Forsa-Studie: Hobby- und Freizeitartikel am beliebtesten - Männer und ostdeutsche User am aktivsten
27 Millionen Deutsche haben schon einmal Waren
oder Dienstleistungen bei einer Auktion im Internet
ersteigert. Das
entspricht 54 Prozent aller deutschen Internet-Nutzer
ab 14 Jahren,
wie aus einer Forsa-Erhebung im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom
hervorgeht. Die beliebteste Warengruppe sind der Untersuchung zufolge
Hobby- und Freizeitartikel - gefolgt von Büchern, Kleidung und
Schmuck sowie Computer und Zubehör. Männer sind bei Auktionen aktiver: 60 Prozent der männlichen
Internetnutzer haben schon einmal etwas im Web ersteigert; bei den
Frauen sind es 49 Prozent. Und User aus Ostdeutschland haben mit 62
Prozent mehr Auktions-Erfahrung als Westdeutsche mit 53 Prozent.
Nicht nur für Schnäppchenjäger
"Online-Auktionen eignen sich nicht nur für Schnäppchenjäger,
sondern sind eine bequeme Einkaufsmöglichkeit für jedermann", sagte
Bitkom-Vizepräsident Achim Berg am Montag in Berlin. Besonders
jüngere Bürger machten davon Gebrauch. Immer wieder machen auch überraschende Angebote Schlagzeilen.
Online versteigert wurden etwa ein früherer VW Golf von Papst
Benedikt II., ein Pullunder des ehemaligen Außenministers
Hans-Dietrich Genscher, ein Straßenbahnwagen oder ein bekannter
Internet-Blog. Die Bitkom rät Verbrauchern, beim Preisvergleich der Angebote
den
Versand mit einzukalkulieren. Bei Angeboten aus dem Ausland kämen
unter Umständen noch Zollgebühren hinzu.
Nicht zu früh bieten
Außerdem sollte man meist nicht sofort bieten. Wer zu früh
biete,
stachele den Bieterwettbewerb an und treibe den Preis in die Höhe. Es
könne sich zudem lohnen, bei Auktionen zu bieten, die zu typischen
Bürozeiten oder zum Beispiel während wichtiger Fußballspiele endeten.
Dann sei die Zahl der Mitbieter geringer und ein Schnäppchen
wahrscheinlicher. Käufer sollten bei gebrauchter Ware darauf achten, ob die
Produkte
noch der Herstellergarantie oder der gesetzlichen Gewährleistung
unterliegen, in der Regel bis zwei Jahre nach dem Erstverkauf. Solche
Anbieter sollten bevorzugt werden, die ein Plus an Sicherheit bieten,
etwa in Form eines Rücknahmeversprechen, eines versicherten Versands
oder eines speziellen Käuferschutzes, falls die Ware nicht beim
Empfänger ankommt. Ein Zeichen für die Vertrauenswürdigkeit eines Verkäufers sind
laut Bitkom gute Bewertungen durch andere Käufer. Entspricht die Ware
nicht den Erwartungen, haben Verbraucher bei gewerblichen Anbietern
ein gesetzliches Widerrufsrecht. (APA/apn)