Louisiana gibt Teil seiner Fischgründe wieder frei

30. Juli 2010 22:54

Künftiger BP-Chef verspricht Ölpest-Opfern langfristige Hilfe

New Orleans - Der von der Ölpest im Golf von Mexiko schwer getroffene US-Bundesstaat Louisiana hat am Freitag einen Teil seiner Fischgründe wieder für die Fischerei freigegeben. Der kommerzielle Fang von Fischen und Garnelen in den Gewässern östlich der Mündung des Mississippi werde wieder eröffnet, teilte die Fischereibehörde des Bundestaates mit. "Ausführliche Geschmackstests und chemische Analysen" hätten ergeben, dass Fische aus diesen Gebieten für den Verzehr sicher seien, gaben die Fischereibehörde und die US-Lebensmittelbehörde FDA zur Begründung an.

Wegen der Ölkatastrophe hatten die US-Behörden für mehr als ein Drittel ihrer Gewässer im Golf von Mexiko ein Fischfangverbot erlassen. Dadurch sollte verhindert werden, dass ölverseuchte Fische oder Meerestiere in den Handel gelangen. Vor allem in Louisiana ist der Fischfang ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Der künftige Chef des britischen Energiekonzerns BP, Bob Dudley, versprach den Bewohnern der US-Golfküstenstaaten unterdessen, dass das Unternehmen den Betroffenen langfristig helfen werde. Dass es zuletzt gute Nachrichten bezüglich der Ölkatastrophe gegeben habe, bedeute nicht, "dass wir fertig sind", sagte Dudley am Freitag im Bundesstaat Mississippi. "Wir werden für Jahre hier bleiben", sagte der US-Amerikaner, der im Oktober die Führung des BP-Konzerns vom Briten Tony Hayward übernimmt.

Nachdem wegen des Untergangs der BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" Mitte April fast drei Monate lang unaufhörlich Öl ins Meer strömte, war es dem britischen Konzern Mitte Juli gelungen, den Ölfluss zu stoppen. Die Abdichtung ist jedoch nur eine Zwischenlösung. Der endgültige Verschluss der lecken Ölquelle mit Hilfe von Schlamm und Zement soll jüngsten Angaben zufolge am Dienstag beginnen. (APA)

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