ÖVP-Freiheitskämpfer gegen die Sklaverei

1. August 2010, 17:36

Steuern zahlen - eine Art Zwangsarbeit?

Österreich ist mit seiner Steuer- und Abgabenquote von 43 Prozent „schon jetzt nahe an moderner Sklaverei“, sagte unlängst der große Weltökonom und -philosoph Karlheinz Kopf, im Brotberuf Klubobmann der ÖVP. Moderne Sklaverei. Ein großes, hartes Wort. Aber angemessen. Schließlich heißt Steuernzahlen ja, dass ich für einen anderen arbeiten muss. Also, ca. die Hälfte von einer Stunde leiste ich Sklavenarbeit. Und das Geld sackt sich ein anderer ein. Irgendeiner, der vom Steuergeld lebt. Nennen wir ihn der Einfachheit halber Karlheinz Kopf. Aber der Herr Kopf sollte für unser gutes Geld doch etwas mehr Systematik in seine Argumentation bringen. 43 Prozent Steuer- und Abgabenquote, das ist „nahe an moderner Sklaverei“. Wo fängt denn dann die moderne Sklaverei an? Bei 46 Prozent? Ja, warum denn nicht bei 26 Prozent? Gibt’s denn da keine objektivierbaren Kriterien?

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bidaeaeae...

"nosick" aussprechen...nicht "notzick". danke!

Steuerquote

Also blöd finde ich schon die Aussage, dass es sich eigenartig anhört, wenn jemand im Staatsdienst die Höhe der Steuerquote bemängelt.

Der Umkehrschluss wäre also dass jeder im öffentlichen Dienst sich nicht über die hohen Steuern beklagen darf, da er ja von denen bezahlt wird. Weiters werden alle Politiker von Steuergeld bezahlt und es darf daher keinen Politiker geben, der gegen eine hohe Steuerlast ist.

Naja in Summe also schon sehr unbefriedigende Aussichten.

Und bezüglich Investitionen in das Gemeinwesen. Ist ja alles schön und gut, ohne Staat gehts natürlich nicht, aber wo ist die Grenze. Es sollte doch jedem möglich sein, sich durch Arbeit Wohlstand zu schaffen. Das geht bei 43 Prozent schon sehr schwer.

Steuerquote

Ich denke schon das es möglich ist Wohlstand zu erreichen.
Sie müssen schon einigermaßen verdienen um den Spitzensteuersatz zu erreichen und auch bezahlen zu müssen.
Alles relativ

gegenüber seinen anfangsfolgen, fängt misik an die kamera zu mögen, er wird lockerer ... aber auch seine beiträge gewinnen an konturen ... schön zu sehen

Ö Karl-Heinze

Bravo

Es sind nicht Prozentsätze ...

sondern ein paar Zutaten, die einander fatal ähneln:
- Eine schmale Schicht von Absahnern, die ein Staatsgebilde als Selbstbedienungsladen mißbrauchen.
- Eine sich verbreiternde Unterschicht mit geringen Aufstiegschancen.
- Einen Mittelstand, der zunehmend von Existenznöten geplagt ist.
- Ein Staatsapparat, der trotz höherer Einnahmen seinen Aufgaben immer schlechter nachkommt.
Das ergibt für die letztlich die Masse an Mitteln Aufbringenden (derzeit unterer bis gehobener Mittelstand im Arbeitsverhältnis) ein zunehmendes Verständnis- und Solidaritätsproblem. Die Resultate sind aus der Geschichte bekannt, wenn der "society glue" bröckelt und die Gesellschaft innere Risse bekommt.
Mit Sklaverei hat das nix zu tun, sondern nur mit Ignoranz.

Robert Misik ist genial wie sooft. Er hat es wiedereinmal auf den Punkt gebracht- Danke!

moderne sklaverei ist das zinseszinssystem.

ausserdem wäre es interessant hinzuschauen, wer, wieviel prozentuell an steuern bezahlt. gestern war in 3sat eine interessante dokumentation, in der die steuerlast von einem immobilien-millionär verglichen wurde mit der einer durchschnittsfamilie. die durchschnittsfamilie bezahlt demnach 7x mehr steuern, als der millionär, der alles mögliche abschreiben kann und vom fa nicht genau geprüft wird:

http://www.3sat.de/page/?sou... index.html

die familie bezahlt 16.000 euro im jahr, der millionär 2.500 ^^

hehe, lobbygesetze machen's möglich

Spontaner Gedanke

Ein wenig erinnert mich Misik's Gestik an Kardinal Groer.

Ja ja Pater Misik

Von anderen ein ordentliches Feindbild zeichnen, damit man selbst als Problemlöser dasteht. So einfach ist das Leben. Haider beherrschte die Strategie besser.

Na ja Herr Misik - alles ist relativ.

Bei den frühen Kommunisten waren 10% die Grenze. Die deuteten den Zehent den die Bauern an die Kirche zu leisten hatten in diesem Sinne.

Heute wären wir wohl alle gerne solche Bauern - nicht wahr Herr Misik?

warum

funktioniert fs misik bei mir nicht mehr? firefox 3.6.8, alles aktualisiert.
lg

Vielleicht

weil er nicht funktioniert?!

jetzt enttäuscht er langsam wirklich...

