Vorerst freiwillig

Abgas-Pickerl kommt ab 2011

30. Juli 2010 13:18

Die Abgasklassen-Kennzeichnungsplakette - kurz: "Abgas-Pickerl" - soll ab 1. Mai 2011 eingeführt werden

Wien - Nun scheint es fix: Die Abgasklassen-Kennzeichnungsplakette - kurz: "Abgas-Pickerl" - soll ab 1. Mai 2011 eingeführt werden, wenngleich ihre Anbringung an der Windschutzscheibe der Autos vorerst freiwillig ist. Sie wird voraussichtlich 15 Euro kosten und für die gesamte Dauer der Zulassung des Fahrzeuges gelten, hieß es am Freitag in einer Aussendung des Umweltministeriums. Zu beziehen wird das Pickerl bei allen Werkstätten sein, die auch Kfz-Überprüfungen vornehmen.

"Es kann zu einer Reduktion der Lebenserwartung von einem Jahr und mehr in Städten mit hoher Luftverschmutzung kommen. Auch die Sterblichkeit von Kleinkindern ist in hoch belasteten Gebieten erhöht. Das heißt wir müssen handeln, letztendlich geht es um Leben und Tod", betonte Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP). "Das neue Pickerl soll nicht nur zur Reduktion der Luftschadstoffe beitragen, es soll gleichzeitig auch ein Anreiz sein, auf moderne und umweltfreundliche Fahrzeuge umzusteigen. Wer will schon gern mit einem 'Stinker' herumfahren?", so der Minister.

Die Anbringung ist freiwillig und nur für bestimmte Verkehrsabschnitte - wie etwa für speziell ausgewiesene Zonen - verpflichtend. Für einspurige Kraftfahrzeuge ist keine Kennzeichnung vorgesehen. Das Inkrafttreten der neuen Verordnung, die nun in Begutachtung geht, ist für den 1. Mai 2011 vorgesehen. Es ist vorgesehen, dass Landeshauptleute spezielle Zonen einrichten können, die an Tagen drohender Überschreitung der Luftwerte mit abgasintensiven Fahrzeugen nicht befahren werden dürfen. Die Plakette ist lediglich eine Kennzeichnung, auf dem die Abgasklasse abgelesen werden kann, und führt für sich allein noch zu keiner Fahrbeschränkung. (APA)

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carbonara
10.08.2010 02:32
So ein Pickerl ist die Idee.....

.....irgendwann ist die ganze Windschutzscheibe zugepick(erl)t - man sieht nichts mehr - man kann nicht mehr fahren - voila; keine Probleme mit Abgasen mehr.

Gratuliere, unsere Politiker beweisen Weitsicht.

schmauchlümmel
09.08.2010 20:01

ich habe einen golf IV mit 90 ps. solange die temperaturen über 5 °C sind, benutze ich das fahrrad, sonst die öffis. 2x im jahr fahre ich nach deutschland, ein paar mal aufs ländle.
wieso macht man das stehen-lassen des autos nicht einfach billiger, indem man steuern auf versicherung etc. senkt?

energie nicht zu verbrauchen ist schließlich der wirksamste und effektivste umweltschutz!

geld einzutreiben, um die strafe für nicht eingehaltene co2-grenzwerte zu bezahlen, ist eine dämliche, aber einfache lösung.

GG_32
06.08.2010 14:28
Dumm und asozial.

Derzeit gibt es rund 4,5 Millionen PKW in Österreich. Die jährliche Neuzulassung liegt bei ca. 300.000 pro Jahr. Der Fahrzeugbestand in Österreich erneuert sich daher (ca.) alle 15 Jahre neu. Demzufolge ist der Bestand an Fahrzeugen vor Baujahr 2000 rund 30%, der vor 1995 nur mehr wenige im einstelligen Prozentbereich (schlechter als EURO3) und ich wage zu behaupten, die Leute die ein über 10 Jahre altes Auto fahren, sind mehrheitlich jener Bevölkerungsgruppe zuzuordnen, die es eh nicht besonders dick im Börsl haben - und auf genau jene zielt so eine Aktion ab; so als ob diese Leute sich von heut auf morgen einen Neuwagen kaufen könnten...
Offenbar ist es mit dem Bestandschutz und der Intelligenz der Verantwortlichen nicht mehr weit her.

supidupi
06.08.2010 11:55
So ein Schwachsinn

Wir haben ein KFG57 Pickerl das gibts weiß und Grün von mir aus auch noch in anderen Farben.
Nur das ist wirklich sinnvoll weil der Schadstoffausstoß jährlich geprüft wird.

