40 Prozent der Eingebürgerten sind hier geboren

3. August 2010, 14:29
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Wieder starker Rückgang bei Verleihung der Staatsbürgerschaft im ersten Halbjahr

Wien - Fast 40 Prozent jener Menschen, die im ersten Halbjahr 2010 österreichische Staatsbürger wurden, sind in Österreich geboren. Das geht aus einem Bericht der Statistik Austria hervor.

Der überwiegende Teil hat ex-jugoslawische Eltern, wobei der Großteil aus Bosnien-Herzegowina stammt, erst weit dahinter folgt die Türkei auf Platz zwei.

35 Prozent weniger

Auch im ersten Halbjahr 2010 setzte sich der Trend stark rückläufiger Einbürgerungszahlen fort. Insgesamt wurde 2.764 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Das ist ein 35-prozentiger Rückgang im Vergleich zu 2009.

In den Jahren 2003 bis 2005 waren die Einbürgerungszahlen noch jeweils rund sieben bis acht Mal so hoch wie heuer.

Der Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft ist in den letzten Jahren zwei Mal erschwert worden.  Ob dadurch signifikant weniger Menschen die Voraussetzung für eine Einbürgerung erfüllen, lässt sich nach Angaben der Statistik Austria derzeit nicht mit Sicherheit sagen. Immerhin gab es im zweiten Quartal wieder um 41 Prozent mehr Einbürgerungen als im ersten Quartal dieses Jahres. Fest steht, dass die Einbürgerungsrate - also die Zahl der Einbürgerungen pro 100 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft - noch nie so niedrig war wie jetzt. (APA, mas, derStandard.at, 3.8.2010)

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    foto: corn
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