Läuten E-Books Ende des Taschenbuchs ein?

31. Juli 2010 11:18
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    Ein Lieblingstaschenbuch der WebStandard-Redaktion

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    Der neue Kindle

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Amazon-CEO Bezos über enorme Verkaufszahlen erstaunt - Zeit für farbige E-Books noch nicht reif

Schon 2011 wird Amazon in den USA mehr elektronische Bücher als Taschenbücher verkaufen. Diese Prognose wagt Amazon-CEO Jeff Bezos, der sich in einem Interview mit USA Today erstaunt über die jüngste Entwicklung zeigt. Zusätzlich angekurbelt wird das Geschäft mit den digitalen Büchern durch überarbeitete Versionen des Amazon-eigenen Lesegeräts Kindle. Leichter, schneller und besserer Kontrast lautet die Devise der neuen Geräte - der WebStandard berichtete.

3G-Variante um 190 Euro

Wie Amazon mitteilt, kann der neue Kindle wie schon der Vorgänger nach Europa importiert werden. Inklusive Versand- und Zollgebühren kostet das 3G-fähige Gerät rund 190 Euro. Der abgespeckte, nur WLAN-fähige Kindle kommt auf umgerechnet 146 Euro, jeweils abhängig vom aktuellen Dollar-Tageskurs.

Kostenlos

Die 3G-Verbindung zum Kauf und Synchronisieren von Büchern ist bei der teureren Variante auf der ganzen Welt kostenlos. Rund 420.000, meist englische Bücher, sind für europäische Kunden verfügbar.

Nook

Durch den Markteintritt des Barnes&Nobles-Konkurrenten Nook, aber vor allem auch durch den leistungsstarken iPad war Amazon mit seinem eigenen Reader unter Druck geraten. Bei den neuen Geräten besinnt sich der größte Buchhändler der Welt auf die Kernkompetenz. Statt farbigem LCD-Display und Multimedia-Funktionen bleibt Amazon dem E-Ink-Display treu. Das kleinere Gehäuse bei gleichbleibendem 6-Zoll-Bildschirm sowie das geringe Gewicht von 247 Gramm sind eine direkte Antwort auf Apples Tablet, das in der 3G-Variante fast drei Mal so schwer ist.

Kernkompetenz statt Multimedia-Rausch

Aber auch beim Preis mit 189 und 139 Dollar für die beiden Varianten spielt der Kindle in einer weitaus massentauglicheren Liga als Apples Vielzweckgerät. "Farbe auf dem Kindle wäre eine tolle Sache, wenn es nicht zu Lasten der Lesbarkeit ginge. Ein LCD-Display ist für draußen nicht geschaffen, auch die Akkuproblematik bleibt ungelöst", sieht Amazon-CEO Bezos die Zeit für farbige E-Books noch nicht reif.

"Wenn mehr und mehr Leute online und auf mobilem Weg einkaufen gehen, profitieren wir als Verkaufsplattform davon"

Abgesehen davon sieht sich Amazon ohnehin als Nutznießer des boomenden Tablet-Markts. "Wenn mehr und mehr Leute online und auf mobilem Weg einkaufen gehen, profitieren wir als Verkaufsplattform davon. Was unsere Kindle-Bücher betrifft, sind diese auf sämtlichen Plattformen und Geräten wie auch dem iPad lesbar", meint Bezos.

Geschlossenes System

Den Kritikpunkt, dass Amazon nicht auf den gängigen E-Book-Standard ePub, sondern ein eigenes geschlossenes System setzt, weist der Amazon-CEO zurück. Man wolle Innovationen schnell umsetzen und sich nicht mit einem Dritt-Entwickler-Standard aufhalten. (pte)

 

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Amazon

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Posting 1 bis 25 von 73
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vuvuela
 
18.08.2010 14:03

sony oder kindle, das ist für mich die frage.
hab viele e-books in pdf format auf meinem rechner. kann ich die mit dem reader lesen? wie ist das handling, was passiert mit den farben?
wenn das reibungslos geht, wäre es schon cool in so einem ding ein paar hundert bücher dabei zu haben.
aber für mich entscheiden, ob er genau wie adope reader in grau natürlich die pdf lesen kann?
hat da jemand erfahrung?

Mathias
 
02.08.2010 08:51
Läuten E-Books Ende des Taschenbuchs ein?

Immer diese unsinnigen Fragen. Schon seit Jahrzehnten kommen solche Mutmaßungen daher.

Kassette läutet das Ende der LP ein, CD läutet das Ende der LP ein ... bei den digitalen Audioformaten hielt man sich eigenartigerweise dann doch zurück ..

Bücher wird es noch ewig geben. Weil dort ist wichtig: gekauft ist gekauft, und keiner kann den Inhalt ändern! Bei elektronischen Büchern (E-Books) ist das anders. Wie man zB letztes Jahr bei Amazon sehen konnte (automatische Löschung mancher Bücher).

