Caracas schickt Truppen an die Grenze

31. Juli 2010, 08:43

Reaktion auf von Bogotá ausgehende "Kriegsbedrohung" - FARC-Rebellen bieten Gespräche an

Caracas - Im Konflikt zwischen Venezuela und Kolumbien hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez Truppen an die Grenze verlegt. Als Grund nannte er in einem Telefoninterview mit dem staatlichen Fernsehsender VTV am Freitag eine von Kolumbien ausgehende "Kriegsbedrohung". Auch die kolumbianische Luftwaffe verstärkt nach eigenen Angaben ihre Präsenz im Grenzgebiet.

Chávez zufolge wurden Einheiten der Infanterie sowie der Luftwaffe an die kolumbianisch-venezolanische Grenze verlegt. Der venezolanische Präsident machte keine Angaben zu Anzahl und Ausrüstung der Truppen. Als Grund für diesen Schritt nannte der linksgerichtete Staatschef eine "Kriegsbedrohung" durch Kolumbien. Der konservative kolumbianische Staatschef Alvaro Uribe sei in den letzten Tagen seiner Amtszeit "zu allem fähig". Uribe scheidet am 7. August nach acht Jahren aus dem Amt.

Diplomatische Beziehungen abgebrochen

Chávez hatte vor einer Woche die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen und die Streitkräfte seines Landes in Alarmbereitschaft versetzt. Er reagierte damit auf Vorwürfe Kolumbiens, wonach sich 1.500 Kämpfer der kolumbianischen Rebellenbewegung FARC und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) auf venezolanischem Staatsgebiet aufhalten sollen.

Chávez wies die Vorwürfe erneut zurück. Die venezolanische Luftwaffe habe die von Kolumbien angegebenen Orte, an denen Lager der Rebellen seien, überprüft, dabei jedoch nichts gefunden außer "einem Felsen" und "einem verlassenen Haus".

Verstärkte Militärpräsenz Kolumbiens

Auch Kolumbien verstärkt seine Militärpräsenz in der Grenzregion zu Venezuela. Die Luftwaffe des Landes will nach eigenen Angaben einen Stützpunkt in dem Gebiet in Betrieb nehmen, um die Region nahe der Grenze besser überwachen zu können. Uribe verteidigte am Freitag das Vorgehen seiner Regierung, die Vorwürfe gegen Venezuela in der vergangenen Woche auch vor der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) vorgebracht zu haben. "Das war ein schwieriger Schritt, der Probleme und diplomatische Krisen verursacht, aber es war notwendig", sagte Uribe bei einem Festakt im Außenministerium.

Uribe, der stets eine enge Beziehung zu den USA unterhalten hatte, und der mit dem kommunistischen Kuba verbündete Chávez waren in der Vergangenheit wiederholt aneinander geraten. Der venezolanische Präsident äußerte trotz der Ankündigung über die verlegten Truppen am Freitag die Bereitschaft zu Gesprächen mit Uribes Nachfolger Juan Manuel Santos. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula Da Silva zeigte sich während eines Aufenthalts in Paraguay bereit, zwischen den beiden Ländern zu vermitteln.

Die linksgerichteten FARC-Rebellen veröffentlichten am Freitag eine Videobotschaft, in der sie Santos Gespräche anboten. "Wir sind weiter dazu entschlossen, eine politische Lösung des Konflikts zu finden", sagte FARC-Chef Alfonso Cano in dem Video, das auf einer den Rebellen nahen Internetseite veröffentlicht wurde.

Die 1964 gegründete Guerilla der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) ist die bedeutendste Rebellenorganisation Kolumbiens und mit bis zu 10.000 Kämpfern in fast der Hälfte des kolumbianischen Territoriums aktiv. (APA)

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Corv
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um einmal einen weisen spanischen König seine Worte zu Chavez zu zitieren:
"porque no te caias?"

Andreas Hofer
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Rekolonialisieren.

