Onlinegames: "Farmville"-Modell im Vormarsch

1. August 2010, 10:58
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Spiele werden kostenfrei - Finanzierung über Verkauf virtueller Güter

Immer mehr Anbieter von Onlinespielen machen ihre Games gratis verfügbar. Dieses Businessmodell, das vor allem durch Facebook-basierte Spiele wie Farmville Bekanntheit erlangte, soll bisher kostenpflichtigen Angeboten neuen Antrieb und neue Kunden verschaffen. Spielgiganten wie Sony und Warner Bros. planen, ihre Game-Flaggschiffe "EverQuest II" und "Lord of the Rings Online" ebenfalls nach diesem Modell zu vermarkten.

Zahlen für virtuelle Güter

Anstatt einer monatlichen Nutzungsgebühr verdienen bei diesem Vermarktungsmodell die Unternehmen am Verkauf von virtuellen Gütern, die den Käufern einen spielerischen Vorteil verschaffen. Bisher kosteten die beiden beliebten Spiele rund 15 Dollar im Monats-Abo. Von nun an sollen Spieler zwischen zwei Varianten wählen können. Entweder sie spielen weiter wie bisher und erhalten dadurch spezielle Güter oder sie steigen auf die Gratisversion um und müssen, falls sie es wünschen, für diese Spezialgegenstände extra bezahlen.

Asiatisches Modell sorgt für Rekordumsätze

Die Idee, dieses Businessmodell für Onlinegames anzuwenden, stammt ursprünglich aus Asien, wo sich Spieleentwickler so gegen die überhandnehmende Softwarepiraterie zur Wehr setzen. Warner Bros. hat die Strategie im Vorjahr mit seinem Spiel "Dungeons and Dragons: Eberron Unlimited" übernommen und konnte dadurch sowohl die Umsätze als auch die Nutzerzahlen dieses Titels verbessern.

Milliarden-Markt

Laut Berechnungen der Marktforschungsfirma ThinkEquityLCC wird sich im laufenden Jahr der Markt von Virtual Goods alleine in den USA auf rund 1,7 Mrd. Dollar belaufen. Im Gegensatz dazu kämpfen die Spielefirmen mit einem 15-prozentigen Umsatzminus im Ladenverkauf. (pte)

 

  • Geschäftsmodell: Farmville als Vorbild für neue Online-Games
    foto: farmville.com

    Geschäftsmodell: Farmville als Vorbild für neue Online-Games

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