BMW überrascht mit hohem Quartalsgewinn

3. August 2010, 09:40
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Der Konzern übertrifft damit die Erwartungen der Analysten deutlich, auch die Prognose für das Gesamtjahr wurde bekräftigt

München - Dank der Erholung auf den weltweiten Automärkten hat BMW einen überraschend großen Gewinnsprung hingelegt. Das Ergebnis vor Steuern schnellte im zweiten Quartal auf 1,3 Mrd. Euro nach oben - rund eineinhalb mal so viel wie von Analysten erwartet. Konzernchef Norbert Reithofer bekräftigte am Dienstag die Prognose, wonach das Ergebnis im Gesamtjahr "signifikant über dem Niveau des Vorjahres" liegen werde. Das dürfte BMW schon deshalb nicht schwer fallen, weil der Gewinn vor Steuern bereits im Startquartal rund 100 Mio. höher lag als im gesamten Krisenjahr 2009.

"Wir müssen jedoch im Auge behalten, dass auch im zweiten Halbjahr eine Reihe von konjunkturellen Risiken besteht", warnte Reithofer. Die Prognose stehe deshalb unter dem Vorbehalt, dass die wirtschaftliche Erholung anhält. Neben dem Wachstum auf den weltweiten Märkten, darunter vor allem China und die USA, sollen bei BMW zahlreiche neue Modelle für Schub sorgen. Der Absatz der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce werde im laufenden Jahr um rund zehn Prozent auf über 1,4 Mio. Autos steigen, bekräftigte der Vorstandschef. Im ersten Halbjahr legte die Zahl der Auslieferungen um 13 Prozent auf 696.000 Fahrzeuge zu. Der Umsatz kletterte in Folge um 13,5 Prozent auf 27,8 Mrd. Euro.

Für die Kernsparte Automobile gilt für 2010 weiter das Ziel, eine Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) von mehr als fünf Prozent zu erwirtschaften. Das Segment war nach vier Verlustquartalen in Folge erst zum Ende vergangenen Jahres in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im zweiten Quartal erzielte die Autosparte mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von 1,3 Mrd. Euro und einem Umsatz von 13,7 Mrd. eine Marge von 9,6 Prozent. Im ersten Halbjahr 2010 belief sich der Wert auf 6,6 Prozent. Rivale Daimler lag in den ersten sechs Monaten mit einer Rendite von 8,5 Prozent in der Pkw-Sparte an der Spitze, gefolgt von VW-Tochter Audi mit 7,6 Prozent. BMW hatte auch vor der Krise oft Mühe gehabt, bei der Ertragskraft mitzuhalten.

"Wir sind unseren Profitabilitätszielen für das Jahr 2012 einen großen Schritt nähergekommen", sagte Reithofer. Dann soll die Autosparte eine Ebit-Marge von acht bis zehn Prozent abwerfen. (APA/Reuters)

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