Boa Constrictor "Amanda" sucht neues zu Hause

30. Juli 2010, 15:26
  • Amanda ist wieder da - Im Hintergrund warten schon die Journalisten auf ein Interview
    foto: apa/markus leodolter

    Amanda ist wieder da - Im Hintergrund warten schon die Journalisten auf ein Interview

  • Flucht aus der enge des Terrariums - die Boa Constrictor kam aber nur bis in die Küchenkredenz
    foto: apa/markus leodolter

    Flucht aus der enge des Terrariums - die Boa Constrictor kam aber nur bis in die Küchenkredenz

Würgeschlange könnte in Zoo oder Tierpark kommen - Kritik am "inkompetenten" Einsatz der Polizei

Graz - Für den 52-jährigen Grazer, dessen Boa Constrictor am Sonntag verschwunden und am Donnerstag in der Küche gefunden worden war, ist das "Kapitel Amanda" beendet. Am Freitag stellte sich daher die Frage nach einem neuen zu Hause für die drei Meter lange und 20 Kilogramm schwere Würgeschlange. Experten übten Kritik an den Haltungsbestimmungen für Wildtiere und der Suchaktion.

Infrage kommen laut Sachverständiger Werner Stangl, der das Reptil gefunden hatte, diverse Zoos und Tierparks - das Salzburger Haus der Natur wäre eine Option. Dort hieß es am Freitag, dass es eine Anfrage beim Leiter des Reptilienzoos gegeben habe.

Unterdessen wurde die Kritik der Schlangenexperten wegen des zu kleinen Terrariums, in dem "Amanda" zehn Jahre lang leben musste, und dem Einsatz der Polizei lauter: Richard Weixler von SOS-Regenwald meinte, dass das Tier in einem achtmal größeren Terrarium gehalten werden müsste. Er forderte eine Meldepflicht von Verkäufern in Zoohandlungen sowie eine Kommission in jedem Bundesland, die prüft, ob die Halter auch über ihre Tiere Bescheid wissen. Ein Kompetenz-Nachweis, vor allem bei Schlangen, gehört seiner Meinung nach eingeführt.

Auch der Sucheinsatz sei laut Weixler "inkompetent" gewesen: Der von der Polizei beigezogene Sachverständige Stangl habe nicht einmal in für die Schlange naheliegenden Verstecken gesucht. Außerdem hätte ein wirklicher Experte sofort erkannt, dass das gefütterte Tier nicht durch die gekippte Balkontür entkommen habe können, so der Schlangenexperte. Er führte weiters an, dass Bisse von Hunden "weitaus gefährlicher als Bisse einer Boa" seien und dass eine Suche mit Wärmebildkameras nicht sinnvoll sei, da Schlangen wechselwarme Tiere sind, die ihre Temperatur der Umgebung anpassen. (APA)

Kommentar posten
17 Postings
"die ihre Temperatur der Umgebung anpassen"

richtig ist die Aussage aber auch nicht.

Wahrscheinlich ...

... ist der Herr Experte nur sauer, weil die Exekutive nicht ihn für teures Geld zu Rate gezogen haben.

mM

Frißt sie auch osteuropäische Einbrecher, die Amanda? So eine Grundstück-Security wäre sicher effizienter, als ein Schäferhund...

Ich habe ja angeregt, statt der wirkungslosen Wärmebildkamera hochempfindliche Mikrophone in der Gegend aufzustellen,

die verdächtige Schlangengeräusche herausfiltern und automatisch Alarm schlagen.

Aber auf mich hört halt keiner.

bist gscheit ...

was glaubst den was da alles
zu hören gewesen wäre ;)

"Suche mit Wärmebildkameras" nach einer Schlange, Kottan lässt grüssen.

Vielleicht sollte man der Polizei zugestehen, dass dieser Fall ein bisschen aussergewöhnlich war bevor man gleich von Inkompetenz schreibt.

Es sei denn "Schlangenkunde" stünde schon lange am Studienplan von Polizeischülern.

Herr Weixler hat die Polizei nicht kritisiert

sondern den hinzugezogenen Experten, erst der STandard hat vom inkompetenten Polizeieinsatz gesprochen.

Und Johannes G. hat sich nicht auf Herrn Weixler bezogen,

sondern auf den Standard.

[... bevor man gleich von Inkompetenz schreibt. ]

in Ihrem neuen Zuhause, fühlt sich Amada zu Hause.

(klugscheiß)

Es warad nur wegen die Lehrlinge, die nimma lesen und schreiben können und so (hamma vorgestern schon bemerkt)

(und ich kann nicht tippen...)

dann

nehmens halt einen quicktipp, den tippt der computer für sie.

das vietnamesische restaurant unten am eck....

...würde sich gerne der schlange annehmen!

Immer diese "Experten"...

Größeres Terrarium? Selbstverständlich.
Aber achtmal größer? Absoluter Schwachsinn. In jeder FACHLITERATUR, die den Schutz der Tiere natürlich auch berücksichtigt, werden wesentlich kleinere Terrarienmaße als Mindestmaße angegeben, und das aus gutem Grund.

Schlangen, vor allem größere Riesenschlangen, bewegen sich auch in der Natur kaum. Schlangen sind Energieoptimierer, die nach einem Futtertier teils monatelang fasten (können). Das wäre unmöglich, würde die Schlange sich ständig bewegen und so Energie verbrauchen.

Selbst die längsten Schlangen der Welt (Netzpythons, bis 10m) verbringen einen großen Teil ihres Lebens zusammengerollt in engen Baumstümpfen, wenn diese an einer "Futterstraße" liegen. Bewegt wird zu Paarungszwecken.

Wie bitte?

Schlangen bewegen sich kaum?
Die " Heute schrieb die Boa nähere sich mit rasanter Geschwindigkeit von bis zu 30 Kilometer am Tag Richtung Wien.
WAAAS?
Sie werden doch nicht Zweifel haben was diese angesehene "Zeitung" schreibt oder?

Und aus oben genannten Gründen sind gerade Schlangen dankbare Pfleglinge, die man als eine der wenigen Tierarten tatsächlich halbwegs artgerecht - auch in einer Wohnung - pflegen kann.

Unwissende machen den Fehler, die Haltung dieser Tiere aus der Sicht des Menschen zu beurteilen. Eine gesunde Schlange hat jedoch keinen großen Bewegungsdrang.

Schlangen werden bei guter und hygienischer Pflege im Terrarium oft weit älter als in freier Natur. Auch die Wissenschaft hat wichtige Erkenntnisse durch private Terrarienhaltung erfahren, da Freilandbeobachtungen auf Grund der versteckten Lebensweise der Schlangen eben schwierig sind.

Die meisten Haustiere leben unter schlechteren Bedingungen als Schlangen in - ordentlichen - Terrarien.

also die suche mit der wärmebildkamera

ist natürlich schon ein intellektuelles 'schmankerl'

:D

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.