...das vorletzte mal war der erste warnschuss...dann kam eine mehr oder weniger nichtssagende episode (die aber dafür wenigstens nicht so katastrophal schlecht war wie die vorhergehende)...und jetzt gehts mal wieder los...
kopf hat nicht gesagt, dass alle steuern scheisse sind...jemand der findet, dass es, überspitzt gesagt, mit diesen steuern fast schon sklavenhaltung ist, ist nicht sofort ein neoliberaler, der 0% steuern will...unsre steuer sind verflucht hoch...dafür die effizienz in viel bereichen gering...
dieser beitrag von misik strotzt wieder mal nur so von vorurteilen und verherrlichung seiner eigenen ideologie...er wirft wieder mal alle, die finden, dass es mit niedrigeren steuern besser geht, in einen topf...SCHWACH

strotzt wieder mal nur so von vorurteilen und verherrlichung seiner eigenen ideologie

wer jetzt? ihr posting ist ja auch nicht ohne.
sklaven kriegen für ihre arbeit nix, wir kriegen für unsere steuern einen geordneten rechts- und sozialstaat, der vgl hinkt also gewaltig.

es kann gut sein, dass ihnen der zu teuer erscheint. aber dann sollten sie einsparbereichne nennen und nicht so nebulos von mangelnder effizienz in vielen bereichen schwafeln.

ein sehr augenfälliges einsparungspotential, der überbordende föderalismus im 8mio-land ö, wird übrigens von der partei des herrn kopf mit zähnen und klauen verteidigt.

der foederalismus alleine ist es nicht sondern wie er aufgesetzt ist

manche dinge wuerden sich im kleinen leichter regeln lassen manchr dinge im grossen

nur so wie es bei uns ist das der bund die steuern einhebt und die lsndesfuersten und buergermeister die kohle verfeuern , das kann zu keiner effizienz fuehren

mehr tranparenz fuer den buerger wer gibt wieviel fuer was aus waere schon mal interessant , da geben sich uebrgens rote wie schwarze die klinke in die hand

achso?...

...was hab ich denn für eine ideologie? ;)...ein sklave kriegt nicht nix, sondern wird halt gerade so am leben gehalten, dass er noch arbeiten kann...ganz so ist es heute nicht, aber es gibt sicher einige, die ihr leben als sklaverei bezeichnen würden...btw. bringts niemandem was hier jetzt über definitionen zu streiten...die botschaft die kopf vermitteln wollte ist klar --> die steuern sind zu hoch...
keiner sagt was von steuern abschaffen, sozialstaat abschaffen etc. was misik hier reininterpretiert...einsparungspotential gibts überall und das würd auch die paar 100 zeichen hier sprengen...das fängt an von industrieförderungen, arbeitslosengeld neben schwarzerwerb, verkürzung von asylverfahren, blablabla...aber darum gehts hier nicht

nein, würd ich nicht so sehen

kopf hat wieder einmal das alte pseudo-argument vom moloch staat gebracht, der uns 46% von unserem hart erarbeiteten einkommen abknöpft und wie zufällig darauf vergessen, zu erwähnen dass diesen einnahmen auch leistungen gegenüberstehen. und darauf angesprochen eiert er dann herum anstatt konkrete einsparungsziele zu nennen.

effizienzgewinne sind leicht zu argumentieren, aber hart zu finden. wenn sie industrieförderungen sparen wollen haben sie eine starke lobby gegen sich und sie müssen die sinnlosen von den nötigen klar trennen können.

und das einsparungspotential kürzerer asylverfahren liegt unter der wahrnehmbarkeitsgrenze, das ist nur fremdenfeindlicher populismus.

die potentiale...

...zu finden ist nicht schwer...was du meinst, ist, es ist die einsparung durchzusetzen...freilich...am besten wärs gewesen, das zeug erst gar nie so ausufernd einzuführen...aber des ist der spö sowiso egal...die setzt eher auf weitere steuererhöhungen...
was jetzt allerdings an schnelleren asylverfahren fremdenfeindlich und populistisch sein soll, ist mir unklar...schnellere verfahren fordern sogar ngo's?!?!

weil die regierung das budget sanieren will und dafür milliarden brauchen wird. wieviel milliarden glauben sie können durch schnellere asylverfahren eingespart werden? wenn sie unter drei vorschlägen für einsparungen schon mit solchen kinkerlitzchen daherkommen müssen, wird das nichts.

detto übrigens die schwarzarbeitenden arbeitslosengeldbezieher. die sind freilich ärgerlich, aber da kommen auch keine 100 millionen zusammen.

sie müssen schon was größeres finden, zB bundesstaatsreform, krankenkassenausgaben, wohnbauförderungen.

das war eher so gedacht...

...dass ich möglichst bunt gewürfelte einsparungsmasnahmen angebe...bei schwarzarbeit sind allerdings deutlich mehr als 100 millionen drin...aber wie gesagt...darum gehts einfach nicht...es geht um die schlicht sa*dumme art und weise, wie misik hier verallgemeinert und nicht, was ich alles einsparen würde

jein

bei schwarzarbeit gibt es sicher großes potential - aber nicht einsparungen, sondern einnahmen. wenn nämlich alle schwarzarbeiter brav ihre steuern und abgaben abführen würden, wäre dem staat wirklich geholfen.

das einsparpotential, dass sie angeführt haben, also schwarzarbeitende arbeitslose, ist hingegen nicht so prächtig: wir haben trotz der krise eine arbeitslosenquote von 4%. nehmen wir pessimistischerweise an ein viertel davon geht schwarzarbeiten, dann könnten wir also die lohnsteuereinnahmen um 1% erhöhen und die ausgaben für arbeitslose um 25% senken. dafür müssten wir aber auch einen wesentlich höheren überwachungsaufwand treiben, der natürlich auch wieder kostet.

Dafür müsste man allerdings mehr Geld, sprich mehr Personal, investieren und nicht weniger!

es gibt...

...so ein phänomen, dass behörden etc. bei überlastung noch deutlich langsamer werden als üblich, dh. trotz weniger personal pro fall höhere kosten anfallen

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