E-Books werden 100%ig viele Jahre lang noch parallel verkauft werden. Bin mir ziemlich sicher, daß gerade ältere Menschen sich lieber Bücher kaufen. Ist auch irgendwie entspannender, weil da der Akku nie leer werden kann ;-)

Bongo2
02.08.2010 09:14
hängt davon ab

was die heute 5 jährigen verwenden werden. Weil wenn sie schon als 5 jähriger zu Weihnachten ein Kindle geschenkt bekommen werden sie wohl kaum Taschenbücher verwenden.

Gegenflieger
01.08.2010 17:45
Medien zusetzen

Es dürfte eher den Zeitungen zusetzen als den Büchern.
Bücher sieht man gerne als Sammelobjekt.
Während man Zeitungen aus aller Welt auf das E-Book laden und die News vergleichen kann und gleich kommentieren.

gilipollas
01.08.2010 13:54
Läutet der Kasettenrecorder das Ende der LP ein?

jetzt wo man Radiosendungen aufzeichnen kann wird ja wohl niemand mehr Geld für LPs ausgeben

Was war zuerst da - FPOewaehler oder Deixfiguren
01.08.2010 02:20
Erst kommt das papierlose Buero dann das Ende der Taschenbuecher ...

... Es ist wohl ein Zeichen dass man alt wird wenn man mitbekommt wie sich Diskussionen alle paar Jahre wiederholen (Kurze Antwort also : Nein)

Ueberlebenskuenstler
01.08.2010 10:09

Ja, das mit dem papierlosen Büro ist so eine Sache. Ich hab noch nie eines gesehen. Bei den meisten Unternehmen ist der Papierverbrauch sogar höher als vor 10, 20 Jahren.

Lex
01.08.2010 12:36
wobei die Gründe warum das papierlose Büro

noch nicht existent ist:
* FEHLEN eines nutzbaren digitalen Archivsystem
* Weigerung der Mitarbeiter (40+) ihre Mails eben NICHT auszudrucken...

1. ist eine Frage der Zeit
2. auch irgendwie

Mathias
 
02.08.2010 08:54
* FEHLEN eines nutzbaren digitalen Archivsystem

Und wieso ist das so? Alleine sämtliche Dokumente auf .doc sind kaum zu archivieren. Nun archivieren geht schon, nur in 10 Jahren sind die Dokumente kaum mehr zu verwenden, da die neuen Word Versionen große Probleme mit alten Makros haben.

Vielleicht schafft ODF und PDF diese Hürde. Nur da müssen erst mal diese Einbahnstraßen-Strukturen weichen ...

Fleischsack, größtenteils aus Wasser
01.08.2010 12:39

Naja, die Archivierungssysteme gibt es schon, auch von zumindest einem österreichischen Anbieter.

Mit den Mails hast du natürlich Recht. Das ist ziemlich irre, was da abläuft. Da werden auch Dinge wie Drei-Wort-Mails ausgedruckt.

Lex
01.08.2010 12:42
ich meinte mit "fehlen"

das Fehlen im Büro...

existieren tun die systeme aber gekauft und installiert sind sie im typischen office nicht

Captain Smoker
01.08.2010 11:19

Und vor allem die Papierverschwendung steigt stetig.

Van Nelle
01.08.2010 01:09
Alte Diskussion

Ich kann mich erinnern, dass schon in den 80ern diskutiert wurde, ob solche Geräte (die es in einfacher Form schon damals gab) irgendwann Bücher obsolet machen würden. Seither ist das nie eingetreten.
Warum, ist leicht erklärt: Ein Reclamheft braucht man nicht einschalten, es braucht keinen Strom und kein Menü und keine Scrollfunktion, man kann es verbiegen, mit Notizen vollschreiben, man kann es verborgen, verlieren und wieder besorgen, oder zerfleddern, es in die Hosentasche stecken und nach dem Lesen in den Müll schmeißen.

Was soll ich da mit so einem schicken Reader-Tablet-Zeug?

greenling
01.08.2010 09:21
die eReader sind auch nicht vollends ausgereift,

in 2-5 Jahren wird man sie verbiegen können, die Energie wird über Solarzellen gespeist, man kann dann tausende Bücher auf einem Blatt eReader speichern- Notizen wird man sicher auch draufschreiben können - verborgen muss man es nicht, weil jeder eins hat - wird wahrscheinlich teurer werden weil jeder sein eigenes eBook kaufen muss, dafür wird es etliche ältere Bücher gratis geben... denken sie doch ein bisschen weiter, der Kindle sieht mit seinen vielen Tasten noch immer aus wie ein iPod der ersten Generation, und jetzt gibt es schon biegsames "ePaper"

Peter W1
 
02.08.2010 14:54

Kannst dann unverändert nicht liegenlassen, weil es gestohlen wird. Und du kannst Bücher nicht verborgen oder ausleihen. Damit wird es im Alltag schon wieder uninteressant. Ist ein nettes Konzept, aber gegen Bücher hat es jenseits der Fachliteratur aus diesen Gründe keine Chance. Aber im Fachbuchbereich bzw. bei den Zeitungen sicher praktisch.

