Attentat in Bologna jährte sich zum 30. Mal

Anna Giulia Fink, 2. August 2010, 18:12
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    Der Bahnhof kurz nach der Explosion.

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    foto: stragi.it

    Zugabteil nach der Explosion.

  • Rekonstruktion der Ereignisse, Quelle: Youtube

  • Augenzeugenberichte; Quelle: Youtube

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    grafik: standard

    Region der Emilia-Romagna.

Bis heute wird über die Hintergründe spekuliert - Akten bleiben weiterhin unter Verschluss - Schlimmster Anschlag in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg

Anfang August, Beginn der Hauptsaison in Italien. Die Hitze steht in Bologna, der Hauptstadt der Region Emilia-Romagna im Norden Italiens. Das ganze Land ist in Bewegung, verabschiedet sich in die Ferien. Unweit des Zentrums Bolognas, im Wartesaal der zweiten Klasse im Bahnhof sitzen die Menschen auf Plastiksesseln, warten auf Züge und Anreisende. Gepackte Koffer stehen neben ihnen, Kinder spielen, um sich die Zeit zu vertreiben. Die Uhrzeiger stehen auf 10.25, als im Westflügel des Bahnhofs eine Bombe in die Luft geht, deren Explosion in der ganzen Stadt zu hören ist. Die Bahnhofshalle, die Arbeitsräume, die Cafés und Geschäfte krachen zusammen und reißen das Dach mit sich. Ein Zug auf Bahnsteig Eins explodiert, die Unterführung stürzt komplett in sich zusammen, ein paar Stunden später finden die Rettungskräfte dort die meisten Opfer.

Zwei Minuten nach der Explosion fährt die erste Rettung ein. Autobusse und Taxis bringen die Verletzten ins Spital. Gelber, oranger und schwarzer Rauch steigt von den Trümmern auf, die von der Station übrigbleiben. Ein Chaos aus Rauch, Asche und Schutt, darunter Helfer, die sich wie Zombies bewegen, hilflose Polizisten, die nach Verstärkung rufen, Überlebende, die starr an Zigaretten ziehen, leblose Körper, die zwischen Schutt und Asche geborgen werden. Ein Ruinenfeld, auf dem weiße Stapel von weißen Leinentüchern verteilt werden, winselnde Männer und Frauen und ein mit bibberndem Mund nach Worte ringender Staatspräsident, der von zwei kleinen Kindern erzählt, die er eben gesehen hat und die im Sterben liegen. 

"La strage di Bologna"

85 Menschen starben an diesem 2. August 1980, 200 weitere wurden verletzt. Das Attentat von Bologna, "la strage di Bologna", war der Höhepunkt einer Reihe von politisch motivierten Anschlägen und Morden, die ganz Italien zwischen Ende der Sechziger und Mitte der Achtziger erschütterten. Die Drahtzieher kamen von links wie von rechts: die linksextremen "Roten Brigaden" zündeten ebenso Bomben wie neofaschistische Terrororganisationen.

30 Jahre später erinnern eine Marmorplatte mit ihren eingravierten Namen, ein Riss in der Wand und eine Mulde im Fußboden, an denen sich heute noch Reisende bekreuzigen, an die Opfer des Anschlags. Die Uhr steht weiterhin auf 10.25 und auch der Vorwurf, die Hintermänner des blutigsten Anschlags seit Ende des Zweiten Weltkriegs seien niemals zur Rechenschaft gezogen worden, steht weiterhin im Raum. Am 2. August 2010 gedenkt Bologna nicht nur der Opfer des Anschlags, es lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit einmal mehr darauf, dass die Justiz weiterhin im Dunkeln tappt und die Ermittlungen bis heute keine Ergebnisse gebracht haben. Jahr für Jahr stehen rund 200 Angehörige im Zentrum Bolognas, auf der Piazza Maggiore, heuer tragen den Namen der Verstorbenen auf weißen Plakaten auf ihren Körpern. 

