Quote für Börsenunternehmen

2. August 2010, 09:34
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Die NRW-Emanzipationsministerin blickt nach Norwegen und kündigt eine Bundesratsinitiative der NRW-Regierung an

München - Die nordrhein-westfälische Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Barbara Steffens von den Grünen, hat eine Frauenquote für Aufsichtsratsposten bei börsennotierten Unternehmen gefordert. "In Norwegen dürfen nur Unternehmen an die Börse, wenn sie eine Frauenquote von 40 Prozent in den Aufsichtsräten nachweisen", sagte Steffens dem Magazin "Focus" in einem Vorabbericht vom Sonntag. "Diese Quote hätte ich auch gern in Deutschland." Sollte der Anteil nicht erreicht werden, will Steffens den Konzernen den Gang an die Börse verbieten.

Die 48-Jährige kündigte eine Bundesratsinitiative der rot-grünen NRW-Landesregierung zur Änderung des deutschen Aktienrechts an. Nach Ansicht der Ministerin werden Männer noch immer bei der Besetzung von Spitzenpositionen bevorzugt.

Deutsche Telekom als Vorreiter

Als erster großer börsennotierter Konzern in Deutschland hatte die Deutsche Telekom im März freiwillig eine Frauenquote eingeführt. Bis Ende 2015 sollen dort 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen mit Frauen besetzt sein. Die Telekom argumentiert, Firmen mit einem höheren Frauenanteil erzielten ein signifikant besseres Ergebnis und eine höhere Rentabilität. (APA)

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    Die nordrhein-westfälische Emanzipationsministerin Barbara Steffens von den Grünen will an der Börse notierte Unternehmen einer Frauenquote beglücken.

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