (Endoskop) mit Lichtquelle und optischem System wird herangeführt. Bei der ebenfalls immer als unangenehm empfundenen Biopsie werden Gewebeproben etwa durch Punktion entnommen. Sie wird vor allem bei Krebsverdacht angewandt. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22. 4. 2003)

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