"Nichts ist passiert"

Die Namen werden in die völlige Stille hinein gelesen, dann marschiert die Menge in einem Trauermarsch, ausgehend vom Neptun-Platz nahe dem Hauptplatz bis zum Bahnhof. Begleitet vom Applaus der Bewohner Bolognas, ehe die Teilnehmer für eine Minute im Gedenken verstummen. Unter ihnen auch Mitglieder der "Associazione tra i familiari delle vittime della stragealla stazione di Bologna del 2 agosto 19080", jener Organisation, die sich die Aufklärung des Attentats auf die Fahne geheftet hat. Deren Vorsitzender Paolo Bolognesi, der den Anschlag selbst erlebt und dabei Angehörige verloren hat, greift die Regierung an: Zu Beginn der Amtsperiode Silvio Berlusconi sei ihnen vonseiten der Regierung zugesichert und versprochen worden, dass sich etwas tun würde bei den Ermittlungen.

"Nichts ist passiert", ruft Bolognesi in die Menschenmenge. Es wirke fast so, als hätten die Politiker genug von den jährlich stattfindenden Demonstrationen. "Die Demonstrationen sind kein Störelement, sie sind Symbol einer Zivilgesellschaft, die sich nicht stillkriegen lässt." Bislang betrug der Zeitrahmen, in dem ermittlungsrelevante Dokumente unter dem Siegel des Staatsgeheimnisses den Richtern vorenthalten werden können, 30 Jahre. Angehörige der Opfer hoffen schon lange auf Einblick in die Akten. Eine Regierungskommission prüft allerdings derzeit, ob die Maximaldauer der Geheimhaltung weiter ausgedehnt werden kann. Solange die Kommission prüft, bleiben die Akten unter Verschluss. "Die Enttäuschung darüber ist groß", sagt Paolo Bolognesi.

"Das ist gut so"

Die Regierung nimmt dieses Jahr nicht an den Trauerfeierlichkeiten teil. "Das ist gut so", lässt Carlo Giovanardi, Senator der regierenden PdL (Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis "Popolo della Libertà") ausrichten. "Jedes Jahr findet in Bologna dieses traurige Spektakel statt, an dem Hass und Neid gegen jene, die sich politisch zu verwirklichen versuchen, ausgesprochen wird, anstatt den Toten zu gedenken und den Schmerz zu verarbeiten." Er selbst habe am Begräbnis der Opfer teilgenommen. Aber heute werde der Anschlag nur mehr instrumentalisiert, um amtierende Politiker mit einer Reihe von Beschuldigungen und Beschimpfungen zu überhäufen.

Andere Worte findet Staatspräsident Giorgio Napolitano: Die Ermittlungen seien noch lange nicht zu Ende, man sei es den Opfern und deren Angehörigen schuldig, "dass alle Institutionen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln" an der Aufklärung "dieser furchtbaren Episode" arbeiteten.

Geheimloge Propaganda Due

Sieben Jahre nach dem Attentat wurde nach einer Reihe von Widerständen und Ablenkungsmanövern der Prozess gegen 20 Angeklagte eröffnet. Acht Jahre und vier Gerichtsinstanzen später wurden die beiden rechtsextremen Terroristen (Nuclei Armati Rivoluzionari, NAR), Francesca Mambro und Giusva Fioravanti, zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Paar bestreitet bis heute die Verwicklung in das Attentat, gab derweil stattdessen die Beteiligung an 13 anderen politischen Morden zu. Sie sehen sich als Sündenböcke, die von den eigentlichen Drahtziehern ablenken sollen.

Außerdem wurden der Vorsitzende der Geheimloge Propaganda Due (P2), Licio Gelli, Francesco Pazienza und die beiden Beamten des militärischen Geheimdienstes SISMI, Pietro Musumeci und Giuseppe Belmonte, wegen Behinderung der Ermittlungen verurteilt. Gelli selbst bekam niemand zu fassen. Kurz vor seiner Verurteilung zu zehn Jahren Haft wegen subversiver Tätigkeiten floh er in die Schweiz. Zwar wurde er kurz darauf abgeschoben, allerdings unter der Bedingung, dass er nicht mehr wegen der Mitschuld am Attentat belangt werde. Die Schweizer Behörden stuften den Prozess als politisch ein und verboten die Abschiebung aus diesem Grund. Heute lebt er abgeschirmt in einer Villa in der Toskana.

