Soravia befragt

Justiz prüft Dorotheum-Privatisierung

2. August 2010, 23:15

Soravia: Grasser war vor Verkauf nicht bei mir Abendessen

Wien - Die umstrittenen Privatisierungen der ÖVP/FPÖ-Regierung sorgen ein weiteres Mal für Ermittlungen der Justiz. Diesmal geht es um den Verkauf des Dorotheums im Jahr 2001 Den Zuschlag erhielt damals für rund eine Milliarde Schilling (73 Mio. Euro) die damalige Internetfirma "OneTwoSold" von Unternehmer Erwin Soravia und Christoph Dichand. Bei den Buwog-Ermittlungen tauchte nun laut einem Bericht der Tageszeitung "Österreich" der Verdacht auf, dass bei der Dorotheum-Privatisierung unerklärliche "Provisionen" geflossen seien.

Erwin Soravia wurde dazu nun von Ermittlern befragt, wie er gegenüber der Tageszeitung bestätigt. "Ja, die Befragung durch die Kriminalpolizei hat stattgefunden. Ich wurde gefragt, ob wir Karl-Heinz Grasser bestochen haben, ob im Zuge der Dorotheum-Privatisierung von uns Cash an ihn geflossen sei", so Soravia. "Meine Antwort war ein klares und definitives Nein."

Gerüchte, wonach Grasser - ein Jugendfreund Soravias - kurz bevor "OneTwosold" sein letztlich siegreiches Angebot fürs Dorotheum abgab, bei Soravia zum Abendessen eingeladen war, seien falsch. "Während des Dorotheum-Verkaufsprozesses hatten wir keinen Kontakt. Durften wir gar nicht. Es war eine strikte Firewall eingezogen, die ÖIAG war da sehr dahinter. Es war genau geregelt, wer mit wem sprechen darf und wer nicht. Grasser war nicht bei mir eingeladen, wir haben uns strikt an das Kontaktverbot gehalten", sagt Soravia zu der Tageszeitung.

Von Ermittlern befragt wurde auch der frühere Soravia-Manager Martin Ohneberg - seinerzeit Finanzvorstand bei OneTwoSold und später Dorotheums-Chef.(APA)

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Sien
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bitte auch um überprüfung der privatisierung der österr. staatsdruckerei.

Gerhard Schwarz
 
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Falls KHG wirklich so ist wie er zu sein scheint - wäre das eine Katastrophe...

Der zerbrochene Krug
02
interessant ist hier die verflechtung von KHG, Dichand und der Meinl Bank

07.09.2001 im Wirtschaftsblatt:

Soravia/Dichand heisse Favoriten für Dorotheum

Im Endspurt um den Verkauf des Dorotheums zeichnet sich ein Zuschlag für den Kaufinteressenten OneTwoSold von Erwin Soravia und Christoph Dichand ab.

Wien. Für Brancheninsider ist die Sache schon gelaufen: In Kürze dürfte das Internet-Auktionshaus OneTwoSold, ein Unternehmen des Bauunternehmer-Sohnes Erwin Soravia und des Zeitungsherausgeber-Sprosses Christoph Dichand, den Zuschlag für das Traditions-Auktionshaus Dorotheum erhalten. Der Kaufpreis soll ungefähr 900 Millionen Schilling betragen, wovon je ein Drittel von Soravia, Dichand und dem Risikofinanzierer Globa

http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/un... -fuer-doro

Der zerbrochene Krug
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nachtrag:

[...] und dem Risikofinanzierer Global Equity Partners, hinter dem zu 25 Prozent die Meinl Bank steht, aufgebracht werden.

itavalda
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diese GEP ist ja auch bei jeder Abcasherei dabei.

also dann ...
00
naja ... dass soravia nicht mig khg über die privatisierung sprach,

ist ungefähr so wahr...,
wie hr. k o p f ... zur LINKEN übertritt !

soravia + khg + die mainstream-medien...
erreichen ja nicht mal die intellekt. wahrnehmungsschwelle der österreicher !

