Künftiger BP-Chef verspricht Ölpest-Opfern langfristige Hilfe
New Orleans - Der von der Ölpest im Golf von Mexiko
schwer getroffene US-Bundesstaat Louisiana hat am Freitag einen Teil
seiner Fischgründe wieder für die Fischerei freigegeben. Der
kommerzielle Fang von Fischen und Garnelen in den Gewässern östlich
der Mündung des Mississippi werde wieder eröffnet, teilte die
Fischereibehörde des Bundestaates mit. "Ausführliche Geschmackstests
und chemische Analysen" hätten ergeben, dass Fische aus diesen
Gebieten für den Verzehr sicher seien, gaben die Fischereibehörde und
die US-Lebensmittelbehörde FDA zur Begründung an.
Wegen der Ölkatastrophe hatten die US-Behörden für mehr als ein
Drittel ihrer Gewässer im Golf von Mexiko ein Fischfangverbot
erlassen. Dadurch sollte verhindert werden, dass ölverseuchte Fische
oder Meerestiere in den Handel gelangen. Vor allem in Louisiana ist
der Fischfang ein wichtiger Wirtschaftszweig.
Der künftige Chef des britischen Energiekonzerns BP, Bob
Dudley,
versprach den Bewohnern der US-Golfküstenstaaten unterdessen, dass
das Unternehmen den Betroffenen langfristig helfen werde. Dass es
zuletzt gute Nachrichten bezüglich der Ölkatastrophe gegeben habe,
bedeute nicht, "dass wir fertig sind", sagte Dudley am Freitag im
Bundesstaat Mississippi. "Wir werden für Jahre hier bleiben", sagte
der US-Amerikaner, der im Oktober die Führung des BP-Konzerns vom
Briten Tony Hayward übernimmt.
Nachdem wegen des Untergangs der BP-Bohrinsel "Deepwater
Horizon"
Mitte April fast drei Monate lang unaufhörlich Öl ins Meer strömte,
war es dem britischen Konzern Mitte Juli gelungen, den Ölfluss zu
stoppen. Die Abdichtung ist jedoch nur eine Zwischenlösung. Der
endgültige Verschluss der lecken Ölquelle mit Hilfe von Schlamm und
Zement soll jüngsten Angaben zufolge am Dienstag beginnen. (APA)