Hälfte deutscher Internetnutzer steigert online mit

2. August 2010, 13:30
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Forsa-Studie: Hobby- und Freizeitartikel am beliebtesten - Männer und ostdeutsche User am aktivsten

27 Millionen Deutsche haben schon einmal Waren oder Dienstleistungen bei einer Auktion im Internet ersteigert. Das entspricht 54 Prozent aller deutschen Internet-Nutzer ab 14 Jahren, wie aus einer Forsa-Erhebung im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom hervorgeht. Die beliebteste Warengruppe sind der Untersuchung zufolge Hobby- und Freizeitartikel - gefolgt von Büchern, Kleidung und Schmuck sowie Computer und Zubehör. Männer sind bei Auktionen aktiver: 60 Prozent der männlichen Internetnutzer haben schon einmal etwas im Web ersteigert; bei den Frauen sind es 49 Prozent. Und User aus Ostdeutschland haben mit 62 Prozent mehr Auktions-Erfahrung als Westdeutsche mit 53 Prozent.

Nicht nur für Schnäppchenjäger

"Online-Auktionen eignen sich nicht nur für Schnäppchenjäger, sondern sind eine bequeme Einkaufsmöglichkeit für jedermann", sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg am Montag in Berlin. Besonders jüngere Bürger machten davon Gebrauch. Immer wieder machen auch überraschende Angebote Schlagzeilen. Online versteigert wurden etwa ein früherer VW Golf von Papst Benedikt II., ein Pullunder des ehemaligen Außenministers Hans-Dietrich Genscher, ein Straßenbahnwagen oder ein bekannter Internet-Blog. Die Bitkom rät Verbrauchern, beim Preisvergleich der Angebote den Versand mit einzukalkulieren. Bei Angeboten aus dem Ausland kämen unter Umständen noch Zollgebühren hinzu.

Nicht zu früh bieten

Außerdem sollte man meist nicht sofort bieten. Wer zu früh biete, stachele den Bieterwettbewerb an und treibe den Preis in die Höhe. Es könne sich zudem lohnen, bei Auktionen zu bieten, die zu typischen Bürozeiten oder zum Beispiel während wichtiger Fußballspiele endeten. Dann sei die Zahl der Mitbieter geringer und ein Schnäppchen wahrscheinlicher. Käufer sollten bei gebrauchter Ware darauf achten, ob die Produkte noch der Herstellergarantie oder der gesetzlichen Gewährleistung unterliegen, in der Regel bis zwei Jahre nach dem Erstverkauf. Solche Anbieter sollten bevorzugt werden, die ein Plus an Sicherheit bieten, etwa in Form eines Rücknahmeversprechen, eines versicherten Versands oder eines speziellen Käuferschutzes, falls die Ware nicht beim Empfänger ankommt. Ein Zeichen für die Vertrauenswürdigkeit eines Verkäufers sind laut Bitkom gute Bewertungen durch andere Käufer. Entspricht die Ware nicht den Erwartungen, haben Verbraucher bei gewerblichen Anbietern ein gesetzliches Widerrufsrecht. (APA/apn)

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