Galileo Galilei
 
06
Ist der Grasser-Sumpf ist ein ÖVP-Sumpf?

Anders kann ich mir die Zeitlupen-Vorsichts-Justiz nicht mehr erklären.
Grasser hat alle Zeit der Welt und dazu Hinweise von vielen Seiten um Spuren zu verwischen und Aussagen mit Mitbeteiligten abzustimmen.
Ich vermute, die ÖVP will mit aller Macht verhindern, dass gegen Grasser was raus kommt, weil dabei zu erwarten wäre, dass ÖVP-Funktionäre Mitwisser sind und das vermutlich auch die ÖVP oder zumindest Funktionäre der ÖVP mitkassiert haben.

t 3
 
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das dürfte allerdings mittlerweile

ein 24/7 job sein, alles ihn möglicherweise belastende wegzuräumen...

kingkade21
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ja so ein Zufall, kann ja nicht sein

Zufällig wieder einmal ein Jugendfreund vom KHG, der da zum Zuschlag gekommen ist - ein Schelm, wer Böses dabei denkt oder?

saint just
02
AUS!

es gilt die schuldvermutung. das ist ja nicht mehr zu ertragen!
vielleicht könnte man die herren grasser, meischberger et al. präventiv einbuchten? es wär zeit.

nukularteilchen
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Ein grosser Verlust das Dorotheum verkauft zu haben.
Grade der Kunstmarkt ist einer der wenigen noch wachenden Märkte wo die Reichen Ihre ergaunertes Geld verscheunden lassen können. Wo sonst kann man Millionen in handliche Kunstobjekte in einen der secht Fussballfelder grossen klimatisierten Depots in der bigotten Schweiz verschewinden lassen?

BraveNewWorld
06
die Privatisierungsbranche

ist eine einzige Provisionsmaschine . Da wurde
unterpreisig der Steuerzahler abgespeist und zu allem Überfluss Freunde bedient . Wenn der erzielte Preis
zu gering war - so liegt beim Verkäufer Untreue vor !

tramezzino
04
grasser

war genausowenig bei den soravias, wie er auf dem meinl schiff war.

Schäferhund vom Pavillon E
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Schreiben sie der StA, wenn sie jemanden kennen!

Saskia Fabian
 
03
Kenne Mitarbeiter des Dorotheums, die erzählen da eine völlig konträre Geschichte...

Verwunderlich oder?

ever and anon
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"...eine völlig konträre Geschichte..."

Nämlich welche?

Wer "A" sagt, muss auch "B" sagen. ;-)

abdul al calafatti
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....von uns Cash an IHN geflossen sei", so Soravia. "Meine Antwort war ein klares und definitives Nein."

Typisches Winkeladvokatenspeak, vielleicht floss es treuhändlerisch an einen "Wahlonkel", eine "Wahltante", eine Wahltussi ??
Oder ein Einkaufsackerl............

Walter Kaiser
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Der braucht kein Winkeladvokatendeutsch.

Wenn er nicht Zeuge ist vor Gericht, kann und darf er lügen so oft er will.

Diese Aussage bedeutet also gar nichts. Würde er hingegen Bestechung zugeben, würd' ich schon eher davon ausgehen, daß er die Wahrheit spricht.

mulligan1
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oder an die schwiegermutter ??

Walter Kaiser
02
Gerüchte, wonach Grasser - ein Jugendfreund Soravias - kurz bevor "OneTwosold" sein letztlich siegreiches Angebot fürs Dorotheum abgab, ...

So so. Hat natürlich nichts mit dem Zuschlag zu tun, diese "Jugendfreundschaft"

Wieviel bot der Zweitplazierte? 10 Schilling weniger?

Killer Bunny
01

Ich glaub mich zu erinnern, dass es lächerliche 7 Millionen Schilling waren.

krendl
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Bei der Gesamtsumme quasi eh nix.

Killer Bunny
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Sehr knappe 1% mehr.

vikto1313
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Beim Dorotheum verhält es sich wie bei den Austria Tabakwerken (500 Millionen verscherbelt - Gewinn 500 -700 Mill. im Jahr).

Eine überaus wichtige Privatisierung. Ein Betrieb der laufend schwarze Zahlen (90 Mill) geschrieben hat.

No Na
00

es ist nicht nur die vergangenheit sondern auch die gegenwart beim dorotheum mehr als überprüfungswürdig

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