Österreichs Umgang mit Migration

Ungeliebter Analphabet aus den Bergen

30. Juli 2010 18:48

Innenministerin Maria Fekter entdeckt ihre Zuneigung zu Migranten - Jedenfalls zu jenen, die für Österreichs Wirtschaft gebraucht werden

Wien - Die ÖVP prescht in der Ausländerpolitik vor, die SPÖ bremst: Ohne Sozialpartner dürfte die Zuwanderung nicht ausgeweitet werden, sagt SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas. Sie meint vor allem die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft, die sich Sorgen machen, dass mehr Zuwanderung einen Verdrängungswettbewerb um Billigarbeitsplätze bedeuten würde.

Innenministerin Maria Fekter will - wie der ÖVP-Arbeitnehmerchef und Außenminister Michael Spindelegger - vor allem die wirtschaftlichen Interessen Österreichs zum Maßstab für die Migrationspolitik machen.

Sie sagte im ORF-Morgenjournal: "Ich bin dafür, dass wir das im Interesse Österreichs ein bisschen besser steuern. Wir haben ja derzeit ein System, wo wir den unqualifizierten Analphabeten aus irgendeinem Bergdorf genauso behandeln wie den hochqualifizierten Diplomingenieur. Und das ist nicht im Interesse Österreichs, weil wir müssen eigentlich die Bürokratie ,verstrengern' für die Unqualifizierten, die nicht Deutsch können, und wir müssen die Bürokratie etwas lockern für jene, die hochqualifiziert sind und die wir haben wollen."

Auch wenn Rudas die Formulierung Fekters nicht aufgreifen will, stellt sie inhaltlich dasselbe fest wie die Ministerin aus der ÖVP: "Es sollen Menschen ins Land kommen, die wir brauchen."

Sorgen wegen Ostöffnung

Aber eben nicht zu rasch, denn nur dem Ruf der Wirtschaft will die SPÖ nicht folgen. Rudas gibt zu bedenken, dass die Folgen der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit für EU-Bürger aus neuen Mitgliedsländern erst ab dem kommenden Frühjahr eingeschätzt werden könnten.

Die Bedenken wegen der anstehenden kompletten Ostöffnung des Arbeitsmarktes sind auch Fekter nicht fremd: "Da könnte es eine Irritation des Arbeitsmarktes geben durch Personen, die womöglich zu sehr billigen Konditionen Arbeit suchen. Und das könnte dann zu einem Sozialdumping führen. Da habe ich Verständnis, dass das nicht passieren soll."

Andererseits dürfte diese Sorge nicht dazu führen, dass die im Regierungsprogramm vereinbarte "Rot-Weiß-Rot-Card" für benötigte Arbeitskräfte aufgeschoben wird. Die Gewerkschaft hat entsprechende Befürchtungen zurückgewiesen. ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser sagte (in Kontrast zu einer früheren Aussage von AK-Präsident Herbert Tumpel), die Sozialpartnerschaft arbeite "mit Volldampf" an der Erstellung der Kriterien für die geplante Karte. Fekters Drohungen, dass die Regierung auch alleine entscheiden könnte, wenn sich die Sozialpartner zu lange Zeit lassen, hält Oberhauser für verfrüht - es werde bis zum Herbst einen Sozialpartner-Vorschlag geben.

Heftige Kritik kam von der FPÖ, deren Generalsekretär Herbert Kickl den Koalitionsparteien vorwarf, einander täglich in "immer neuen Importideen für Zuwanderer" überbieten zu wollen.

Das BZÖ vermutet eine Verwirrungsstrategie, die der Unordnung im Ausländerwesen entspreche. "Alles ist in einem Topf. Wirtschaftliche Zuwanderung, Asylwesen und Integration - aber kein Mensch kennt sich mehr aus, und die Situation ist gesellschafts- wie sozialpolitisch eine einzige Katastrophe", sagt der BZÖ-Abgeordnete Gerald Grosz.

