"Hörensagen"

Meischberger relativiert Tagebucheinträge

4. August 2010, 14:54
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    foto: falter

    Ein Auszug aus dem Meischberger-Tagebuch: "Und am Abend lese ich dann meine Protokolle durch und gehe bald schlafen" Quelle: Falter

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    apa-foto: herbert pfarrhofer

    Walter Meischberger hat die Brisanz seiner Aufzeichnungen relativiert: "Ich würde Ihnen raten, die ganze Geschichte nicht besonders ernst zu nehmen."

"Eintragungen nur vom Hörensagen": Korruptions-Staatsanwaltschaft ermittelt zu Konten und Geldflüssen, nicht gegen Personen

Wien - Für kolportierte Geldflüsse aus dem Ausland an den früheren FPÖ-Chef Jörg Haider sieht der Sprecher der Korruptionsstaatsanwaltschaft, Friedrich Koenig, derzeit keine belegten Anhaltspunkte. "Konkrete Beweise sind zumindest mir nicht bekannt", sagte er am Dienstag in der "ZiB 2". Das Tagesbuch von Walter Meischberger enthalte bloß "Eintragungen vom Hörensagen, die wiederum ein anderer vom Hörensagen gehört haben soll". Im Zusammenhang mit angeblichen Konten Haiders im Ausland werde "selbstverständlich ermittelt", hielt Koenig fest - wenn auch "nicht gegen eine konkrete Person".

Koenig wies Darstellungen zurück, wonach es eine Zeugenaussage gebe, die Zahlungen an Haider bestätigt habe: "Das stimmt so nicht." Tatsächlich habe man bei der Einvernahme des früheren Protokollchefs Haiders, Franz Koloini, "auch dieses Tagebuch thematisiert" - und auch der habe ausgesagt, dass die von Meischberger festgehaltenen Gespräche "bloße Gerüchte" abgehandelt hätten. Diese Einvernahme stand laut Koenig in Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Verdacht einer möglichen undichten Stelle in der Polizei in der Buwog-Causa.

"Nicht glücklich" über viele Leser

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ist jedenfalls wenig erbaut darüber, dass Meischbergers Aufzeichnungen nun so viele Leser haben: "Wir sind nicht glücklich darüber, dass der Tagebuchinhalt in den Medien veröffentlicht wurde", klagte er. Den Glaubwürdigkeitsgehalt will er indes nicht beurteilen. Die befassten Staatsanwaltschaften würden sich "sehr genau und vor allem unaufgeregt" damit auseinandersetzen. Kritik, dass die Staatsanwaltschaft Klagenfurt das Tagebuch erst jetzt, Monate nach der Hausdurchsuchung bei Meischberger, übermittelt bekommen habe, wies Koenig zurück.

"Nicht besonders ernst nehmen"

Der Tagebuch-Verfasser Walter Meischberger hat unterdessen die Brisanz seiner Aufzeichnungen relativiert. "Ich würde Ihnen raten, die ganze Geschichte nicht besonders ernst zu nehmen", zitiert ihn der "Kurier" (Mittwochausgabe). In der "Presse" vom Mittwoch meint er laut Vorabmeldung, es habe sich nicht um "ein Tagebuch, sondern ein Notizbuch" gehandelt, die er als "Aufarbeitungsinstrument" angelegt habe, um eine Gedächtnisstütze für die Einvernahmen in der Buwog-Causa bei den Behörden zu haben.

Bei dem Treffen mit dem früheren Protokollchef Jörg Haiders, Franz Koloini, von dem Meischberger in seinem "Notizbuch" berichtet, sei es vor allem um ein gemeinsames Geschäft gegangen. Die Erörterung diverser "Gerüchte um die Haider-Gelder", sagte er der "Presse", seien dann "unter tausend anderen Dingen" zur Sprache gekommen. Und Koloini habe lediglich bestätigt, solche Gerüchte auch zu kenne, habe aber dazu nichts genaues sagen können, da er nichts wisse. "Das war alles", so der frühere FPÖ-Politiker Meischberger in der "Presse". 

"Realität und Fiktion verschwimmen"

Das Tagebuch sei in Wahrheit ein Notizbuch, sagte auch der Anwalt von Walter Meischberger, Eduard Salzborn im Ö1-Morgenjournal am Mittwoch. Es weise keinen Wahrheitsgehalt auf und sei als solches weit überschätzt. Ein Interview will der Ex-FPÖ-Generalsekretär zwar nicht geben, durch seinen Anwalt lässt er aber weiter ausrichten: "Im Notiz-Buch verschwimmen Realität und Fiktion, Wunsch und Wirklichkeit."

Sofern die Behörde die Inhalte als absolut wahr annehme, müsste das Verfahren gegen seinen Mandaten sofort eingestellt werden, weil hier eine Unzahl an entlastenden Momenten angeführt seien, so Meischberger-Anwalt Salzborn. Außerdem habe sein Mandat das Notizbuch nur als Ventil geschrieben, um mit dem Druck fertig zu werden, den er im Zuge des gegen ihn geführten Ermittlungsverfahrens ausgesetzt sei. 