Man sollte eigentlich alle diese Abtruennlinge rekolonialisieren. Einfach so und dann ordentlich erziehen. Erst dann sollten sie auf der internationalen Buehne auftreten duerfen.

Solidarität mit den Reichen und ihren Zuhältern!
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Hat für euch in Honduras gut geklappt.

Die Rekolonialisierung.

In Kolumbien müssen die reichen Familien und ihre Zuhälter wohl noch ein paar Jahre metzgern.

Andreas Hofer
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na dann vorwaerts. mit gutem Beispiel voran -:)

dr. kokos
 
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das solltest du dir selbst zu herzen nehmen.
nimm' ein paar spießgesellen mit und abmarsch nach lateinamerika! du schaffst das schon, was wäre andi hofer gewesen?!

Andreas Hofer
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Letztes Mal habe ich darum gebeten, Dein Posting entfernen zu lassen und es ist auch geschehen. Zum Posten gehoeren Manieren und wir sind nicht per Du. Das gehoert auch nicht zur Meinungfreiheit.

Andreas Hofer
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Der Muller

Andreas Hofer
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@Zensur

was sind wirklich Eure Kriterien? Denn, die Kriterien, die Ihr angibt werden von Euch nicht eingehalten. Ganz bestimmt nicht.
Es wird von Euch sehr willkürlich gehandelt. Schade, aber Ihr scheint Euch an das Thema (Chavez) anzupassen.

wieso auch nicht
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Ich hoffe Chavez kriegt mal ordentlich einen auf den Deckel.

kurt haenel
 
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ich seh schon den Chavez mit seinem Schwert in der Hand und Arriba y vamos Venezuela" schreien...

Oscar W
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mmmh

das venezuelas wirtschaft sehr angeschlagen ist, ist bekannt. sie haben ja auch die höchste inflationsrate auf den amerikas. ich glaube mich zu erinneren das in ein paar monate ein treffen stattfinden wird, irgendein kongress treffen innerhalb venezuela. ist hier alles ablenkung von den inneren problemen? wäre ja keiene untypische methode, macht iran ja auch.

Ernst Guevara
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heute wieder keine meinungsfreiheit?

gut, dann kann man nur empfehlen, möglichst viele standard-abos zu kündigen. denn sinkende einnahmen vergrössern die wahrscheinlichkeit, dass sich der standard endlich von völlig unnötigen mitarbeitern wie dem gestapo-zensor trennt.

Austro-Spanier0
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dass sich der standard endlich von völlig unnötigen mitarbeitern wie dem gestapo-zensor trennt.

Von unnötigen Postern wie sie kann er sich ja leider nicht trennen!

Ernst Guevara
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direkter zusammenhang zwischen US-militärhilfe und extralegalen hinrichtungen in kolumbien. eine studie hat herausgefunden, was nicht wirklich überraschend ist, aber jetzt halt nachweisliche tatsache ist:

bei kolumbianischen militäreinheiten, die im rahmen des plan colombia US-militärhilfe erhielten, wurde eine gesteigerte motivation zur ermordung von zivilisten festgestellt. die studie empfielt eine einstellung der US-militärhilfe an das kolumbianische militär und eine umgehende untersuchung der fälle. denn nach dem gesetz dürfte die US-regierung ohnehin keine militärhilfe an staaten überweisen, die verbrechen begehen und nicht verfolgen. ganze 1.5 % der fälle seit 2002 führten zu einer verurteilung und untersuchungen durch den staatsanwalt wurden überhaupt nur bei der hälfte der fälle eingeleitet.

https://nacla.org/node/6685

vielleicht auch ein grund, warum uribe zur ablenkung schnell einen konflikt mit venezuela vom zaun bricht.

rundinho
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Was soll das, Hr. Guevara

Mit ihrem Namen müßte man doch wissen das immer der "linksgerichtete" der Böse ist.
Staatspräsidenten die mit Todesschwadronen und Drogenbaronen zumindest intensiven Kontakt pflegen sind dagegen "konservativ."

