Ölpreise gestiegen

2. August 2010, 14:12
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Goldpreis ebenfalls höher

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Montagnachmittag fester gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im September 79,74 Dollar und damit 1,00 Prozent mehr als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 79,10 Dollar gehandelt, um 1,18 Prozent mehr als zuletzt.

Marktteilnehmer begründeten die feste Tendenz mit dem etwas schwächeren US-Dollar sowie den starken Aktienmärkten. Auch der wieder gestiegene Risikoappetit der Investoren sorgt für Unterstützung, hieß es weiter. In der jüngsten Vergangenheit waren die Ölpreise so stark wie nie zuvor mit den US-Aktienmärkten korreliert, berichtet die Commerzbank in einer aktuellen Studie.

So waren offensichtlich die Rohstoffanleger überrascht, wie robust sich die Aktienmärkte zeigen und wie sie negative Wirtschaftsmeldungen wegstecken. Auch die schwachen BIP-Zahlen vom Freitag konnten die Aktien nur kurzfristig belasten. Die steigende Risikoneigung der Investoren kann man auch anhand aktueller Positionierungsdaten erkennen. Die Spekulanten haben ihre Netto-Long-Positionen am Ölmarkt an der NYMEX auf das höchste Niveau seit Mai ausgeweitet.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.178,00 Dollar und damit höher zum Freitag-Vormittags-Fixing von 1.168,00 Dollar. In Euro gerechnet konnte der Goldpreis im Verlauf wieder die wichtige Marke von 900 Euro zurückerobern.

Der jüngste Preisrückgang hat verstärkt wieder physische Käufer angelockt, meinen die Commerzbank-Analysten. Nicht nur die Anleger oder Goldhändler kaufen nun wieder Gold. Die russische Zentralbank hat im Juni weitere 6,56 Tonnen Gold aufgekauft. Gleichzeitig gab der Internationale Währungsfonds hingegen bekannt, dass seine Goldreserven per Ende Juni um 17,4 Tonnen gefallen sind. (APA)

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