Grüne

Korun fordert Novellierung des Kriegsmaterialgesetzes

30. Juli 2010, 12:53

Menschenrechtssprecherin fordert Innenmiisterein Fekter auf, umfassende Untersuchungen und Ermittlungen einzuleiten

Wien - "Wo Waffenbesitz nicht ausreichend kontrolliert wird, leidet die Zivilbevölkerung. Das ist nicht akzeptabel, zumal Österreich an den Exporten für Kleinwaffen und Kriegsmaterialien viel Geld verdient", äußert sich Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, zu den jüngsten Berichten über illegal verschobene österreichische Granaten und Granatwerfer, die angeblich in Afghanistan aufgetaucht sind.

"Wie man am aktuellen Beispiel in Afghanistan sieht, kann unsere mangelhafte Endverbraucherkontrolle dazu führen, dass Waffenembargos leicht durch Scheingeschäfte umgangen werden und damit paramilitärische bzw. terroristische Gruppen mit unseren eigenen Waffen aufgerüstet werden.  Im derzeitigen Kriegsmaterialgesetz gebe es "bedeutende Lücken, wie zum Beispiel ein großer Ermessensspielraum bei den Bewilligungskriterien und das Fehlen ernsthafter Nachkontrollen sowie Sanktionen".

Deswegen die Grünen einen Entschließungsantrag eingebracht, der das Innenministerium dazu auffordert, seine menschenrechtliche Verantwortung wahrzunehmen und das veraltete Kriegsmaterialgesetz dringend zu novellieren. Wir fordern darin ein lückenloses und ernstzunehmendes System der Endverbraucherkontrolle, stichprobenartige Überprüfungen der Waffenabnehmer und eine durchgehende Seriennummererfassung, sowie ernstzunehmende Sanktionen gegen Waffenschieberei", stellt Korun den Grünen Antrag zur Waffenhandelskontrolle vor.

"Ich gehe davon aus, dass Innenministerin Fekter im Fall der aufgetauchten Granaten und Grantatwerfer in Afghanistan sofort umfassende Untersuchungen und Ermittlungen einleiten wird. Ich fordere die Innenministerin dazu auf, diesen Fall als Weckruf zu sehen, um die längst überfällige Novellierung des Kriegsmaterialgesetzes vorzunehmen und dies endlich betrugssicher zu machen", so Korun. (red)

navrat pospischil
 
11
30.7.2010, 15:14
Frau Korun.

Ganz abgesehn davon woher diese Waffen nun wirklich stammen.

Zerstören sie nur die komplette Wirtschaft.
Machen sie ruhig weiter so.

dr.no3
26
30.7.2010, 13:09
Der Frau Korun wünsche ich weiterhin

schönen Aufenthalt in Wolkenkuckuksheim, gemeinsam mit mit ihrer nervös-aufgeregten Partei.

Dass die Waffen nicht aus Österreich stammen hat sich bei denen auch noch nicht herumgesprochen oder wird politisch korrekt verdrängt.

h 90
12
30.7.2010, 13:57

ist auch sonst kompletter Unsinn. Korun sollte besser ruhig sein bei Themen von denen sie wirklich keine Ahnung hat. Ausserdem hat ja scheinbar nicht die Zivilbevoelkerung sondern die Besatzer unter den Waffen gelitten

KuKi Basser
00
30.7.2010, 15:32

"...außerdem hat ja scheinbar nicht die Zivilbevölkerung, sondern die Besatzer unter den Waffen gelitten."
Ist damit der illegale Verschub gerechtfertigt?

h 90
01
30.7.2010, 16:11

Das ganze artet in ein schwieriges Thema aus.
Wollen wir Waffen an kriegsfuehrende Staaten liefern?
Nein: Dann brauen wir gleich gar keine produzieren.
Ja: Dann sind wir moralisch am morden mitbeteiligt.

Nachdem wir in die USA liefern koennen wir auch nach Afghanistan liefern, aber wollen wir das?

Alle Argumente haben haben was, ich kann mich nicht entscheiden

Kontrahent1
12
30.7.2010, 13:26
und das es 'honorige' Firmen gibt

welche jede Waffe innerhalb kürzester Zeit liefern können (ggf. mit einem 'kleinen' Aufpreis) wissen diese Wichtigtuer offenbar auch nicht. Die einzige Möglichkeit ist nicht zu produzieren und den Markt den Russen, Amerikanern, Israelis, Engländern, Franzosen und was weiß ich wem noch zu überlassen.

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