Dokumente

Deutschland an Tötung von Taliban-Kommandanten beteiligt

31. Juli 2010 17:35

Gezielte Tötung auf Basis deutscher Informationen - Dokumente auf Wikileaks mit Bezug auf US-Task Force 373

Berlin - US-Elitesoldaten haben nach einem Medienbericht mindestens einen Taliban-Kommandanten in Afghanistan mit Hilfe deutscher Informationen gezielt getötet. Die Bundeswehr habe Qari Bashir 2009 zur Gefangennahme auf die NATO-Fahndungsliste gesetzt, berichtet das Magazin "Der Spiegel". Der Mann sei dann im November 2009 bei einer mehrtägigen Operation nordwestlich von Kunduz von US-Spezialkräften getötet worden. Bashir habe rund 50 Kämpfer unter seinem Befehl gehabt.

Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums wollte den Bericht am Samstag nicht kommentieren und verwies auf die Äußerungen der Regierung vom vergangenen Mittwoch in Berlin. Da hatte ein Sprecher von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eingeräumt, dass deutsche Soldaten an der Erstellung von NATO-Fahndungslisten beteiligt sind, die in Operationen der NATO-Truppe ISAF - möglicherweise mit gezielten Tötungsabsichten - münden können. Deutschland selbst schreibe die Personen nur zur Gefangennahme aus.

13 Personen auf der Liste

Laut dem "Spiegel" haben die Deutschen mindestens 13 Personen auf die Liste setzen lassen. Davon seien zwei wegen fehlender neuer Hinweise wieder gestrichen worden - zwei weitere seien festgenommen worden. "Insgesamt stehen aktuell noch sieben von Deutschland nominierte Taliban auf der NATO-Liste", berichtet das Magazin. Darunter sei auch Abdul Rahman, der Anfang September nahe Kunduz die Entführung zweier Lastwagen angezettelt habe, die dann auf deutsche Anforderung hin bombardiert worden seien. Bei dem Luftschlag waren bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden, darunter viele Zivilisten.

Das Magazin bezog sich bei seiner Berichterstattung auf die überwiegend geheimen US-Dokumente zum Afghanistan-Einsatz, die kürzlich auf der Website Wikileaks im Internet veröffentlicht worden waren. Sie enthalten auch Informationen über die US-Task-Force 373, der im Einzelfall die gezielte Tötung von Taliban erlaubt sein soll. Die Task Force ist im deutschen Feldlager in Mazar-i-Sharif und damit im deutschen Zuständigkeitsgebiet des internationalen ISAF-Einsatzes stationiert. (APA/dpa)

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wero2
26.08.2010 17:37
umgekehrt würds mich wundern

deutsche retten den taliban-führer.

der kommisarbefehl soll relativ schnell wieder verschwunden sein. die haben schlichtweg kaum mehr welche gefangen.

Fritz Wunderlich
01.08.2010 19:42

anscheinend entspricht die kultur des nasenabschneidens den forumsbarbaren hier
http://www.time.com/time/cove... 09,00.html

Franz Klug
01.08.2010 18:31
Dieser Tötungsauftrag/Jagdliste erinnert fatal an Hitlers

Kommissartötungsbefehl beim Vernichtungskrieg der deutschen Armee im Osten. Auf Grund dieses Befehls wurden politische Kommissare einfach umgebracht. In der Wehrmacht wurde der mörderische Befehl mit dem Argument verteidigt: es muss eine Weltanschauung ausgerottet werden.
Manche Poster hier sind anscheinend auch der Meinung: Nur ein toter Taliban ist ein guter Taliban: daher abknallen, ganz gleich wie!
Nütürlich gehören die Taliban bekämpft und im Rahmen von Kampfhandlungen kann es auch immer Tote geben.
Aber die Armee eines demokratischen Rechtstaates darf nicht Tötungslisten anlegen und illegal töten.
Die Gleichung Taliban töten, daher töten auch wir, also Blutrache, kann nie und nimmer der Auftrag einer demokratischen Armee sein.

travis1
13.08.2010 11:10

es handelt sich um Fahndungslisten und nicht um "Tötungslisten".

wero2
26.08.2010 17:39
wo, ausser den buchstaben ist ein untersschied

zumindest in afganistan.

Ein Troll
01.08.2010 19:50
Der Kommissarbefehl

und dessen Anwendung, hat auch einigen Angeklagten in Nürnberg den Tod gebracht.

Ich glaube sogar hohe Militärs in irgendeinem Oberkommando wurden deswegen per Strick ins Jenseits befördert.

