Präsident Wulff will Hilfsfonds für Hinterbliebene

01. August 2010 19:40
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    Foto: apn/bundespresseamt/thomas imo

    An der zentralen Trauerfeier nahmen zahlreiche Politiker teil, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Christian Wulff waren dabei.

Auf dem Gelände der Loveparade sollen sich wesentlich weniger Menschen als ursprünglich angenommen aufgehalten haben

Berlin/Duisburg - Während sich Behörden und Veranstalter weiterhin gegenseitig die Schuld am Unglück von Duisburg geben, will der deutsche Bundespräsident Christian Wulff einen Ombudsmann und einen Hilfsfonds für die Angehörigen der 21 Opfer einsetzen. In der Bild am Sonntag verweist er dabei auf diesbezügliche Erfahrungen aus seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident.

"Am Tag des Transrapid-Unglücks haben wir in Niedersachsen einen Hilfsfonds eingerichtet und zu Spenden aufgerufen. 750.000 Euro kamen zusammen, mit denen schnell und unbürokratisch auch in solchen Fällen geholfen wurde, wo Versicherungen und andere nicht helfen können", so Wulff. Bei dem Unglück auf einer Transrapid-Teststrecke im Emsland waren vor vier Jahren 23 Menschen gestorben.

Zudem sei nach dem Unfall ein Ombudsmann ernannt worden, der sich um die Interessen der Hinterbliebenen gegenüber Versicherungen, Ämtern und Anwälten gekümmert habe, sagte Wulff. Der Präsident hatte am Samstag in Duisburg an der zentralen Trauerfeier für die Opfer teilgenommen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merke (CDU), die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle waren in die Salvatorkirche gekommen. Der wegen der Katastrophe massiv unter Beschuss geratene Duisburger Bürgermeister Adolf Sauerland (CDU) blieb dem Gedenken hingegen fern - ebenso wie der Veranstalter der Loveparade, Rainer Schaller.

Die Gedenkfeier wurde auch auf Großleinwänden in das Duisburger Fußballstadion und in weitere zwölf Kirchen übertragen. Statt der erwarteten zehntausenden Bürger fanden sich nach Angaben der Behörden aber nur etwa 2600 Menschen im Fußballstadion ein.

Wesentlich weniger Menschen als ursprünglich angenommen waren offenbar auch bei der Loveparade: Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus zufolge befanden sich nur 150.000 Menschen auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs. Anhand von Luftaufnahmen gehe die Polizei intern von dieser Zahl aus.

Sicherheitskräfte versagten 

Organisator Schaller hatte einige Stunden vor der Massenpanik gesagt, dass "1,6 Millionen Menschen" auf das Gelände passen, man aber "höchstens 1,4 Millionen" erreichen werde. Genehmigt waren Medienberichten zufolge höchstens 250.000 Teilnehmer. Gleichzeitig werden immer mehr Details zum Versagen der Sicherheitskräfte bekannt. Laut Focus prüfen die Ermittler, warum die Polizei nach dem ersten Hilferuf des Veranstalters gegen 15.30 Uhr nicht das Kommando auf dem Gelände übernommen habe.

Mit einem Schließen der Eingangsschleusen hätte eine Massenpanik verhindert werden können. Laut dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel forderte der "Crowd-Manager" des Veranstalters schon vor 15 Uhr Polizeihilfe an. Der Verbindungsbeamte sei aber nicht weisungsbefugt gewesen und habe auch kein Funkgerät gehabt, weswegen erst mit 30 Minuten Verspätung ein leitender Beamter eingetroffen sei. Die Polizei betonte, dass eine etwaige Verspätung nicht ins Gewicht gefallen sei. (AFP, Apn, stem, DER STANDARD - Printausgabe, 2. August 2010)

abalada
03.08.2010 01:24
schlecht informiert der Bundespräsident

Am 27. Juli 2010 wurde bereits gemeldet dass die Axa Versicherung und Schaller einen Soforthilfsfond mit 1 Million Euro einrichten werden.
http://www.derwesten.de/kultur/mu... 17640.html

KROT
02.08.2010 13:50

wie wärs mit haftung des veranstalters bzw. der behörden??????? (wenn letztere verurteilt werden sollten).

fizzzzzz
 
02.08.2010 13:23
wo Versicherungen und andere nicht helfen können

wo Versicherungen und andere nicht helfen WOLLEN!

Chocoholic
02.08.2010 12:40
PS: eigentlich ist es naemlich wurscht, wie viele sich AUF dem Gelaende befunden haben.

Mehr gilt, wie viele hinein wollten und da einen weiteren Ausgang blockierten und wie viele hinaus wollten..... Andererseits: wie kann man 1,5 Mio. sagen, wenns nur 150.000 sind?

Chocoholic
02.08.2010 12:38
Dieser Fonds koennte bereits durch die Pensionszahlungen des nicht zurueck treten Wollenden Buergermeisters gespeist werden.

Ihm liesse ich das Existenzminimum, der Rest von seinem Gehalt/seiner Pension und das Gleiche von allen, die unterschrieben haben, sodass ein Event mit ueber einer Million auf einem nur fuer 250000 zugelassenem Grund stattfinden konnte.

FSK
02.08.2010 12:04

wie kann es sein, dasss wochenlang völlig falsche Teilnehmerzahlen genannt werden, gibt es bei den Medien niemand kompetenten?

10% der genannten Zahl ist beim Donauinselfest wahrscheinl auch realistischer.

Ava Tar
02.08.2010 11:34
Wulff (CDU), du Krähe

Hilfsfonds mittels Steuergeldern, das willst du

Deinen CDU-Kollegen, der am Bürgermeistersessel klebt, weil er sonst die fette Bürgermeisterpension verliert, jawohl, so liegen die Fakten, da schweigste dich aus, Wulffe, gellja, du Krähe

Hackt der anderen Krähe kein Auge aus. Will lieber Steuergelder dahin dorthin. Verantwortung übernehmen nada nix.

Bande !!!

abalada
02.08.2010 15:00
er hat doch gar nicht geschwiegen

sondern Sauerland zum Rücktritt aufgefordert. War Schlagzeile in jeder wichtigen Zeitung in Deutschland.
http://www.zeit.de/politik/d... loveparade

Helmut Z
02.08.2010 13:00

100% d´accord!

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