Die Verwirrung betrifft auch die Asylpolitik: Während nämlich wortreich über Arbeitsmigration und die "Rot-Weiß-Rot-Card" debattiert wird, sind die beiden Regierungsparteien schweigsam, wenn es um Fekters Projekt geht, Asylwerber mit Aufenthaltsverpflichtungen zu belegen und ein Bundesamt für Migration zu schaffen.

Am Freitag wurde bekannt, dass es in dieser Frage Annäherung geben dürfte. Vonseiten der SPÖ wurde nur bestätigt, "dass derzeit Gespräche über Verbesserungen in den jeweiligen Bereichen laufen. Für die SPÖ steht jedenfalls fest, dass verfassungskonform vorgegangen werden muss."

Bundeskanzler Werner Faymann hatte sich stets gegen eine generelle Anwesenheitspflicht gestellt und Einzelfallprüfungen gefordert. (Conrad Seidl/DER STANDARD, Printausgabe, 31.7./1.8. 2010)

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R.M. S.
07.08.2010 18:38

Als jemand der vor nicht zulanger Zeit in der BRD nach IT Stellen gesucht hat, empfinde ich dieses Vorhaben als blanker Hohn. Wenn es eine Fachkräfte Mangel gibt dann kann mir bitte verraten wo diese ausgeschrieben sind?

Diese Mähr vom "Fachkräfte-Mangel" kenn ich schon seid 20 Jahren, egal ob die Wirtschaft Boomt, in Rezession ist es gab, laut den Politikern, immer einen großen Bedarf an Fachkräften aus dem Ausland.

Das beste war vor 3 Jahren (ZDF Nachrichten) Bericht 1 - Fachkräfte Mangel, Bericht 2 - Afganistan,
Bericht 3 - Die Probleme die man als DipIng absolvent hat in BRD eine Stelle zu finden.

Und da soll man sich nicht verarscht vorkommen?

Rudolf Mentär
06.08.2010 22:25

Super. Könnte das daran liegen, dass türkische Abschlüsse nicht eingerechnet wurden..?

ordy
02.08.2010 12:06

Sind es wirklich Analphabeten?
Die notwendigen Papiere für die diversen Leistungen ausfüllen konnte noch jeder.
Und ein Tipp für Ösis:
Wenn Du wissen willst, wo man Unterstützungen bekommen kann, dann frag einen neuen Mitbürger.
Die wissen das meistens am besten.

ExBeamter
02.08.2010 11:14
so ah trampl

Def. Izit
01.08.2010 21:39
Mein G..., i kumm ausm Weandoi, oba zerst homma obn gwohnt

mei G... is des a masn, das ma ins doi obezogn san, und das i lesn und schreibm gleant hob. sunst nammat ma de miazl ausm schoddadeich no mei stoodsbiagaschoft weg.

Navarro Germania
01.08.2010 21:00

Daß der gemeine Ästerreicher unsympathisch daher kommt wissen alle, daß er auch noch Analphabet ist nicht jeder.
Die Äsi Dörfer kenne ich und kann nur sagen: Ja, dort ist die Zeit stehen geblieben, besonders was Bildung betrifft. Dort wird noch erbärmlich dem dritten Reich gehuldigt während das kleine Wien von Neo Nazis überschwemmt ist.
Leider wurde mein türkischer Freund sofort nach dem Eintreffen in Wien diskriminiert. Seit diesem Zwischenfall hat er eine Psychose.
Und ich wurde wieder einmal bestätigt: Die kleinen streben nach der Weltherrschaft- siehe Plankton!

curieux
04.08.2010 06:57
Für eine Satire zu wenig lustig

für einen ernsten Kommentar zu... wenig klug

Was soll das? Können Sie es nicht besser?

Navarro Germania
01.08.2010 20:55
Soso

Daß der gemeine Ästerreicher unsympathisch daher kommt wissen alle, daß er auch noch Analphabet ist nicht jeder.
Die Äsi Dörfer kenne ich und kann nur sagen: Ja, dort ist die Zeit stehen geblieben, besonders was Bildung betrifft. Dort wird noch erbärmlich dem dritten Reich gehuldigt während das kleine Wien von Neo Nazis überschwemmt ist.
Leider wurde mein türkischer Freund sofort nach dem Eintreffen in Wien diskriminiert. Seit diesem Zwischenfall hat er eine Psychose.
Und ich wurde wieder einmal bestätigt: Die kleinen streben nach der Weltherrschaft- siehe Plankton!

