Der Körper als Feind

3. August 2010, 11:18
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Mykotherapie mitunter sinnvolle therapeutische Ergänzung

Limeshain - Allein in Deutschland leiden Schätzungen zufolge zwischen 1,6 und 2,4 Millionen Menschen an Fibromyalgie. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung mit chronischen Schmerzen im Bereich von Muskeln, Sehnen und Gelenken. Landläufig wird die Krankheit auch als Weichteilrheumatismus bezeichnet. Da meist kein erhöhter Rheumafaktor nachweisbar ist, wird die Fibromyalgie aber nicht direkt dem Bereich der Rheumatologie zugeordnet, sondern als "generalisiertes Schmerzsyndrom" eingestuft. Heilpilze können die Therapie der Erkrankung sinnvoll ergänzen.

Überwiegend betroffen sind Frauen ab dem 35. Lebensjahr. Ab dem sechsten Lebensjahrzehnt ist ein erstmaliges Auftreten dieses Leidens eher selten. Zu den klassischen Symptomen gehören neben diffusen Ganzkörperschmerzen in Muskeln, Gelenken und Sehnen, Morgensteifigkeit, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Meist ist die Schmerztoleranz deutlich reduziert. Bis zur Diagnose dauert es oft Jahre, da die Beschwerden der Betroffenen oft nicht ernst genommen werden. 

Die Ursachen der Fibromyalgie sind noch weitgehend unbekannt. Hinweise für immunologische Hintergründe gibt es. Mögliche Auslöser könnten aber auch psychischer Stress, nicht ausgeheilte Infekte oder Umweltgifte sein. 

Ganzheitliches Behandlungskonzept

Die Fibromyalgie ist nicht heilbar, die quälenden Symptome lassen sich jedoch unter einer multimodalen Therapie deutlich lindern. Zum Einsatz kommen Entspannungsübungen, Psychotherapie, physikalische Anwendungen und Patientenschulungen zur Stress- und Schmerzbewältigung. Als alternativmedizinische Methode kann die Mykotherapie die Behandlung der Fibromyalgie mitunter sinnvoll ergänzen.

Der Heilpilz Reishi (Glänzender Lackporling) wirkt ausgleichend auf das Vegetativum und beruhigt zusammen mit dem Hericium (Igelstachelbart) die "blankliegenden" Nerven. Der Hericium ist reich an Erinacin und Hericenon und übt daher eine stimulierende Auswirkung auf die Neubildung der Myelinscheiden der Nerven und damit auf ihre "Isolationsschicht" aus. Dadurch kommt es zu einer verbesserten Nervenfunktion, was sich positiv für Menschen, die unter Stress stehen, auswirkt.

Um die Toxine auszuleiten, braucht vor allem die Leber Hilfe. Der Reishi fördert die Entgiftung über die Leber. Der Heilpilz Cordyceps (Chinesischer Raupenpilz) besitzt einen Organbezug zur Niere. Durch seinen Einsatz wird über dieses Organ die Schadstoff-Ausleitung gefördert.

Oft leiden Fibromyalgie-Patienten auch unter Wasser-Einlagerungen und Lymphstauungen. Hier hat sich der Polyporus (Eichhase) gut bewährt, der eine entwässernde Wirkung besitzt.

Heilpilze Hericium und Pleurotus (Austernpilz) sind für Patienten mit gestörter Darmflora oder einem Reizdarmsyndrom geeignet. Ihre regenerierende und regulierende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt ist bekannt. (red)

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