Gehalt an Nährstoffen zu gering

3. August 2010, 21:47
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Nahrungsergänzungsmittel mit "erschreckendem" Ergebnis getestet - Landesrat Anschober will Druck auf Erzeuger ausüben

Linz - Die oberösterreichische Lebensmittelaufsicht hat Nahrungsergänzungsmittel getestet - mit einem "erschreckenden" Ergebnis, so der zuständige Landesrat Rudi Anschober (G): 60 Prozent der insgesamt 37 untersuchten Produkte seien beanstandet worden, gab er am Dienstag in einer Presseaussendung bekannt.

Der größte Teil der Mängel sei auf unzureichende Kennzeichnung entfallen, gefolgt von Beanstandungen wegen der Nahrungsergänzungsmittelverordnung sowie krankheits- und gesundheitsbezogener Angaben. Bei den beanstandeten Produkten habe es sich vor allem um Spurenelemente und Vitaminpräparate gehandelt, zwei davon seien speziell für Kinder vorgesehen, so der Landesrat.

Keine postitiven Effekte

Es sei zwar keines der getesteten Produkte als gesundheitsgefährdend oder gesundheitsschädlich eingestuft worden. Anschober: "In den meisten Fällen ist der Gehalt an Nährstoffen aber zu gering, um sich auf den täglichen Bedarf auszuwirken oder gar zur Vorbeugung von Krankheiten beitragen zu können." Diese Art der Kennzeichnung sei geeignet, Konsumenten zu täuschen. "Weder Aufmachung noch Kennzeichnung oder Werbung dürfen den Eindruck erwecken, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung ersetzen kann", betonte der Landesrat.

Er nehme das Untersuchungsergebnis zum Anlass, Druck auf die Produzenten auszuüben, um die aktuellen Mängel abzustellen. Eine Wiederholung der Untersuchungen in einigem zeitlichen Abstand sei bereits vorgesehen. "Bis dahin müssen die Verbesserungen greifen", erklärte Anschober. (APA)

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