ORF schließt erstes Halbjahr positiv ab

4. August 2010, 14:52
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EGT von 5,1 Millionen Euro - Deutlich über Vorjahresergebnis und über Plan 2010 - Seit 2007 über 500 "Vollzeitäquivalente" abgebaut

Der ORF-Konzern hat das 1. Halbjahr 2010 mit einem konsolidierten positiven Ergebnis (EGT) von 5,1 Millionen Euro abgeschlossen. Der ORF liegt damit deutlich über dem Halbjahresergebnis 2009 (minus 27,2 Mio. Euro) und über dem Plan 2010 (minus 10,9 Mio. Euro). "Damit hat der ORF nach einem positiven 1. Quartal auch im 2. Quartal den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft", teilte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Mittwoch in einem Schreiben an die Mitglieder des ORF-Stiftungsrats sowie des Publikumsrats mit.

Die positive Ergebnisentwicklung sei einerseits auf Kosteneinsparungen, andererseits auf eine über Plan liegende Einnahmenentwicklung, insbesondere der Werbeerlöse, zurückzuführen. Diese liegen demnach um 3,7 Mio. Euro bzw. 3,4 Prozent über Plan. Im Gegenzug sei der Sach- und Personalaufwand im 1. Halbjahr trotz großer Ereignisse wie der Olympischen Winterspiele oder der Fußball-WM in Südafrika gegenüber dem Vorjahr um etwa 30 Mio. Euro gesenkt worden, berichtet Wrabetz den ORF-Gremien.

Seit 2007 über 500 "Vollzeitäquivalente" abgebaut

Der ORF-Personalstand sei auf 3.249 "Vollzeitäquivalente" gesunken und liege damit um 275 unter Vorjahreswert. Seit 2007 sei die Personalkapazität des ORF um über 500 "Vollzeitäquivalente" gesunken. Der ORF-Konzern habe, einem Beschluss des Stiftungsrats aus dem Vorjahr folgend, "aus eigener Kraft die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft", so Wrabetz weiter. Der öffentlich-rechtliche Sender hatte bereits im Vorjahr unter Wrabetz und der damaligen Kaufmännischen Direktorin Sissy Mayerhoffer ein 80 Millionen Euro schweres Sparpaket eingeleitet, das unter anderem eine Nulllohnrunde, ein umfangreiches Handshake-Programm sowie die Senkung diverser Vertragskosten vorsah.

Das Vorschauergebnis für das Gesamtjahr 2010 sieht damit ein über Budget liegendes, positives Ergebnis vor, wobei dieses Ergebnis vor und nach Gebührenrefundierung erzielt wird, wie der ORF-Chef betont. "Die laut ORF-Gesetzesnovelle in der zweiten Jahreshälfte 2010 zufließenden 50 Mio. Euro werden somit, wie vom Stiftungsrat beschlossen, zur Gänze in zusätzliche Programm- und Modernisierungsprojekte investiert." Laut Wrabetz habe der ORF mit diesem Halbjahresergebnis "einen wichtigen Schritt zur langfristigen Zukunftssicherung gesetzt". (APA)

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