Schimmel, Schmutz und Storno

4. August 2010, 11:43
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Die Arbeiterkammer hat die häufigsten Beschwerden im Urlaub analysiert. Fragen zu Unterbringung und Stornierungen sind heuer besonders häufig

Wien - Schmutzige Hotels, verschimmelte oder schlecht gereinigte Zimmer, die Vulkanasche oder die Ölpest vor den Badestränden Ägyptens - das sind heuer die größten Aufreger der Urlauber. Die Arbeiterkammer hat die 210 Beschwerden aus dem Zeitraum Mitte Juni bis Mitte Juli analysiert. Demnach ärgerte sich jeder vierte dieser Urlauber über die Unterbringung.

Gab es im vergangenen Jahr dazu im Vergleichszeitraum 45 Beschwerden, waren es heuer 55. Auch Lärm oder schlechte Verpflegung (eintönig oder zu wenig warmes Essen) gaben Anlass zur Kritik. Die Durchsetzung von Rechtsansprüchen nach Flugausfällen bedingt durch die Vulkanasche machte vielen Konsumenten das Leben schwer. 21 Beschwerden gab es im Rahmen der Erhebung dazu.

Fragen zum Storno waren heuer ein zentrales Thema (40 Anfragen; 2009: 26). Wegen der Ölpest im Roten Meer war ein gutes Drittel verunsichert und versuchte, eine kostenlose Stornierung abzuklären. Der Rest entfiel auf Anfragen zur Höhe der Stornogebühren.

Mängel bei der Beförderung sind heuer mit 37 Anfragen weniger ein Problem als 2009 (80 Fälle). Es ging dabei um Flugzeitenänderungen, gestrichene Destinationen oder Verspätungen. Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjalla sorgte im April für chaotische Zustände auf internationalen Flughäfen, es kam zu Verspätungen und Ausfällen, viele Reisende saßen für Tage fest. Viele Konsumenten hatten Probleme damit, ihre Rechtsansprüche durchzusetzen.

Probleme rund um den Preis haben dieses Jahr 29 Anfragen ausgelöst (2009: elf). Davon betrafen gut zwei Drittel nachträgliche Erhöhungen aufgrund von Wechselkursschwankungen, vor allem zum Dollar. Das führte teilweise zu saftigen Preissteigerungen von bis zu acht Prozent. Andere Leistungsmängel wie Unzufriedenheit mit der Reiseleitung oder Programmänderungen erzürnten knapp jeden zehnten Urlauber. (APA/red)

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    Der Eyjafjalla hat heuer viele Reisende einiges an Nerven gekostet.

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