Fritz094
 
01.08.2010 17:15
Analphabeten aussperren?

Na sauber;
Und in 10 Jahren finden sich keine Minister mehr.
Die Mitzi will die Macht wohl für sich allein.

Knochenmann
01.08.2010 16:37
Mitzi... (dich darf dich doch Mitzi nennen...)

Wenn du ein Mann wärst, du wärst schon längt tot. Du hättest beim rasieren in den Spiegel sehen müssen, deine eigene Schlechtigkeit erkannt und dir den Hals abgeschnitten. Bitte, erinner dich welches Schicksal Jörg Haider ertragen hat: Auch er hat die Abstoßreaktion des Universums auf seinen wiederlichen Fremdkörper nciht mehr ausgehalten und sich im Vollrausch um einen Buam gewickelt!

Ein Schicksal das auch dir blüht, wenn du dein Leben nicht änderst!

StSteiner
22.09.2010 13:36
Aber alles der Reihe nach!

Jörg Haider hat sich, so wird vermutet,
--> zuerst um den Buam,
--> dann um den Baum*) gewickelt.
Letal war vermutlich nur zweiteres.

---
*) (Dass es in Wahrheit auch keine deutsche Eiche war, die ihn fällte, sondern ein Betonpfeiler, sei um der Mythenbildung willen unterschlagen.)

blickwinkel101
 
10.08.2010 21:45
irrtum

dr. haider ist nicht im bett gestorben. es war ein Autounfall.

Plörr
01.08.2010 16:32
Entschuldigung

Hat jemand meine Schlange, eine Königscobra, gesehen?

die ist mir schon vor einiger Zeit ausgebüchst

im Prinzip ist sie ja ganz lieb, aber wenn sie nix zum fressen kriegt, wird's deppert

marillensuppe
01.08.2010 11:51

ups.
frau fekter hat ganz aus den augen verloren,
dass "die wirtschaft" ja arbeitnehmer will,
die nix kosten.

Kalvarienberg
01.08.2010 10:38
Welches Land kann sich schon rühmen, eine disfunktionale Analphabetin als Justizministerin zu haben ????e

Nasen-Bohrer
01.08.2010 08:30

Hat der Pröll schon den Kampfhundeführerschein für Fekter gemacht?

grenzneutral
01.08.2010 11:31

aber sie ist eine bereicherung für die cartoonisten!!

Helmut.Hromadnik
 
01.08.2010 08:35

Brillant !

Nasen-Bohrer
01.08.2010 08:36

is ja wahr ;(

;-)

Was war zuerst da - FPOewaehler oder Deixfiguren
01.08.2010 02:17
Interessant dass gerade die OeVP auf ungebildete Bauern losgeht ...

... Jetzt fehlt es nur noch dass die FPOe auf Arbeitslose losgeht (Oder die Gruenen auf die RaucherInnen)

Sackerl statt Flaggerl fürs Gackerl
01.08.2010 08:02

na ja, ihre dümmlichen pauschalierungen und billige polemik bringen die diskussion aber auch nicht voran, gell?

Antony Kohlencherry
31.07.2010 23:41
Innenministerin Maria Fekter entdeckt ihre Zuneigung zu Migranten - Jedenfalls zu jenen, die für Österreichs Wirtschaft gebraucht werden

Obige Headline dürfte politisch inkorrekt sein. Impliziert, dass jene Migranten, die schon hier sind, für Österreichs Wirtschaft nicht gebraucht werden können. Wozu aber dann sonst? Pensionssicherung?

Pauli Feuerstein
01.08.2010 11:50
Genau,

das sind dann jene welche, die am Sozialtropf hängen, super Idee!!

numeris
01.08.2010 00:49

Angeblich ist jeder 2. Zuwanderer von Armut bedroht, das sagt ja wohl alles aus.

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