Drei Verletzte und Überflutungen

3. August 2010, 11:59
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Bundesstraße bei Tarrenz nach Felssturz gesperrt - Dutzende Häuser im Waldviertel unter Wasser

Die Unwetter in Tirol mit sintflutartigen Regenfällen haben in Tirol am Montag auch Verletzte gefordert. In Wiesing im Bezirk Schwaz wurden drei Menschen zum Teil schwer verletzt, als Sonnenschirme über die Terrasse eines Ausfluglokales geschleudert wurden. Der Schwerpunkt der Feuerwehreinsätze lag in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein. Nach einem Felssturz muss die Mieminger Bundesstraße bei Tarrenz voraussichtlich bis Mittwoch gesperrt bleiben.

Nach Angaben der Polizei prallte der Schirm in dem Lokal samt Betonständer gegen die drei Deutschen im Alter von 65, 42 und zwölf Jahren. Die 42-Jährige und ihr Sohn wurden durch den Schirm im Bereich des Kopfes und Oberkörpers leicht verletzt. Die 65-Jährige wurde durch den Schirmsockel, der mit vier Betonplatten beschwert war, am Kopf und den Schultern getroffen. Unter anderem erlitt sie einen Kieferbruch und musste in die Innsbrucker Universitätsklinik eingeliefert werden. Die beiden anderen Verletzten konnten ambulant versorgt werden.

Nach Regenfällen hatte sich in der Nacht östlich von Tarrenz Geröll gelöst und war auf die Straße gestürzt. Sach- oder Personenschäden gab es dort keine. Die Sperre wurde nach einem Lokalaugenschein von Geologen bis Mittwoch verlängert.

In den beiden Bezirken Kufstein und Kitzbühel gab es zahlreiche überflutete Keller. Verstopfte Kanäle sorgten für Verkehrsbehinderungen auch auf Bundesstraßen. Betroffen war unter anderem die Hahnenkammstadt Kitzbühel, Wörgl, St. Johann und Fieberbrunn. In Kufstein lagen die Schwerpunkte in Wörgl und Bad Häring. Nach Angaben der Leitstelle Tirol wurden durch die Regenfälle innerhalb kürzester Zeit insgesamt 68 Einsätze ausgelöst. Allein 33 Alarmierungen waren in der "Gamsstadt" Kitzbühel. Überflutete Keller gab es auch im Raum Telfs im Bezirk Innsbruck-Land. Acht Einsätze betrafen den Bezirk Kufstein, 52 den Bezirk Kitzbühel.

Überflutungen auch in Niederösterreich

Schwere Gewitter und Starkregen haben in Teilen Niederösterreichs zu Überflutungen und Vermurungen geführt. Nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos standen in der Nacht auf Dienstag 60 Feuerwehren vor allem im Waldviertel, aber auch in den Bezirken Melk und Amstetten u.a. bei Auspumparbeiten im Einsatz.

In Sallingstadt und Wolfenstein (Bezirk Zwettl) standen Dutzende Häuser unter Wasser, fast alle Straßenzüge seien vermurt. In Thunau am Kamp stürzte ein Feuerwehrmann Bei einem Einsatz von einer Leiter und musste mit Prellungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Wasserstände von Lainsitz und Braunaubach (Bezirk Gmünd) stiegen stark an, die Flüsse drohten über die Ufer zu treten.

Bundesstraße in Tirol nach Felssturz gesperrt

Nach einem Felssturz bleibt die Mieminger Bundesstraße (B 189) bei Tarrenz im Tiroler Bezirk Imst voraussichtlich bis Mittwoch gesperrt. Dies teilte die Polizei nach einem Lokalaugenschein von Geologen am Dienstagvormittag mit. Nach Regenfällen hatte sich in der Nacht östlich von Tarrenz Geröll gelöst und war auf die Straße gestürzt. Sach- oder Personenschäden gebe es keine. Die Sperre bleibe vorsichtshalber aufrecht, hieß es. (APA)

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    Teile von Kitzbühel stehen unter Wasser.

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