Viele Verschwörungstheorien, aber keine Antworte

Die bis vor drei Jahren andauernde gerichtliche Aufarbeitung brachte ein Wirrwarr aus zahlreichen Verschwörungstheorien ans Tageslicht: Mal ist von palästinensischen Terroristen die Rede, mal von Terroristen aus Frankreich, dann wieder von US- und israelischen Geheimdiensten, von Verbindung zur Geheimorganisation "Gladio", der paramilitärische Organisation der NATO, der CIA und der britischen MI6 in Italien währrend des Kalten Krieges.

Auch der Vorwurf, dass die Hintermänner von höchster Stelle geschützt würden, hält sich hartnäckig. Wenige Monate nach der Explosion in Bologna fand man die Liste der Mitglieder der Loge im Geheimarchiv von Licio Gelli: hochrangige Militärs und Geheimdienstler, Richter und Staatsanwälte, eine ganze Reihe Politiker, Geschäftsleute. Gelli selbst behauptet kurz nach seiner Verhaftung, dass sieben Minister der ersten Regierung Berlusconis Mitglieder seiner Loge gewesen seien und dass Berlusconi mit der Machtübernahme den Großteil seines Plans bereits umgesetzt habe.

Dieser Fahrplan sah die allmähliche Machtübernahme über Politik und Medien vor und steht schwarz auf weiß im Erneuerungsprogramm Licio Gellis, das vor seiner Verurteilung beschlagnahmt worden war. Der "Piano die Rinascita", eine Anleitung zum Staatsstreich, beinhaltet das Verschwinden der Linksparteien, das Auflösen der Gewerkschaft, die Aushöhlung des öffentlichen, das Aufbauen des privaten Fernsehens und soll Gellis "Plan" anstelle der Verfassung stellen. (fin, derStandard.at, 2.8.2010)

Kommentar posten
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Petar K
00
15.10.2010, 14:04
Volksbefreiungsbewegung der Chemiestudenten für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Eintracht der Völker.

Avicenna
 
00
17.8.2010, 14:18
Die im Dunklen sieht man nicht...

Ich werde diesen 2.August nie vergessen. Mein Vater saß mit meinem kleinen Bruder im Zug nach Rom anlässlich eines Familienbesuchs. Wenige Stunden nach ihrem Halt in Bologna explodierte die Bombe. Sie wußten davon im Zug nichts, wir sahen die grauenhaften Bilder im Fernsehen und hörten Nachrichten im Radio. Die Warterei und die Unsicherheit waren grauenhaft. Bis endlich der erlösende Anruf kam, beiden geht es gut. Die Faschisten haben damals 85 Menschen getötet und die Bombe im roten Herzen Italiens explodieren lassen. Ein paar Wochen später ging die Bombe in München hoch (http://de.wikipedia.org/wiki/Okto... attentat). Nichts wurde aufgeklärt, die Hintermänner laufen frei herum. Gegen die RAF wird weiter ermittelt, gegen rechts nicht.

pepitant
01
Elitäre Kreise

sind nun mal eine Mörderkaste, sofern man den Auftraggeber zu einem Mord als Mörder bezeichnen darf. Dass sie gleichzeitig noch die Möglichkeit haben, einen Geheimhaltungsfall draus zu machen, machts ihnen zwar leichter, aber im Ernstfall legen sie die Justiz ebenso wie die Exekutive durch Weisungen aus ihren Netzwerken von allen Seiten so lange lahm, bis sämtliche Spuren verwischt sind. Äußerst anschaulich war das in der Causa der deutschen Steuerfahnder zu beobachten, als die Verbrecher in der Lage waren, gleich mehrere Steuerfahnder gleichzeitig und noch dazu mit dem gleichen Leiden, das war fast schon witzig, abzusägen.
Darum habens ja die weiße Weste statt dem gstreiften Gwand.

