Um Verkehr am paneuropäischen Korridor X zu optimieren - Arbeitsstart am 1. September geplant
Belgrad - Serbien, Kroatien und Slowenien haben am heutigen Freitag einen ersten Schritt zur Bildung eines gemeinsamen Bahnunternehmens gemacht, das den Verkehr am paneuropäischen Korridor X ("10") fördern soll. Eine Erklärung über die Bildung der gemeinsamen Firma wurde von den Verkehrsministern Serbiens und Sloweniens, Milutin Mrkonjic und Patrick Vlacic, sowie dem Staatssekretär im kroatischen Verkehrsministerium, Danijel Mileta, unterzeichnet. Das Unternehmen soll am 1. September die Arbeit in Ljubljana aufnehmen, verkündete Mrkonjic.
Die drei Staaten wollen unter anderem die administrativen Hürden im Güter- und Passagierverkehr abbauen, berichtete die serbische Presseagentur Beta. Nach einem Treffen der Transportminister der drei Staaten Anfang dieser Woche im slowenischen Brdo wurde verkündet, dass die Bildung eines gemeinsamen Unternehmens zum Ziel habe, den Schienenverkehr zu beschleunigen. Hindernisse gibt es unter anderem an den Staatsgrenzen. Anstatt der derzeitigen 57 Stunden sollen Güterzüge künftig von Ljubljana nach Istanbul nicht mehr als 35 Stunden brauchen.
Die Konkurrenzfähigkeit des Schienenverkehrs am Korridor 10 würde dadurch wesentlich steigen. Der Korridor IV, Dresden-Istanbul, auf dem 90 Prozent des Bahngüterverkehrs zwischen Deutschland und der Türkei abgewickelt werden, ist länger.
Bosnische Medien berichteten, dass auch die Eisenbahnen der zwei bosnischen Landesteile Interesse hätten, sich dem neuen Bahnunternehmen anzuschließen. Am Korridor X ist derzeit besonders der serbische Abschnitt problematisch, wo die Zuggeschwindigkeit derzeit im Schnitt bei 65 Stundenkilometern oder darunter liegt. (APA)