Menschen sind einfach haptische Wesen. Unverändert werden fast alle Filme auf einem Datenträger gekauft und unverändert werden fast 80% aller Musik auf Datenträgern gekauft. Obwohl es besonders im Musikbereich nun schon seit fast einem Jahrzehnt Konkurrenz gibt.

Wenn du online etwas kaufst bekommst du einfach nichts. Daher wird es als wertlos angesehen und stattdessen meist kopiert.

litera:a
01.08.2010 10:39

:) freu misch schon drauf ... in der zwischenzeit gebe ich mir noch das haptische vergnügen eines buches

krikri
01.08.2010 00:51
augen

ob ein paar stunden e-book lesen so ideal für die augen ist, wage ich zu bezweifeln...

DieFizinuss
01.08.2010 13:24

..wohl deshalb, weil sie sich noch kein stück darüber informiert haben und ganz sicher noch nicht selbst getestet haben -.-

litera:a
01.08.2010 10:41

ob ein bcuh in zu kleiner schrtift lesen gesund für die augen ist? ... es gibt immer etwas auszusetzen, wenn man dagegen ist

und ich kann ja auch weiß auf schwarz machen und nicht wie es meist jetzt üblich ist schwarze schrift auf weißem hintergrund

Sebastian Auinger
31.07.2010 22:44
Bücher werden abgelöst.

Es steht meines Erachtens außer Zweifel, dass Bücher in einigen Bereichen durch solche Reader abgelöst werden. Allerdings ist die Technologie derzeit noch definitiv zu schlecht, aber ich kann mir vorstellen, dass sich das in etwa 5 Jahren ändern wird.

Ein Hauptproblem wird das Urheberrecht darstellen, da Bücher so wie Musik und Filme problemlos kopiert werden können. Wir werden sehen, ob die Buch- und Zeitungsindustrie darauf intelligent und innovativ reagieren wird.

Peter W1
 
31.07.2010 23:59

Absolut falsch. Es werden sogar unverändert mehr Zeitungen verkauft als Newssites gelesen. Und dieses Druckwerk lebt nahezu ausschließlich von der Aktualität.

Es hat noch kein Onlineprodukt ein physisches ersetzt. Das wurde bei Musik behauptet. Und unverändert sind die Downloads im Vergleich zu den CD-Verkäufen mit 20% vernachlässigbar und das Wachstum geht merkbar zurück. Über die Megapleite Onlinefilme reden wir erst gar nicht (selbst die BluRay hat in ihrem ersten wirklich bescheidenen Jahr bereits alle Onlineangebote zusammen überholt). Und Onlinebücher sind ein nette Ergänzung für Fachbücher. Aber gegenüber Taschenbüchern bieten sie keinen realen Vorteil.

greenling
31.07.2010 22:35
Leider ja,

alle die denken, dass das Buch schon nicht so schnell abgelöst werden wird, irren sich denke ich schwer.

Die Mehrheit der Menschen (die Lesen und Schreiben können) liest ja wahrscheinlich nicht einmal mehr Bücher und von denen die lesen, liest die Mehrheit vermutlich leichte Lektüre und ihr ist es wurscht wie das Buch aussieht, Hauptsache es ist schnell Lektüre da.
Und - auch einige Leute die ich kenne, die Vielleser sind und vor einigen Jahren noch entrüstet gesagt haben, sie werden sich immer nur Bücher kaufen überlegen jetzt auch schon ob sie sich einen eReader kaufen...

Leider leider, amazon hat sicher Recht das nächstes Jahr mehr eBooks als echte Bücher verkauft werden und das ist dann der Anfang vom Ende des Taschenbuchs...

Peter W1
 
01.08.2010 00:02

Der Umgang mit büchern ist ein ganz anderer. die kosten nichts (meistens kaufst die im angebot), du brauchst sie nicht sorgsam behandeln (schmeiss doch mla ein Kindle rum). Du musst nicht an Batterien denken bzw. an Aufladestationen (auch 2 wochen sind irgendwann vorbei). Und du kannst sie überall rumliegen lassen (ass doch einen Kindle im Bahnabteil oder am Strand liegen). Und du leihst sie und verleihst sie wie es dir gefällt.

Besonders gegen Taschenbücher hat der Kindle keine Chance.

Daher ... Fachbücher ja. Ohne Suche verwende ich sowas gar nimmer ;) . Aber für normale Bücher ist es bloss ein nutzloses Hypeprodukt. So wie DAT in den 90ern und der iPad heute.

656731
31.07.2010 23:57
Das ist jetzt also schon das dritte mal, dass

die Buchkultur durch eine neue Technologie untergeht:

1. Erfindung des Buchdrucks - nur ein handgeschriebenes Buch ist ein wahres Buch!

2. Das Taschenbuch - Bücher nicht mehr nur für die Elie leistbar, das Ende naht!

3. Und jetzt also der E-Bookreader - .......

greenling
01.08.2010 09:15

wer sagt denn, dass dadurch die buchkultur untergeht?

"der eReader, der das gesamte Wissen der Menschheit gespeichert hat"

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