Dies Aktion ist eine Reine Wirtschaftsbelebung für KFZ Betriebe und Vorbereitung für die Stadtfahrverbote ala DE bloß dort gilts dann wieder nicht mehr sehr Schildbürgerhaft !

ExBeamter
04.08.2010 10:13
Mal nee Frage an das Dummerchen von Minister. Schon mal Überlegt was die Herstellung der Pickerl kostet?

schmauchlümmel
09.08.2010 20:02

… und dann das viele plastik…

JohnP
02.08.2010 13:28

was in aller welt kann bei einem pickerl so teuer sein, daß es 15 euro kostet???

supidupi
06.08.2010 11:56
Wir haben bereits ein Pickerl welches den Schadstoffausstoß beinhaltet !

Grün/weiß KFG 57 hat jeder wozu ein neues nur damit sich irgendwer profilieren und bereichern kann und sich selbst Schulterklopfen ala Wir tun was ?

(°)(°)
02.08.2010 00:06
Zuerst

hat man aus den Österreichern mit der Steuerpolitik auf Treibstoffe ein Volk von Traktorfahrern gemacht.
Und jetzt werden diese unzähligen Euro 3 Fahrzeuge grossflächig entwertet.
5 Jahre später dann die Euro 4 Fahrzeuge, und so weiter und so fort.
Das wird den Massentrend wieder zu Benzinern führen, und da kann man dann bei der Mineralölsteuer wieder gnadenlos die Schraube anziehen ohne die Frächter zu gefährden.

Kein Wunder dass so was von der ÖVP kommt.

Def. Izit
01.08.2010 21:24
Lösung á la ÖSIland

i bin a sau
bin a obasau
oba foa mid meine dregschleidarn
ois wia beim obagau
und jetzan hob i mei piggal drauf
foa weida, ras und sauf!

Hallooo!

systemfehler1
01.08.2010 07:41
Habe als Privat-PKW einen Benziner Bj.90,

der unlängst stichprobenmäßig zur staatlichen Überprüfungsanstalt geschickt wurde,
Kommentar des Prüfers: selten habe er einen so guten Abgastest erlebt. Viele neuere Autos wären da noch nicht so weit, allerdings, käme die Umweltplakete, würde er eine solche nicht so leicht bekommen. - und bei diesen worten hat er den Kopf geschüttelt: "Wissen´s, die Politker san z´bled zu kapieren, dass die Industrie sie verschaukelt, weil ihnen die Umweltorganisationen die Rut´schn legen. A neichs Auto macht halt viel mehr Dreck, alleine wenn´s gebaut wird"

Dem ist nichts hinzuzufügen.

lichaot
02.08.2010 10:53
Zum Glück

Gibts noch ein paar aufrechte Automechaniker, die schlauer sind als alle Politiker und Umweltorganisationen.

ExBeamter
04.08.2010 09:58
Aber de haben leider nix zu bestimmen!

(°)(°)
01.08.2010 20:53

Mach dir nix draus, in 5 Jahren sind alle Euro 4 Autos ebenfalls gemeingefährliche Todesmaschinen und dürfen auch nicht mehr in die Städte fahren...

Jürgen Gschwendtner
06.08.2010 11:42
Euro 5 in 5 Jahren und Euro 6 in 8 Jahren Stadtverbot!