Millionen-Zahlungen auch an BZÖ

Die Zahlungen an Jörg Haider haben nach seinem Ausstieg aus der FPÖ nicht geendet, das berichtet das Nachrichtenmagazin "News". Laut Aussagen dreier Haider-Vertrauter, die News vorliegen, sind im Zusammenhang mit der Errichtung der Nordautobahn (zuständiger Minister war Hubert Gorbach) 2006 eine Million Euro in den Wahlkampf des BZÖ geflossen. Offiziell sei diese Zahlung als Darlehen eines Haider-Vertrauten dargstellt worden.

Weitere 300.000 Euro habe ein Glückspielunternehmen für eine nur 12-seitige Studie mit dem Titel "Responsible Gaming" an die BZÖ-eigene Agentur "Orange" bezahlt. Die Studie selbst sei "mit copy and paste aus dem Internet" erstellt worden und habe nur als Vorwand gedient, damit es einen formalen Titel gebe, mit dem man die Zahlung an die BZÖ-Agentur rechtfertigen könne. Das erste Haider-Konto in Liechtenstein habe Haider gemeinsam mit Gerald Mikscha bereits im Frühjahr 1996 eröffnet, berichtet "News". Eingezahlt wurden demnach damals 500.000 Schilling in bar, das Losungswort lautete "Jörg".

Grüne schöpften schon 2007 Verdacht

Nach der Eröffnung des Kontos habe Mikscha gemeinsam mit einem weiteren Mitarbeiter die Vaduzer Bank regelmäßig immer dann aufgesucht, wenn Haider beruflich in Vorarlberg zu tun hatte - um Geld einzuzahlen - und vor allem im Vorfeld des Superwahljahres 1999 auch wieder abzuholen, berichtet "News". Haider habe damit Vermögen abseits der Parteistrukturen schaffen wollen, auf das er ohne Konsultation der Parteigremien zugreifen könne, begründete Mikscha nach Angaben der Haider-Vertrauten die Vorgangsweise. Der grüne Landessprecher Rolf Holub sagte im Ö1-Mittagsjournal, dass es schon ab 2007 Verdachtsmomente auf solche Konten gegeben hjabe. Diese seien schon vor drei Jahren an die Staatsanwaltschaft geschickt worden, passiert sei dann aber nichts.

Der ehemalige FPÖ-Vizekanzler Hubert Gorbach hat die Medien-Berichte über angebliche Haider-Konten als "mir völlig fremd" bezeichnet. Weder wisse er von derartigen Geldflüssen, noch sei er jemals mit Haider in Liechtenstein gewesen, betonte Gorbach. Beim Besuch von Haider in Libyen im Jahr 2004 seien nach seinem Wissen Spendengelder oder finanzielle Transaktionen kein Thema gewesen.(APA, red/derStandard.at, 4.8.2010)

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schafmeister
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Meischberger ist der Till Eulenspiegel der Nation.

Pauli Feuerstein
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Sie kleiner

Habakuk ;-)

net scout
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gerald mikscha

seine firma in lichtenstein war anscheined: city angels business incubator.

visitenkarte

http://www.flickr.com/photos/52... 864101254/

die frage ist nur ob er mit der firma kassiert, alles verspekuliert, oder sie ernsthaft betrieben hat.

mirko burijan
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hauptsache moleskine!

Dr. Rosemarie Berger
24
ABSTIMMUNG: Grün: "An der Story ist was dran" Rot: "Es ist nur eine Ente".

Horstl 99
32

Ich habe schon die letzten Tage geschrieben, dass ich nur Gerüchte sehe und sonst nicht viel. Jetzt auf einmal ist es in den Medien ganz ruhig geworden.
Also da fragt man sich schon. Ist das alles eine riesengroße Verarsche? profil und falter haben einen "riesengroßen Skandal aufgedeckt". Und zwar wie: Mit einem windigen Tagebuch vom Meischi.
Ist das österreichischer Qualitätsjournalismus?
Überhaupt glaube ich mittlerweile, dass wir für absolut dumm verkauft werden. Permanent Berichte über Blaue und Orange und deren Skandale und Nicht-Skandale. Was ist eigentlich mit Rot und Schwarz?

Dr. Rosemarie Berger
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ach geh herr horstl, immer noch nicht gescheiter geworden?

Horstl 99
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Ach geh, Frau Dr., haben nicht Sie gemeint, dass die Medien von der Politik zurückgepfiffen worden sind?
Glauben Sie das wirklich, haben Sie Hinweise, haben Sie Beweise dafür?
Wenn es Haider-Konten gibt, wenn es Millionen von Saddam und Gaddafi gibt, dann will ich Fakten und Beweise sehen, nicht solche Medientratschereien.
So einfach ist das, Frau Dr. Berger. :-)

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das Tagebuch relativiert

den Meischberger.

Mario Rutar
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Hehehe...

Jetzt hat die grünveranlagte Links-Presse so schön eine "Causa Haider" herbeifabuliert und trotzdem hat's nicht funktioniert. Quasi im Sommerloch versumpft. In der Zwischenzeit hocken Kreisky und Haider beim Petrus in der Buschenschenke und freuen sich wie die kleinen Kinder über die ganze Aktion...

