Wegen Einsatz für Prostituierte verhaftet

2. August 2010, 17:11
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Behörden greifen hart durch: Aktivistin engagierte sich öffentlich für Legalisierung von Sexarbeit

Peking - Die Menschenrechtsaktivistin Ye Haiyan ist in China wegen ihres öffentlichen Engagements für eine Legalisierung der Prostitution verhaftet worden. Die Festnahme sei im Büro ihrer Menschenrechtsorganisation "China Women's Rights Workshop" erfolgt, teilte ihre Schwester am Montag mit.

In der vergangenen Woche hatten Haiyan und einige UnterstützerInnen die BewohnerInnen der zentralchinesischen Stadt Wuhan dazu aufgerufen, eine Petition zur Legalisierung der Prostitution zu unterzeichnen. Für den 3. August hatte Haiyan zudem den "Tag der SexarbeiterInnen" ausgerufen.

Die Aktivistin, früher selbst Sexarbeiterin, begründete ihre Engagement damit, dass eine Legalisierung Prostituierten besseren Schutz bieten würde.

Derzeit gibt es laut "China Daily" in 26 chinesischen Städten Razzien gegen Prostituierte. Allein in Peking seien 240 geheime Netzwerke ausgehoben und 150 Personen festgenommen worden. (APA)

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