Hoffnungsvoll verworfen, hoffnungslos verlaufen

2. August 2010, 15:39
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    Der Brite Mo Farah gewann in Barcelona nach den 10.000 auch die 5000 Meter, war also der Herr der Langstrecken.

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    Ryan Moseley, als neuntplatzierter Hunderter Österreichs Bester.

Die beiden größten österreichischen Hoffnungen enttäuschten wie das Zuschauer-Interesse in Barcelona - Russland erfolgreichste Nation - Nächste Titelkämpfe bereits in zwei Jahren

Barcelona - Das zumindest mit leisen Hoffnungen in die katalanische Metropole gereiste 15-köpfige Team des österreichischen Leichtathletikverbandes (ÖLV) kehrt schwer geschlagen aus Barcelona heim. Nachdem Günther Weidlinger im Marathon am Sonntag über Rang 18 nicht hinauskam, steht der neunte Platz von Ryan Moseley über 100 Meter auf dem Papier als bestes ÖLV-Ergebnis. Die 10,27 Sekunden des 27-Jährigen im Halbfinale waren immerhin insofern historisch, als vor ihm nur der Ukrainer Anatoli Dowgal 2006 in Göteborg sowie der Deutsche Christian Haas 1986 in Stuttgart derart flott ein EM-Sprintfinale verpasst hatten.

Für ein Finale qualifiziert hat sich von den Österreichern nur Andreas Vojta über 1500 Meter. Und auch wenn der 21-jährige Niederösterreicher am Freitagabend im recht langsamen Endlauf nur Elfter, also Vorletzter wurde, sprach sein Trainer, Wilhelm Lilge, von einer "Wahnsinns-Sensation".

Eine eher unangenehme Überraschung war tags darauf das Scheitern von Gerhard Mayer in der Diskus-Qualifikation. Mit 60,76 Metern im besten Versuch fehlten dem 30-jährigen Niederösterreicher schließlich 1,21 Meter auf das Finale der besten zwölf. Mit seiner am 10. Juni beim Diamond League Meeting in Rom geworfenen Rekordweite von 65,24 wäre der WM-Achte von Berlin kommod Qualifikationsdritter gewesen.

Der Rückschlag war einkalkuliert, ist doch Mayer zusammen mit Coach Gregor Högler gerade dabei, seine Wurftechnik umzustellen, um seine physischen Nachteile gegenüber der Konkurrenz - mit 1,91 Meter und rund 102 Kilogramm zählt Mayer zu den Schmächtigen seiner Zunft - zu kompensieren. Mayers Ziel sind ja die Olympischen Spiele 2012 in London, weshalb er seinen Rückschlag in Barcelona relativ locker wegsteckte: "Das ist die Qualifikation. Und ohne schlechte Tage gibt es keine guten."

ÖLV-Sportdirektor Hannes Gruber wollte in einer ersten Bilanz "jeden Fall einzeln beleuchten und bewerten". Im Vergleich zu Göteborg 2006 seien "nahezu idente Ergebnisse" erbracht worden, allerdings war Weidlinger in Schweden über 3000-m-Hindernis Siebenter. "Von sechs Trümpfen stach nur einer", sagte Gruber und meinte Moseley. "Wir haben gehofft, dass zumindest drei durchkommen."

Russen top

Wie erwartet waren Russland mit 24 (10/6/8), Frankreich mit 18 (8/6/4), Großbritannien mit 19 (6/7/6) und Deutschland mit 16 (4/6/6) Medaillen die erfolgreichsten Nationen. Die nächsten europäischen Kontinentaltitelkämpfe finden nach dem Wechsel von einem Vierjahres- auf einen Zweijahresrhythmus bereits in zwei Jahren in Helsinki statt. Herausragender Athlet in Katalonien mit drei Goldmedaillen war der französische Sprinter Christophe Lemaitre.

Neben Lemaitre, der über 100 m, 200 m und mit der 4-x-100-m-Staffel triumphiert hatte, krönten sich der britische Langstreckenläufer Mo Farah (5.000 m, 10.000 m) und die russische 400-m-Läuferin Tatjana Firowa (Einzel, Staffel) zu Doppel-Europameistern. Wie Lemaitre auf drei Medaillen brachten es dessen Landsleute und Sprintkollegen Myriam Soumare mit einem kompletten Medaillensatz und Martial Mbandjock mit Gold und zweimal Bronze. 

Leere Ränge

So beeindruckend und schön das Olympiastadion auf dem Montjuic ist, so sehr kämpften die Veranstalter an den ersten Tagen mit dem Zuschauerinteresse, nur an zwei der sechs Abenden waren alle aufgelegten 32.000 Tickets verkauft. Ein Umstand, der Organisationschef Jose Maria Odriozola zu denken gibt. "Wir verlieren ganz klar an Boden. Leichtathletik ist die Nummer-eins-Sportart bei Olympischen Spielen, aber wir müssen das eben auch sonst besser verkaufen, vor allem für junge Leute", sagte der Spanier in einem TV-Interview.

Die Wettkämpfe seien oft zu lang, viele Events laufen zur gleichen Zeit. Man müsse fast ein Experte sein, um wirklich das Spektakel genießen zu können. Das dichte Programm ist auch eine Folge dessen, das die 47 Entscheidungen auf sechs statt wie bisher sieben Tage komprimiert worden waren. Am Freitag, Samstag und Sonntag wurden jeweils elf Europameister gekürt.

