Zwei Drittel der Österreicherinnen gehen arbeiten

4. August 2010, 15:26
posten

Malta mit nur 37,7 Prozent Frauenerwerbsquote Schlusslicht, Däninnen führen Ranking an - Männerquoten durchwegs höher

Brüssel - Die Erwerbstätigenquote in der EU-27 ist 2009 auf 64,6 Prozent gesunken. Das ist der erste Rückgang seit 2002, damals waren es 62,4 Prozent gewesen. 2003 gab es eine Steigerung auf 62,6, 2004 eine Erhöhung auf 63,0 Prozent, 2005 auf 63,5 Prozent und 2006 auf 64,5 Prozent, 2007 einen weiteren Anstieg auf 65,4 Prozent und 2008 den bisherigen Höchstwert von 65,9 Prozent.

Österreich lag im Vorjahr bei einer Beschäftigtenquote von 71,6 Prozent am vierten Platz unter allen 27 EU-Staaten, wie aus den jüngsten von Eurostat am Mittwoch veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Spitzenreiter sind die Niederlande mit 77,0 Prozent vor Dänemark (75,7) und Schweden (72,2). Hinter Österreich liegt Deutschland mit 70,9 Prozent am fünften Platz. Am Ende rangieren Malta (54,9 Prozent), Ungarn (55,4) Italien (57,5), Rumänien (58,6), Polen (59,3) und Spanien (59,8).

Fünfter Platz 

Dänemark (73,1 Prozent), die Niederlande (71,5), Schweden (70,2) und Finnland (67,9) verzeichneten im Jahr 2009 die höchsten Erwerbstätigenquoten von Frauen, während Malta (37,7), Italien (46,4), Griechenland (48,9) und Ungarn (49,9) die niedrigsten Quoten hatten. Österreich lag mit 66,4 Prozent bei den Frauen an fünfter Stelle.

Männerquoten überall höher - mit zwei Ausnahmen

In allen EU-Staaten war im Jahr 2009 die Erwerbstätigenquote der Männer höher als die der Frauen, außer in Litauen, wo die Quote der Frauen einen Prozentpunkt über der der Männer lag, und in Lettland, wo die Quoten nahezu gleich waren.

Gestiegen ist der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in der EU - und zwar von 15,7 Prozent 2002 auf nunmehr 18,1 Prozent 2009. (APA)

Share if you care.