Deutsche Hotels bleiben teuer

2. August 2010, 14:30
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Trotz Steuerentlastung kaum Preissenkung bei Hotels - Deutsche Regierung beschwichtigt

Berlin - Zwei von drei Hotels in Deutschland haben die umstrittene Mehrwertsteuersenkung auf Hotelübernachtungen nicht an ihre Kunden weitergegeben. Dies belegt eine aktuelle Umfrage des deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). Auf die Studie bezog sich die deutsche Regierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, die am Montag in Berlin vom Bundestag veröffentlicht wurde. Demnach meldeten bis Ende Juni lediglich 32,2 Prozent der befragten gut 4.000 Hotels Preissenkungen nach der Steuerentlastung. Die Preise sanken demnach um durchschnittlich 6,5 Prozent.

Die Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen von Gastwirten und Hoteliers war zum 1. Jänner 2010 von 19 auf 7 Prozent gesenkt worden. Die Berliner Regierung erklärte, die Wachstumswirkungen der Steuererleichterung würden erst mittelfristig spürbar. Neben Preissenkungen habe die Reduzierung der Mehrwertsteuer zu mehr Arbeitsplätzen, Lohnerhöhungen und Renovierungen geführt. Zudem seien die Löhne im Beherbergungsgewerbe im ersten Quartal 2010 um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Der Dehoga-Umfrage zufolge gaben die Betriebe 717,6 Mio. Euro für Neuanschaffungen, Renovierungen und Modernisierungen aus. Die Unternehmen schafften zudem 5.747 zusätzliche Arbeitsplätze, davon 2.150 Vollzeit-Mitarbeiter, 1.793 Teilzeit-Mitarbeiter und 1.804 Azubi-Stellen. (APA)

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