Harsche Kritik an BZÖ-Vergleich mit NS-Hetzblatts "Der Stürmer"

4. August 2010, 14:19
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Journalistengewerkschafter fordert Grosz-Rücktritt - VÖZ: "Aufgabe der Presse, aufklärungsbedürftige Vorgänge aufzuzeigen"

Der Vergleich der Berichterstattung über die angeblichen Auslandskonten des verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider mit Methoden des NS-Hetzblatts "Der Stürmer" des BZÖ hat am Mittwoch zu scharfer Kritik von Pressevertretern geführt. Journalistengewerkschafter Franz C. Bauer sprach von einem "Verbrechen am Recht auf freie Meinungsäußerung" und forderte den Urheber des Vergleichs, den steirischen BZÖ-Obmann Gerald Grosz, zum Rücktritt auf.

"Anschlag auf die Meinungsfreiheit"

"Aus unserer Sicht ist das ein Anschlag auf die Meinungsfreiheit", sagte Bauer. "Wenn ein Politiker, der ausgerechnet aus dieser Ecke kommt, mit so einer Aussage an die Öffentlichkeit geht, ist das demaskierend." BZÖ und FPÖ hätten "immer schon die Meinungsfreiheit bekämpft", so Bauer. "Die Aussage demaskiert sich selbst. Ich fordere den Urheber auf, zurückzutreten".

Der Sprecher des Verbandes Österreichischer Zeitungsherausgeber (VÖZ), Hannes Schopf, versteht die Aufregung des Dritten Lagers nicht: "Der Vergleich richtet sich selbst, da steckt auch viel historisches Unwissen dahinter." Es sei die Aufgabe der Presse, "aufklärungsbedürftige Vorgänge aufzuzeigen, sei es gelegen oder ungelegen". Dies habe unter Bedachtnahme der Unschuldsvermutung zu geschehen, so Schopf: "Und das ist passiert." Nachsatz: "Den Herren sei empfohlen, die Aufzeichnungen von Walter Meischberger im Detail nachzulesen. Dann stoßen sie auf die Quelle der aufklärungsbedürftigen Vorgänge." (APA)

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