Andere Zeiten, andere Sichtweisen. Deutschland lässt sich hier einfach vor den amerikanischen Karren spannen und trägt Dinge mit, die völlig seinem bisherigen Rechtsverständnis widersprechen.

Wenn man sich aber anschaut, wie ähnliche Tötungen der Israelis, zB im Standard gut geheißen werden, ja wörtlich sogar als völlig legitim erklärt werden, wundert einen nichts mehr.

Fritz Wunderlich
01.08.2010 19:32

nun, wenn sie so alt sein sollten, ist es schon klar, dass sie sich nicht mehr auskennen und das verwechseln
gegen eine terrororganisation sind völkerrechtlich mehr mittel erlaubt als gegen eine reguläre armee

und dass sie den vergleich usa-nazis ziehen, wollen wir auch ihrer altersschwäche zuschreiben

Franz Klug
01.08.2010 20:16
Sie sind mir aber ein Wunderlicher!

Aus der Geschichte sollten wir lernen. Auch aus der Kriegsgeschichte! Und Kriegsverbrechen a la Nazis, al la USA in Vietnam sollten wir nicht wiederholen!
Wo steht im Völkerrecht, dass gegen Terrororganisationen gezielte Tötungsschüsse erlaubt sind ?
Nach Ihrer Meinung hätte man ja alle Terrororganisationen in Europa z.B. Basken und IRA mit gezielten Tötungsschüsse erledigen können. Hat man aber nicht gemacht, es gab zwar Folterungen, aber nicht ein gezieltes Umbringen, da man doch gewisse mühsam erkämpfte zivilisatorische Rechtsstandards bewahren wollte.
Aber bei Ihnen erwacht anscheinend das Tier im Mann und Sie vertreten die These Blut muss mit Blut gerächt werden. Die Meinung kann man als Barbar haben.
Ich habe Sie nicht!

wero2
26.08.2010 17:46
an Franz Klug

ich lap den wunderlichen mal auf der seite.

aber in frankreich sollen polizisten dutzende bürger (in den 68igern) in der seine ersäuft haben.

Fritz Wunderlich
02.08.2010 13:06

sie haben wallungen, schonen sie sich

Franz Klug
01.08.2010 15:17
Dieser Tötungsbefehl/Jagdliste erinnert in schlimmer Weise

an Hitlers Kommissarbefehl vom 6. Juni 1941, der verlangte, dass politische Kommissare der russischen Armee zu töten seien. Also ein Tötungsauftrag wie jetzt bei den Talibans.
Felix Römer konnte nachweisen, dass auf Grund dieses Befehls mindestens 3430 Kommissare ermordet wurden.
Im Heer wurde dann argumentiert, dass dieser Befehl befolgt werden muss, weil es darum geht eine Weltanschauung auszurotten.
Wenn ich einige Postings hier lese, die auch argumentieren, dass die Talibans ausgerottet gehören, ganz gleich wie, dann läufts mir kalt über den Rücken.
Nein, wie Rosa Parks postete, Armeen demokratischer Rechtsstaaten können sicher im Kampf töten, aber sie haben kein Recht auf Kriegsverbrechen, auf Jagd- und Tötungslisten.

bixente uhudla
 
01.08.2010 15:15

skandal:neues formular der deutschen bundeswehr aufgetaucht....

sehr geehreter herr taliban kommandant!

wie sie vielleicht selbst schon bemerkt haben,befinden sich unsere und ihr streitkräfte zur zeit in einem krieg.im zuge dieser kampfhandlungen würden wir sie gerne erschiessen.wenn sie da nichts dagegen haben und morgen um xx:xx uhr dafür zeit hätten,würden wir diese aktion gerne durchführen,falls das nicht in ihrem sinne ist,bitten sie wir,uns das rechtzeitig mitzuteilen und wir werden die entsprechende aktion wieder abblasen.für sonstige wünsche anregungen und beschwerden stehen wir ihnen weiterhin gerne zur verfügung.
mfg,ihre deutsche bundeswehr

Der feine Herr
01.08.2010 15:08

Völkerrechtlich gedeckt und es trifft nicht den falschen.

Wo liegt das Problem?

wero2
26.08.2010 17:53
jawolle

ab dem alter von 9 jahren verdächtige ich auch alle der mitgliedschaft von terrororganisatoren,...
bin aber auch bereit über menschen die älter als 9 monate sind zu diskutieren. terrorverdacht

klar aus der atlantisgeschichte entnehmbar.

