Wohnhaus eingestürzt

01. August 2010 08:27
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    Foto: apa/hochmuth

    Eine Hälfte des Hauses blieb stehen.

Keine Verletzten - Teil des Gebäudes eingestürzt, Rest intakt - Gebäude grenzte an Baugrube

Wien - Mit lautem Getöse ist am Samstagnachmittag in Wien-Penzing ein Teil eines Wohnhauses eingestürzt. Die andere Hälfte des Gebäudes blieb intakt. Nach Angaben der Feuerwehr gab es keine Verletzten. Die Ursache für den Vorfall steht noch nicht fest, erklärte Feuerwehr-Einsatzleiter Peter Schimanek der APA. Auch die U-Bahnlinie U3 könnte vom Hauseinsturz betroffen sein: Bei einer Begehung der Tunnelröhre - diese befindet sich etwa drei Meter unter dem Schauplatz - wurden neue Risse entdeckt.

Der Zwischenfall ereignete sich gegen 15.45 Uhr in der Kendlerstraße. Laut Schimanek befanden sich im zweistöckigen Vorkriegsbau zwei Wohnungen. Ob beide bewohnt waren, sei unklar. Zum Zeitpunkt des Vorfalls sei niemand im Haus gewesen. Eine ältere Bewohnerin soll ihre Wohnung kurz vor dem Einsturz verlassen haben, weil sie ins Spital musste.

Baugrube in der Nachbarschaft

Die beschädigte Gebäudeseite grenzte direkt an eine Baugrube. Ob diese den Einsturz verursacht hatte, sei unklar. In den letzten Tagen waren dort Arbeiten am Fundament für einen Neubau durchgeführt worden, erklärte die Feuerwehr. Während die Einsatzkräfte Sicherungsarbeiten am Haus durchführten, bröckelte ein weiterer Teil der Seitenwand ab. Für die rund 30 Feuerwehrmänner bestand aber keine Gefahr. Das Haus bleibt gesperrt.

Durch die Erschütterungen wurde auch das gegenüberliegende Gebäude beschädigt. Die Stiegen hatten sich gelockert und mussten von der Feuerwehr mit Holz gestützt werden. Eine Evakuierung des Baus sei aber nicht nötig gewesen.

Risse in der U3-Tunnelröhre

Der Einsturz eines Teils eines dreigeschossigen Wohnhauses in Wien-Penzing am Samstag hat Auswirkungen auf die U3: Nachdem Risse in dem nur drei Meter unter dem Gebäude verlaufenden U-Bahn-Tunnel konstatiert wurden, sind die Züge in dem Bereich - zwischen der Station Kendlerstraße und der Endstelle Ottakring - vorläufig nur mit 25 km/h unterwegs. Darauf wiesen die Wiener Linien am Sonntag hin.

Die Maßnahme sei aus Sicherheitsgründen getroffen worden, um Vibrationen möglichst gering zu halten, hieß es in einer Aussendung. Am Sonntag ab 22.00 Uhr soll die Tunnelröhre noch einmal von Technikern untersucht werden. Deshalb wird zu dieser Zeit ein Gleiswechselbetrieb eingerichtet. (APA)

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Sisu
14.08.2010 18:28
...und das naechste moegliche objekt...

steht in der kuefsteingasse/sampogasse.
dieses objekt (gruenderzeithaus) wird seit ca 2jahren "ruiniert". ein wunder, dass zuerst das haus kendlerstrasse eingestuerzt ist.
gratuliere jenen, die soetwas befuerworten, tatenlos zusehen und die anrainer, mieter des hauses und so weiter, damit ignorieren und haengen lassen. klare aufforderung: handeln und das haus, die menschen schuetzen! was muss noch passieren? was?

Quatremère
01.08.2010 20:27
eine hälfte des hauses blieb stehen

die bildunterschrift ist falsch. aus dem text geht hervor dass es nur die hälfte der hälfte ist, die noch steht. und ob da noch was gerettet wird ist mehr als fraglich

iohui
01.08.2010 17:53
ich würd ja mit der renovierung warten bis am benachbarten neubau die dachpappe fertig geflämmt ist.

sonst gibts auch noch einen brandschaden.

Horstl 99
01.08.2010 15:49

Die Frau ist eine halbe Stunde vorher ins Krankenhaus gebracht worden. Also das ist ja wie aus einem Film. Ob man es ihr schon erzählt hat? Ui ui ui.

-Lucien-
01.08.2010 15:15

da zeigt sich mal wieder: Sozialisten können nicht bauen!

Wunderbare Welt
 
01.08.2010 14:14
das baufirmen........

hierzustadt oft unfähig und korrupt sind ist kein geheimnis mehr, darum gibt es zwei möglichkeiten.

entweder sie waren unfähig beim ausheben der baugrube oder das nebenhaus sollte einstürzen denn was verdient man denn schon mit so einem alten haus wenn ein neues schiaches viel mehr mieter haben könnte.....

CR84
01.08.2010 13:19

die wiener baufirmen und ihre kompetenten mitarbeiter...

Def. Izit
01.08.2010 13:11
Bled fia de Baupolizei!

Die müssten beim Bebauen des Nachbargrundstückes entsprechende Sicherungsmaßnahmen vorschreiben.

Aber bei den Eintrittsgehältern, die die "Gmoa" heute zahlt, sitzen dort schon viele "Nieten" herum. Die, die etwas "draufhaben" sitzen mit guten A-Gehältern binnen 1-2 Jahren bei Strabag, Alpine, Porr und Co.

torch
 
01.08.2010 14:33
Net bled fia de Baupolizei!