Die Übersicht für die Fans bei den Feld- und Bahnbewerben wird nicht größer werden, denn in Helsinki 2012 wird nur an fünf Tagen gelaufen, gesprungen und geworfen (27. Juni bis 1. Juli). Wegen der am 27. Juli beginnenden Olympischen Spiele in London sind allerdings keine Straßenbewerbe im Programm. (red/APA)

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20 Postings
Doping- und Betrugsfahnder MSC DI Mayreder
01
Ohne Doping gibt es in der Leichtathletik keine Erfolge

In der Leichtathletik spielt Doping eine große Rolle. Man kann von den Athleten keine Top-Platzierungen fordern und gleichzeitig den Verzicht auf die spezielle sportmedizinische Betreuung. Alles andere ist dümmliche Verlogenheit.

fritz cat
10
Der Lilge und der ÖLV

Der Lilge schreibt auf seiner HP immer so komische Sachen. Macht alle möglichen Leute madig ohne konkrete Anhaltspunkte.

Für das kann man ihn in Anlehnung an seine Praktiken die GOLDENE BANANE übergeben

Ro@TF
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Wo ein willi da ein weg;-)

Finde schon ziemlich gut,daß es endlich jemanden gibt der gegen das verlogene "doping-pack" (sorry) vorgeht!und der sich kein blatt vor den mund nimmt oder wie viele anderen einfach den mund hält.goldene banane hin oder her-vom herrn Lilge könnten sich viele etwas abschaun!

ludwig
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Meinen Sie www.team2012.at? Wofür gibt es keine konkreten Anhaltspunkte?

Ro@TF
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Zukunft...

In jedem verband oder jeder firma rollen nach so einem abschneiden köpfe. Vielleicht sollte sich der neue verbandsboss überlegen ob er nicht die "alteingesessenen",wie sportkoordinator usw austauscht?! da würde wieder ein ruck durch die angeschlagene leichtathletik gehen-meine meinung!immerhin kann es nur besser werden...wer bremst verliert!

Navarro Germania
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Ach

Herr Rapid-Fan, Sie sollten nicht denken.
Wo im Vorfeld bestand je die Hoffnung, Österreich könnte irgendwo eine Medaille holen?
Finden Sie sich damit ab: Österreich ist keine Sportnation!
Höchstens im Ablästern über andere-da seid ihr absolute Weltspitze!

ich bin rapid-fan
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Scheiße!

Das die Österreicher so abloosen hätte ich nicht gedacht. Der Leichathletikverband muss endlich etwas unternehmen. Für die Olympischen Spiele 2012 seh ich eh schon schwarz, aber wenn man ein Projekt machen würde und der Staat etwas mehr Geld in diesen Sport investiern würde, wären wir schon um Klassen besser.

1116er
10
sollten gar die zuschauer zur besinnung gekommen sein,

und gemeint haben: "doping, nein danke!"?

es wär zu schön um wahr zu sein!

(ich befürchte nämlich, dass es genau umgekehrt ist!)

lappach
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So wie der österreichische Fussball?!:-)) ha, ha , ha . Nein bitte nicht.

eleon
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wieso weiss man als spitzensportler nicht wie man sich gegen dehydrierung schützt!?

XP
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die sind ja nur mehr skelette, erschreckend

Antonov1
01
Entweder man gewinnt beim Contest der guten Menschen....

....oder man gewinnt auf der Laufbahn.
Beides gleichzeitig wird nicht gehen.

biggathan
01
Röthlin gewinnt nach 2 Lungenembolien

Dass EPO Doping ein Blutverdickungsrisiko birgt, hat mit der 2 x verstopften Lunge dieses Sportlers gar nichts, aber schon mal überhaupt nichts zu tun.

Christian Oberndorfer
00

Ja, sagen Sie mal, lesen Sie denn keine NZZ? Denn dort steht es doch schwarz auf weiss: das dicke Blut Röthlins ist genetisch bedingt.

Sergej Lebed
06

Dass man einen Marathon in 2:07h (Anmerkung für Nicht-Leichtathletikinteressierte: Das ist Röthlins brutal starke Bestzeit) nicht mit Wasser und Brot alleine läuft, ist ohnehin jedem klar, der sich ein bißchen mit der Materie beschäftigt.

Aber es ist nun einmal so, dass in Ösistan - im Gegensatz zu anderen Ländern - die nationale Anti-Doping Behörde seit kurzem wirklich "Ernst macht" (nachdem lange Zeit eh der Schlendrian herrschte). Das kann man gut oder schlecht finden (ich persönlich finde das gut). Konsequenz daraus ist natürlich, dass österreichische Sportler in Ausdauerdisziplinen auf längere Zeit international "kein Leiberl reißen" werden - dessen muss man sich eben auch bewußt sein...

Prinz Bimbo
03

warum nur auf den Ausdauerdisziplinen?

Oesterreich hat in der LA ueberhaupt nirgends eine Chance! Woher denn auch in Aut interessiert es keinen!

Fussball,Alpin Ski,Fussball,Fussball,Alpin Ski,Fussball,Formel 1

Saemtliche Gelder gehen in Fussball und in die Alpinen. Da ist es egal wir schlecht Fussball gekickt wird hauptsache der Rubel rollt. Und die Medien ja stellt euch vor es ist LA EM und keiner berichtet! Dafuer 4te Landesliga: Unterstinkenbrunn vs. Oberstinkenbrunn 0:0

Queen of Sheba
 
00
Da habt ihr es - ohne Stefanie Graf !

Manuel Eder, hinter mir die Sinnflut
02

Und ihre Drogen.

Waldy Osterhas
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Minister Darabos

.. als ÖLV-Trainer engagieren !

-Lucien-
04

Ich fordere die sofortige Rückkehr von Stefan Matschiner in den österreichischen Spitzensport!

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