Nicht so vorsichtig, nur mit Elektroautos darf ab 2020 in die Innenstadt jeder Kleinststadt gefahren werden! Und die Feinstaubschleuder Pelletsofen wird weiter subventioniert!

systemfehler1
01.08.2010 07:36
Der näcvhste Pascher war erfolgreich und hat sein Opfer gefunden.

Berlakovich.

Was soll das Ganze? Bin neugierig, ob auch nur einer auf diesen Humbug reinfällt.

peace & love
01.08.2010 07:01
in absehbarer zeit ...

... wtrd man probleme haben, noch etwas durch die windschutzscheibe zu sehn.

katertier
31.07.2010 20:04
Mein Audi A2 Tdi mit 4 Liter Verrauch Baujahr 2001 119g/Co2

würde dann maximal die gelbe Plakette bekommen. Ein Audi S8 aus 2001 mit 360 PS 15 Liter Verbrauch CO2 irgendwo bei 350g natürlich die Grüne.
Solche Umweltzerstörer wie mein A2 gehören verschrottet und Porsche Cayenne, S8, ML AMG und ähnliche Schleudern gehören gefördert denn sie sind ja so Umwetfreundlich!!! (sie gehören ja auch meistens dem Clientel die unseren Politikern nahe stehen)

Bürger Europas
03.08.2010 10:38

Wenn Deine Kiste rußt, hat sie in meiner Stadt nichts zu suchen.

maxbz
01.08.2010 11:27
Rußpartikelfilter nachrüsten und fertig.

Es geht vor allem um den schädlichen Ruß und die neuen Autos haben den Filter in der Regel serienmäßig.

Genau das gleiche Geschrei wie damals beim Kat, jetzt hat ihn jeder.

luke skywalker
31.07.2010 23:17
Wie sonst sollte man den "Pöbel" von den Straßen wegbekommen

damit unsere "Entscheidungsträger" von Politik und Wirtschaft endlich wieder freie Straßen haben ??

luke skywalker
31.07.2010 19:42
Auf jeden Fall sind diese Umwletzonen

ein Anreiz für Gewerbetreibende, Wohnungssuchende, Häuslbauer, Arbeitssuchende, ..... sich möglichst im Grünen außerhalb von Städten anzusiedeln, zu arbeiten, einzukaufen, ..

Und es braucht ja keiner mehr über die Zersiedelung schimpfen.

immerwährender Fachkräftemangel
01.08.2010 00:32
Jep,

Also hier in Graz ist sowieso bald alles Kurzparkzone, viele Jüngere gehen eh schon, die Grundstückspreise sind zu hoch. Bald kann sich die Rücker in ihrer grünen Zone ein Gemüsebeet anpflanzen. Die Parkplätze sind nämlich alle leer, ob das sinnvoll ist bezweifle ich nun mal.

oesibashing
31.07.2010 19:26
Kommentar aus dem Ausland

In meiner Heimatstadt wurde zum 01.01.2009 eine Umweltzone eingeführt.

Kosten für die Stadt: Einmalig etwa 150 TE für Schilder.
Gewinn für die Stadt: Etwa 120 TE pro Jahr aus Bussgeldern für Nicht-Pickerl-Besitzer.

Nutzen für die Umwelt: Die Feinstaub-Belastung ist 2009 um etwa 1% zurückgegangen. Kein Wunder, denn 45% des Feinstaubes kommen aus dem Hausbrand, der Rest von der Zementindustrie im Westen der Stadt.

Bitte vergessen Sie nicht, bei Ihrer nächsten Fahrt nach D die hinter der Grenze am nächsten liegende Werkstatt aufzusuchen und sich für etwa 25 E (AU) plus 5 E (Plakette) die passende Plakette ans Auto kleben zu lassen.

Verstösse kosten in D 40 Euro und 1 Punkt in Flensburg.

Es lebe die Kleinstaaterei!

schmauchlümmel
09.08.2010 20:04

es gibt auch genug kritik an den standorten der messstellen. direkt an stark befahrenen knotenpunkten. ein paar meter daneben relativieren sich diese werte normalerweise…

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