.
Die deligiert die Sache fallweise per Bescheid an den zu bestellenden Prüfingenieur, für den sieht das nicht gut aus ...

RoJa
 
01.08.2010 18:51
zu: torch // Na jo, zwischen ausführender Firma und Ingenieursbüro liegen „auffassungsmäßig“ oft Welten! Wissen wir beide natürlich lieber torch, - oder? Wichtig ist in erster Linie:

a.) Was der Statiker für Auflagen bzw. zur Grundstützung /Sicherung der Mauer in Auftrag gab.
(Grund- Pfahl- & Sonderbau / Hausstützung bzw. Unterfangungen & Fundamentüberprüfungen, allfälligen unbewußten Unterminierungen durch Leitungen etc./daher auch Untergrundsummenplan lesen // muss durch den Bau der U3 bzw. in Wien durch Gasleitungen sowieso aufliegen..)

sowie

b.) Regelmäßige Baubegehungen und Kernbohrungen der Unterfangungen (Ges. vorgeschrieben, - nachprüfen.)

P.S.: In der Haut des Bauleiters sowie des Prüfingenieurs (ZT) möchte ich jetzt trotzdem nicht stecken….

MfG. RoJa

torch
 
01.08.2010 22:21

Wollen wir doch auch den Bauführer da nicht ganz vergessen, der steht auch noch in der Verantwortung.

Die Sollbruchstelle hat übrigens ausgezeichnet funktioniert. Der Dachstuhl hat ziemlich gut standgehalten, jedoch die Dippelbaumdecke hat sich über Gebühr verabschiedet.

[... ein wenig peinlich, aber die MA37 delegiert ...]

Cpt. Bligh
01.08.2010 12:27
hmm

leider steht nichts im artikel, ob das gebäude vorher unterfangen wurde, bzw. ob eine ausreichend steife stützkonstruktion (rückverankert) zur baugrubensicherung eingesetzt wurde. somit kann aus der ferne nur spekuliert werden.

torch
 
01.08.2010 12:46

Der Unterfangung muss der Eigentümer zustimmen, ebenso einem Setzen von (auch ziehbaren) Erdankern.

Eine ausreichende Stützkonstruktion, abschnittsweise Ausführung etc. hingegen sind teuer da mit Mehraufwand verbunden...

grenzneutral
01.08.2010 11:15
und schon wieder eine baustelle vor dem haus! kommt mir bekannt vor!

HighFly2
01.08.2010 10:50
Wien ist ein komisches Pflaster

Da stürzen Häuser wie Spielkartengebilde in Baugruben (wo nicht?)....
Da verschwinden ausgewachsene Bäume am Ring in Löchern (sonst auch noch wo?)....
Da entpuppen sich denkmalgeschützte Hausfassaden nicht als massive Ziegelmauern sondern als potemkinsche Gebilde - und stürzen ein (erinnert man sich noch?)....
Aber es war ja auch in Wien, als am 1.8.1976 - welch Zufall! - eine Donaubrücke beschloß, ein Dauerbad im Fluß zu nehmen (am gleichen Tag übrigens verunfallte N.Lauda am Nürburgring - aber das war eine andere Geschichte)....
...
ein komisches Pflaster, diese Stadt...

xxhour666
01.08.2010 14:22

In Köln? hat sich eine ganze Bibliothek mitsamt wertvoller Werke auf in den Untergrund gemacht.

Harry Y.
 
01.08.2010 14:02
Halt

do is a Spalt
Paßt's auf dass kaner einefallt

(Der Ambros is auch so einer)

Mittagspausentripper
01.08.2010 11:23

das ist meist, aber nicht nur ein urbanes Problem (München, Chile), geschieht selbiges in freier Natur, fehlt der Aufmerksamkeitsgrad

dasGrausen
01.08.2010 11:47

wien ist..
DIE STADT DER RAKETENWÜRMER

Mittagspausentripper
01.08.2010 19:19

so kann man die Ubahn einfach auch beschreiben

kipfal
01.08.2010 10:31

so wie das auf dem foto aussieht, war die baugrube ja wirklich direkt am haus. wie kommen die leute auf so eine idee, das KANN ja nur schiefgehen!

torch
 
01.08.2010 11:34

Eine kleine Recherche ergibt, dass es sich vermutlich um 1140 Kendlerstraße 27 handelt, da stand Objekt ON 29 in gekuppelter Bauweise als ein weiteres jedoch gegengleiches Objekt Feuermauer an Feuermauer.

http://www.wien.gv.at/flaechenw... dresssuche

bzw. Google Maps und jeweils die Adressangabe führen Sie zum vermuteten Ort des Geschehens.

unterwegs in Österreich
01.08.2010 13:59
Bessere Aufnahmen als Google liefert für Wien

http://www.wien.gv.at/stadtplan und dort auf Orthofoto.

unterwegs in Österreich
01.08.2010 14:02
Sorry - heißt jetzt Luftbild, nicht Orthofoto

torch
 
01.08.2010 14:38

Luftbild kann ein Orthophoto eines Bildfluges sein, muss es aber nicht, ist in diesem Zusammenhang auch nicht wesentlich.

Aber wir können froh sein, dass es diese Möglichkeiten der Recherche heute gibt und Wien ist in diesem Zusammenhang vor den Vorhang zu bitten.
Es ist eine höchst anerkennenswerte Leistung über diese Tools verfügen zu können.

Bei aller Kritik Wien, das ist eine Vorzeigeleistung, die klar hervorzuheben ist.

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