NONE
00

Eine Regierung darf niemals eine Sache vertuschen wo Bürger gestorben sind.

Diese Akten müssen veröffentlicht werden - keine Ausnahmen, keine Ausreden.

TheWeeklyRevolutionOfficial.Blog.com
01
wenn nämlich jeder die wahrheit schreiben würde, könnten Sie nie alle umbringen, da es einfach zu auffällig wird. dann würde sogar die bevölkerung endlich aufwachen...

aber wie derstandard.at vor wenigen wochen berichtete, herrscht in österreich ein äußerst weit verbreiteter gesinnungsjournalismus...

Ignaz J. Reilly - against all dunces
00

Leider nicht nur in Österreich. Und Diskreditierung ist ein viel einfacherer und - wenn geschickt gemacht - auch "politisch korrekter" Weg zur Vermeidung von wahrheitsbezogener und mutiger Berichterstattung; dabei machen dann sogar die unbezahlten Somaschlucker brav(e) mit.

Und selbst dann, wenn man auf seriöse und glaubhafte Quellen verweist, wird man sehr häufig als Verschwörungstheoretiker abgetan, der besser sein Alukapperl aufsetzen sollte. Wie viele bleiben da dann wohl, die Motivation und Mut haben, auf unbequeme Ungeheuerlichkeiten hinzuweisen?

Sehr richtig: Die Menge macht's und je mehr Menschen wach genug sind, um zwischen den Zeilen zu lesen und selbst zu denken, desto besser - und noch besser, wenn sie darüber berichten.

TheWeeklyRevolutionOfficial.Blog.com
03
raf anschläge waren auch gladio projekte und sogar auf wikipedia ist mit quellverweisen herauszufinden wie ein regierungsbeamter vor gericht die existenz gladios bestätigte!

'viele verschwörungstheorien'...

aber das kann man irgendwie den standard.journalisten eh nicht übel nehmen. immerhin haben sie alle keinen mumm mehr und denken, dass sie gleich enden werden wie der journalist in griechenland kürzlich...

es müsster wieder reporter geben, welche die wahrheit schreiben... ob ich das noch erleben werde?

raymond a
20

zum Thema Gladio haben sich die Verschwörungstheoretiker bei Wikipedia voll durchgesetzt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Disk... ion:Gladio

pepitant
01
"die Verschwörungstheoretiker"

sind für mich gar nicht so einfach zu identifizieren. Eins ist sicher: Von offizieller Seite, sei es Staat, Wirtschaft oder Kirche, bin ich schon mehr belogen worden als von allen inoffiziellen zusammen.

Michail Bakunin
01

Literaturtipp: Lanza, Luciano - Bomben und Geheimnisse

Am 12. Dezember 1969 explodieren in Mailand und Rom an verschiedenen Orten Bomben. Besonders schwer ist das Attentat in der Landwirtschaftsbank an der Piazza Fontana, dort werden 16 Menschen getötet und 90 zum Teil schwer verletzt. Unmittelbar nach den Bombenanschlägen beginnt eine polizeilich-politische Kampagne gegen die außerparlamentarische Linke. In ganz Italien werden Aktivisten der sozialen Bewegung verhört und verhaftet, in vielen Städten werden Zentren durchsucht. Die Bomben der Piazza Fontana sind der Auftakt für die »Strategie der Spannung«...

http://www.anarchia-versand.net/product_i... nisse.html

raymond a
10

der Haider und Berlusconi-Freund wird durch jene geschützt, die nie auf ihr "Faschistsches Massaker" verzichten würden:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/05/1... rechtsrat/

Avicenna
 
00
17.8.2010, 14:27

O.k. Gaddafi ist ihr Lieblingsfeind, das wissen wir inzwischen aus ihren zahlreichen Posts. Wir wissen auch, dass wir es da mit einer unappetitlichen Verquickung ital. Interessen zu tun haben, die einem gefährlichen Spinner Narrenfreiheit gewährt, aber er ist trotzdem nicht der, der für alles Übel verantwortlich ist. Und eigentlich noch schlimmer: sie beteiligen sich am Verwischen der Spuren...

sylvia29
01
gut,

da steht eine aneinanderreihung von behauptungen. schlüssig und stimmig wirkt das aber nicht.