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Ich denke die 2 sitzen in

verschiedenen locations

Mario Rutar
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Der HERRgott hat bekanntlich mehr Humor, als wir Normalsterblichen. Womit übrigens bewiesen wäre, dass ER nie eine Frau sein kann - oder ein(e) Standard-Redakteur(in). Aber worauf ich hinauswill: Für die beiden beginnt die Hölle erst, wenn sie von ihren Ehefrauen gefunden werden. Und nachdem Petrus selbst unter einer erz-bösen Ehefrau leiden musste, wird er die Zusammenführung schon alleine aus männlicher Solidarität hinauszögern...

Dr. Rosemarie Berger
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geht's noch?

also entweder haben sie einen knall oder sie hatten ein schlechtes erlebnis mit einer frau (scheidung, zahlungsverpflichtungen, etc.?), das sie per dato nicht verarbeitet haben.

bitte sich hier gegenüber dem weiblichen geschlecht um ein besseres benehmen zu bemühen, danke.

Dr. Rosemarie Berger
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2. versuch

habe vorhin in diesem forum die frage gepostet, ob die medien von der politk eventuell zurückgepfiffen wurden, weil es über nacht berichterstattungsmäßig doch auffallend ruhig geworden ist.

der beitrag wurde (bis jetzt?) nicht veröffentlicht.

H. Kienhammer
03
Wieso zurückgepfiffen?

Profil und Falter kündigten an weiter zu machen, wie das aussieht können S' dann in den nächsten Ausgaben lesen.

News kam heute mit einer lächerlichen Gruselstory heraus und Herr Kuch kündigt weitere "Enthüllungen" an. Am Cover wieder einmal Haider (das 134. mal seit Bestehen von News) und 4 Farbseiten mit Fotos des teuren Verblichenen.

Na, und die übrigen Medien haben offenbar eingesehen, dass das Abschreiben von Gschichterln, für die es keinerlei Beweise gibt, kontraproduktiv ist und die Berichterstattung darüber heimlich, still und leise einfach einschlafen lassen.

Mario Rutar
03

Tja, wer will sich schon ordentlich blamieren? Beweise gibt es keine, dafür zum Ausgleich eine ganze Wagenladung voller Gerüchte, Verdachtsmomente, kolportierte Stories,... Summa summarum: das reicht nicht einmal für eine drittklassige Verschwörungstheorie, vom Staatsanwalt rede ich da erst gar nicht...

Dr. Rosemarie Berger
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aus gut informierten kreisen hört man, dass da noch etwas kommen wird. warten wir es ab.

Mario Rutar
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Wer sind die "gut unterrichteten Kreise"?

Amanda Klachl? Der Ofentschentsche? Die Weisen aus der Löwelstrasse? Prawda? Die drei lustigen Journal-Paviane? Die Villacher Blätterwald-Makaken? Oder am Ende ist's gar unser Ober-Verschwörungs-Aufdecker: Pilz, Peter? Ja, mei, so wird es nichts werden...

Pauli Feuerstein
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ob die wohl auch am

häusl recherchiert haben?????????

*QED*
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Nun die ganze "Causa" ist absolut unglaubwürdig.
Der lybische Potentat soll Haider Beträge in 50-Millio-
nen-Höhe überwiesen haben? Glauben Sie das wirk-lich? Ich jedenfalls glaube das nicht!

Da wurde - so glaube ich- niemand zurückgepfiffen.
Die absurde Geschichte hat sich selbst erledigt.

El Rick
02
Realität und Fiktion verschwimmen...

Laut "Heute" schreibt der Meischberger das ein Ermittler im BUWOG-Fall für 5000 Euro zu schmieren wäre und den Kontakt zu einer empfänglichen Staatsanwälting herstellen könnte, deren Preis aber noch offen wäre.

Wer schreibt sich sowas auf, außer wenn er wirklich Interesse an derlei Aktivitäten hätte?

Dr. Rosemarie Berger
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Medien zurückgepfiffen?

Interessant, dass über Nacht dieses Thema für die Medien offensichtlich keine Rolle mehr zu spielen scheint. Man muss online schon "blättern", um auf die Berichte hinzugelangen.

Hat die Politik hier gestern etwa ein Verteilermail an die Zeitungen, etc. versendet?

Der große Mann
23

Nach dieser nach hinten losgegangenen, verabscheuungswürdigen Verleumdungskampagne werden nun sicher viele linke bildungsferne Poster hier zurücktreten (wie sie es so gerne von den Politikern verlangen).
Ist aber nicht schade drum.

PS: In fremden Tagebüchern zu schnüffeln ist unterste Schublade!

Pauli Feuerstein
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kann ihnen

nur recht geben ... aber lassens die zipfelklatscher ruhig schreiben, ist weder mehrheitsfähig noch real ;-)

gm_flash
11
Da ist wiedereinmal der Wunsch der Vater

des Gedankens.
Gauben Sie wirklich daß Meischberger, Scheuch, Haider, Grasser und Konsorten eine saubere Weste haben?
Das glaubt doch nichteinmal mehr die Fiona!!

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