Toerk Hvijed
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Sie können einem Leid tun. Soviel Unsinn in einem einzigen Post.

Ernst Guevara
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dann

beschweren Sie sich doch bei den autoren der studie. ich hab ja den quellennachweis gepostet. das macht man üblicherweise so, wenn man sachliche fakten überprüfbar machen will. das unterscheidet eindeutig mein posting von dem inhaltsleeren schwachsinn in Ihrem posting.

Süffisant
44
31.7.2010, 23:51
na servas....

...venezuelas wirtschaft muss es schon sehr schlecht gehen, wenn chavez schon wieder seine "landesverteidigungs"-karte ausspielen will!

Süffisant
20
und viel vertrauen ist nicht nicht da...

..in chavez wirtschaftliche fähigkeiten:

http://verlorenegeneration.de/landerisi... uberblick/

Andreas Hofer
44
31.7.2010, 17:24

Chavez linksgerichtet? Ihr habt wohl nicht alle Tassen im Schrank.

der Zacharias
02
Von außen betrachtet, nun, er gibt sich so. Er ist es nicht.

Er ist ein Populist und durchaus rassistisch eingestellt. Er bekämpft die Opposition im Land mit so ziemlich allen Mitteln vorbehaltlich offener Gewalt, und macht viele Dinge, die auf dem Papier oder oberflächlich betrachtet gut aussehen, aber vor Ort ganz anders. (Beispiel: Setz einen schlechtausgebildeten = billigen Arzt ohne Helfer, Geld und ohne Medikamente in ein Dorf, und sag dann, du hättest dort jetzt eine ,,medizinische Versorgung".)

Irgendwann wird Chavez gehen. Ich bin gespannt, was dann alles ans Licht kommen wird.

Und: Vergiss die ,,Linke". Die haben sich von jeglichem Realismus schon lange verabschiedet.

Satthaber
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die opposition die gute die

venezuelas opposition ist der letzte rechte konservative dreck

Andreas Hofer
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Satthaber, das sind wieder so Wortfetzen, mit denen hier herumheschlagen wird. Was wissen Sie eigentlich?

der Zacharias
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Das weißt du woher?

Ich habe mit ein paar venezoelanischen Oppositionellen persönlich gesprochen, manche von denen haben Chavez am Anfang sogar noch unterstützt, sich aber später von ihm abgewendet, als immer klarer wurde, dass er im Grunde genommen totalitär agiert: Er kauft sich die Massen mit Almosen und populistischen Maßnahmen, gräbt aber gleichzeitig ihm kritischen Intellektuellen Geldmittel ab, wo er nur kann, und setzt /keine/ Maßnahmen zur effektiven Umverteilung von oben nach unten, was bekanntlich die sinnvollste Methode zur Demokratisierung und Gleichberechtigung ist.

Verabschiede dich von den Vorurteilen der heimischen linken Szene, sie sind unkritische Idealisten, die sich vom historischen Materialismus längst verabschiedet haben.

Speaker of the US Congress
914
31.7.2010, 22:26
Natürlich ist Chavez links, deshalb überschlagen sich die Medienbesitzer

mit Hetzpropaganda. Deshalb unterschlägt man uns einiges, wie schon bei diversen Postings festgestellt:

* Der Drogenbaron Uribe der von kriminellen Machenschaften seines Söhnchens ablenken will - wird uns unterschlagen

* Lula, der die Ursache klar bei Uribe sieht - wird uns unterschlagen

* beim UNASUR-Gipfel wurde Kolumbien aufgefordert und hat dies verbal zugesichert, dass Venezuela nicht angegriffen wird - wird uns unterschlagen

* seit mehreren Tagen gibt es auffallende Aktivitäten der Luftwaffe Kolumbiens und der USA, die in grosser Höhe Stellungen Venezuelas auskundschaften - wird uns unterschlagen.

Die beste Manipulation ist immer noch die Halbinformation.

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