F S 3
09
Während seltsamer Weise hier noch immer geschrieben steht, daß "die Hintergründe von Bologna unklar" seien, zeigte das FS3 bereits vor über sechs Jahren auf, wo die Drahtzieher zu finden sind…

…und was die Hintergründe waren:

'Die Strategie der Spannungserzeugung' (4 Teile)
http://derstandard.at/plink/160... 17/1745188

Und ähnlich wie im Falle des aktuellsten Remakes der Wiederholung einer üblichen Wiederholung -der AlkAida- sind die Durchführenden der verordneten Unordnung stets bei den diversen Diensten zu finden.



War on 'error, Folge 4711: "Gladiolen für bezahlte Gladiatoren"

helge schneider
05
G L A D I O ist keine verschwörungstheorie.

kann man in verschiedenen ernstzunehmenden polit. publikataionen lesen.

saratoga
11
Cladio

Cladio, gibt es ebenso in vielen Ländern: Jüngst in der Türkei, da laufen auch Prozesse usw..

Ignaz J. Reilly - against all dunces
16
Zur Entwirrung: Gladio - Andreotti - NATO

Speziell dazu sei der Vortrag des Historikers Dr. Daniele Ganser an der Uni Basel vom 14. September 2009 empfohlen - basierend auf seinem Buch, das nachfolgend ebenfalls verlinkt. Das "Wirrwarr" ist demnach gar nicht so ein Wirrwarr, wie es hier noch - uninformiert oder absichtlich? - dargestellt wird.

http://edvan.fadeout.ch/ref/?cust... annelId=43

http://www.amazon.de/Nato-Gehe... 093&sr=1-1

pepitant
00
uninformiert oder absichtlich?

Ja, das ist sie, die entscheidende Frage.
Dazu möchte ich anmerken, dass man für "uninformiert" schon sehr weit an den Dingen vorbeisehen muss und sich Informationen gezielt zu verweigern hat. Sonst schafft mans einfach nicht, an den Informationen vorbeizukommen ohne sie zu sehen.

Ignaz J. Reilly - against all dunces
00

Nun, das hängt davon ab, ob und in welchem Ausmaß man selbst recherchiert, bevor man einen Artikel schreibt - und wieviel Vorwissen zum jeweiligen Thema bereits vorhanden ist. Wie häufig zu beobachten ist, ist es bei vielen Journalisten leider ein beliebter Sport, relativ unreflektiert voneinander abzuschreiben. Und das in vielen Fällen wohl auch als zeitdruckbedingte Notwendigkeit - was den beliebten Sport dann zu einer quasi zwangsverordneten Betätigung werden lässt.

*esofan*
51

verjährung nach 30 jahren - sollte auch hier gelten!

Avicenna
 
00
17.8.2010, 14:45

Mord verjährt nicht und das aus gutem Grund!!! Auch wenn es leider Menschen wie sie gibt, die immer alles unter den Teppich kehren wollen...

Karlgaard
52

stirbt ein mensch, wird mit den achseln gezuckt. sterben 30, ist es ein staatsakt. lächerlich.

Achmo Ledbid
01
ein tod...

...ist nie lächerlich, erst recht nicht wenn er nicht sein muss.

Karlgaard
01

der tod ist gewiss nicht lächerlich, der gesellschaftliche, politische und mediale umgang mit ihm jedoch hier sehr wohl.

pepitant
00
Ist ja irgendwie logisch,

wenn Sie 20 Leut umbringen schaffen Sie es höchstens zu einem Vergleich mit Jack the Ripper, für Napoleon oder Hitler sind Sie damit nicht in die richtigen Dimensionen aufgestiegen.

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