WAZ wird online aktiver

3. August 2010, 18:28
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Balkan-Rückzug lässt strategische Neuordnung erwarten - Zusammenhang mit etwaigen Verkauf der "Krone"-Anteile dementiert

Wien - "Für mich hat die journalistische Kompetenz die oberste Priorität, gerade in Zeiten, in denen wir unser Online-Angebot ausbauen." WAZ-Chef Bodo Hombach weist auf STANDARD-Anfrage Spekulationen zurück, wonach der Rückzug der WAZ in Südosteuropa in Zusammenhang mit einem bevorstehenden Verkauf der "Krone"-Anteile stehen könnte.

Sitz der Ostholding ist Wien, sie wird von Peter Imberg und Srgjan Kerim geleitet. Die Österreich-Geschäfte werden getrennt davon geführt. Für den Verkauf des 50-Prozent-Anteils an der Krone steht offenbar ein Angebot der Essener zwischen 200 und 250 Millionen Euro.

Das lehnen aber Krone und der an einem Einstieg interessierte Raiffeisen-Konzern ab. Um diesen Einstieg zu verhindern, plant die SPÖ, wie berichtet, sich indirekt selbst zu beteiligen. Bei der Gesellschafterversammlung Ende Juli verneinten die WAZ-Vertreter Verkaufsabsichten. (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 4.8.2010)

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