Deus Ex Coquina
 
01.08.2010 14:14

Und?

steppenwolf51
01.08.2010 12:43
Zumindest sind nicht alle deutschen Politiker mit diesen Verbrechen einverstanden!

"Berlins Innensenator kritisiert Afghanistan-Einsatz scharf
Hamburg - Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat den Militäreinsatz in Afghanistan scharf kritisiert: Dieser Einsatz diene "weder der hiesigen Sicherheit, noch stabilisiert er dauerhaft die Sicherheit der Region"Die Besatzer würden "tagtäglich den Stolz der Afghanen verletzen, die sich fremdbestimmt fühlen". Man würde zudem Gründe für den Widerstand der Taliban liefern. Körting plädiert deshalb für eine Rückzugsplanung unabhängig davon, ob die früher benannten Ziele des Einsatzes erreicht sind."

http://www.spiegel.de/politik/a... 26,00.html

Agnostiker1
01.08.2010 15:25
Der Herr Körting sollte sich mit seinen Berliner Problemen....

..beschäftigen. Da hat er genügend zu tun. Und der solle nicht vergessen, dass es unter der Federführung seiner Partei den Afghanistan Einsatz-Befehl gab. Das sind wohlfeile und opportunistische Reden, um von seinen eigenen Problemen abzulenken. Er wäre gut beraten, sich um die Sicherheit in der Region Belin etwa um den 1. Mai herum zu befassen. Da herrscht in Berlin ein Chaos, das er zu verantworten hat.

rough_rider
01.08.2010 15:19

sind sie mit den verbrechen, welche die taliban tag täglich in afghanistan begehen, einverstanden?

immer schön links abbiegen ohne nachzudenken...

bixente uhudla
 
01.08.2010 16:28

wer mit den taliban sympathisiert kann kein linker sein...

manfred maier
manfred maier
01.08.2010 12:29
deutschland und die auftragsmorde......

....nicht nur sind über 300 US killer seit 2009 "gäste" im deutschen, nein...offenbar haben sich diese vorbelasteten "friedensverbreiter" fern der heimat nicht nur mit zivilisten massakrieren besudelt, sondern auch an der verübung von auftragsmorden beteiligt.
wird zeit für ein nürnberg II....damit auch den härtesten realitätsverweigeren bewusst wird, dass angriffskrieger und terrorbesatzer sich bei ihren verbrechen NICHT auf die berühmte demokratie, freiheit udn gar noch menschnrechte berufen können.
urteilt sie ab..hängt sie auf!

Fritz Wunderlich
01.08.2010 19:38

schon erstaunlich, wie krank linksextreme denken, aber schon die achtundsechziger haben die usa mit dem dritten reich ihrer väter gleichgesetzt
einigen ist später aufgegangen, wie blöde und gemein sie waren, in ihrer vermeintlichen hellsichtigen reinheit, aber nicht vielen

manfred maier
manfred maier
03.08.2010 12:12
das thema vorsätzliche morde.....

....foltern, entführen und weltweiten US zterror verüben ist ihnen kein wort wert?
woran dies wohl liegen könnte, wunderlicher wunderlich?

Agnostiker1
01.08.2010 15:30
Sie krtisieren ohne rechtliche Kenntnisse die angeblichen....

..Massenmorde. Und berufen sich auf die Menschenrechte. Dass Sie von beidem keine Ahnung haben, beweisen Sie durch Ihre dümmliche Forderung nach dem "aufhängen".

manfred maier
manfred maier
03.08.2010 12:15
"Sie krtisieren ohne rechtliche Kenntnisse...."

...na, dann klären sie plaudertasche die leserschaft doch auf, WAS einen angeblich demokratischen staat, welcher int. recht und menschenrechte - ebenfalls angeblich - achtet, berechtigt weltweit auftragsmörder einzusetzen welche willkürliche todeslisten "abarbeiten" und bei dieser "arbeit" gerne auch einmal einige frauen und kinder als "kollateralschaden" massakriert hinterlassen.
d..mes geschwätz ihrer sorte läuft bis dato NICHT unter diskussionsbeitrag.

steppenwolf51
01.08.2010 11:09

Das interessante ist das einige Poster sich hier mit Verbrechen gemein machen die in Nürnberg mit dem Tode bestraft wurden und zur Hinrichtung führten. Für mich ein Zeichen das die Nazis genügend Nachwuchs haben.
Mord ist auch dann Mord wenn er einer US-Task Force 373 oder dem Mossad oder einer KSK begangen wird und ich hoffe das die Verantwortlichen dafür auch wie damals in Nürnberg vor Gericht gestellt und abgeurteilt werden.

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