USA stellen Steuerhinterzieher an Internetpranger

1. August 2010, 11:47

Namen von verurteilten Kunden der Schweizer Großbank UBS veröffentlicht

Die amerikanische Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) veröffentlicht im Internet die Namen von wegen Steuerhinterziehung verurteilten Kunden der Schweizer Großbank UBS. Derzeit stehen 17 Personen auf der Liste, deren Existenz die "NZZ am Sonntag" publik gemacht hat. Nebst dem Namen der UBS-Kunden sind auf der IRS-Homepage auch die Höhe der von den US-Behörden versteckten Geldsumme sowie die Strafe für das Delikt aufgeführt. Ein Blick in die Liste zeigt, dass alle Verurteilten mindestens 1 Mio. Dollar vor dem Fiskus verborgen hatten.

Hausarrest und Gefängnisstrafen

Für die Verurteilen setzt es gemäß den im Internet veröffentlichten Informationen happige Strafen. Nebst Strafzahlungen, die in einem Fall höher als 20 Mio. Dollar (15,4 Mio. Euro) ausfiel, wurden die strafbaren UBS-Kunden auch zu Hausarresten und unbedingten Gefängnisstrafen verurteilt. Aus den Informationen geht auch hervor, dass die aktuellsten der publik gemachten Verurteilungen aufgrund der Daten der UBS zustande kamen, deren Herausgabe an die USA die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) im Februar 2009 angeordnet hatte. Die Preisgabe der Daten von 300 Kunden war damals Bestandteil einer Einigung zwischen der UBS und den US-Behörden, mit welcher damals eine Strafanzeige gegen die UBS hatte verhindert werden können.

Herausgabe von Namen

Im August letzten Jahres wurde den US-Behörden in einem Staatsvertrag dann die Herausgabe weiterer Namen von mutmaßlichen Steuerhinterziehern und -betrügern in Aussicht gestellt. Die Schweiz verpflichtete sich, in 4.450 Fällen Amtshilfe zu leisten. Wegen fehlender Rechtsgrundlagen blockierte das Bundesverwaltungsgericht indes die Herausgabe. Erst vor gut zwei Wochen, nachdem das eidgenössische Parlament in der Sommersession dem Staatsvertrag zugestimmt hatte, gab das Gericht in einem Pilotentscheid grünes Licht für die Datenlieferungen.

2.500 Datensätze ausgeliefert

Rund 2.500 Datensätze von ehemaligen UBS-Kunden wurden inzwischen bereits ausgeliefert. Weitere 950 Datensätze sind bereits aufbereitet, allerdings laufen die Beschwerdefristen bei diesen Fällen noch. 700 Dossiers werden derzeit von der Eidgenössische Steuerverwaltung noch bearbeitet. Gemäß Vertrag bleibt für die Bearbeitung der restlichen Daten bis zum 26. August Zeit. (APA)

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UBS

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16 Postings
DocSnyder
 
00
was ist jetzte eigentlich...

..mit den daten die auf der Steuerirgendwas CD drauf waren die unsere regierung eigentlich gar nicht wollte dann aber doch aufgezwungen bekam ?
kann man das irgendw nachverfolgen oder weden da e einfach dei freunderl geschützt ?

Mahatma Mahatmaned
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Die IRS, ist das nicht die Organisation, die Geld eintreibt, obwohl sie das gar nicht rechtlich dürfte und trotzdem die Macht hat das zu tun.

Ava Tar
00

Doch, legale Steuern dürfte sie eintreiben, sie treibt jedoch auch illegale Steuern ein wie etwa die federal income tax, die es formal gar nicht geben dürfte

Der richtige Weg wäre es, die Einkommenssteuer auf Bundesstaatenebene einzuheben und im Rahmen eines Finanzausgleichs an den Bund abzuführen

Es wird damit aber nicht der Staatsbürger in seinen Rechten verletzt, sondern die Bundesstaaten

Für den Staatsbürger käme es auf dasselbe hinaus.

Neuer Nick neues Glück
00

Ganz so einfach wie in diversen Dokus dargestellt ist es dann doch nicht...

W. Müller
 
09
Das wär' bei uns ein 'who-is-who'.

The Godfather
42

Nun mal ehrlich, Steuerhinterzieher sind auch Schwarzarbeiter.

Wer nun mehr Geld zum Ausgeben hat gibt es wohl auch aus und kurbelt damit wohl die Wirtschaftsnachfrage an.

Wobei wenn das Geld dem Staat uebergeben wird dann gibt der das Geld nach eigenen Interessen aus. Zum Beispiel fuer Beamte und das Volk hat genau gar nichts davon.

Es ist also in erster Linie auch eine Frage wieviel hinterzogen wird. Das System ist ohnehin kaputt ohne Aussicht auf Besserung. Solange die Politiker kein funktionierendes System bzw. keine Besserstellung der arbeitenden gewaehrleisten kann ist Steuerhinterziehung legitim.

Warum sollten sich Leute mit geringem Einkommen nichts verdienen duerfen? Das Leben ist teuer geworden.

The Godfather
05

Haider, Grasser haben's doch vorgemacht wieviel vertrauen man in die Politiker und das System haben darf :-)

Mathias
 
00
ja, aber das sind keine Beamten!

DEN Unterschied sollten Sie kennen!

mulligan1
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die namen einiger unserer großen steuerhinterzieher im dunstkreis eines ehemaligen finanzministers stehen zwar auch im internet,

es hat aber weiter keine folgen für diese "herren".......
that´s part of the game in austria.

unguat
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bissl mittelalterlich

Redwraithvienna
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aber effektiv ...

gerade in diesen kreisen ist die angst vor öffentlicher blosstellung schlimmer als die strafe ... und sei die noch so hoch.

Heavyweather
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Bei uns heissen die Besserverdiener.

Hugo Wiesinger
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Steuerhinterziehung

ist ein "Verbrechen" an allen Bürgern und deshalb kein Kavaliersdelikt.

Simplicius Simplicissimus
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meiner Meinung nach ...

... nicht mehr Verbrechen als Steuergeldverschwendung und Verfassungsbrüche der Regierung. Wir werden ja sehen, was am 9. Dezember
auf uns losgelassen wird. Ich werde ganz einfach weniger arbeiten und statt dessen Bergsteigen fahren.

t 3
 
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das gilt selbstverständlich für österreich

nicht.

da wird die cd mit den steuersünder-daten in der mikrowelle abgespielt, frei nach dem motto "eine krähe hackt der anderen..."; wobei im vergleich zu unserer politikerkaste spielen krähen in einer ganz anderen liga: diese tiere sind nämlich sehr sozial und hochintelligent...

g_icebear
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Wäre ein Modell für uns,

aber für die betreffende(n) Person(en) gilt wahrscheinlich die "Unschuldsvermutung"!

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