Sucht-Medikamente helfen beim Abnehmen

30. Juli 2010 12:47
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    Foto: apa/armin weigel

    Das Medikament soll das Verlangen nach Essen verringern.

Naltrexon und Bupropion führen in Kombination mit Ernährungsumstellung und Sport zu größerem Gewichtsverlust

Baton Rouge - Ein Kombinationspräparat aus den Wirkstoffen Naltrexon und Bupropion, die sonst bei der Behandlung von Suchtkranken eingesetzt werden, soll jetzt auch Übergewichtigen beim Abnehmen helfen. Wissenschaftler des Pennington Biomedical Research Center haben nachgewiesen, dass diese Medikamente zu einem größeren Gewichtsverlust führen als Diät und Bewegung allein.

Das Forscherteam um Frank Greenway geht davon aus, dass durch die Einnahme der Medikamente das Verlangen nach Essen verringert werden kann. Naltrexon wird normalerweise zur Behandlung von Alkoholikern und Heroinsüchtigen eingesetzt, Bupropion bei der Raucherentwöhnung.

Umstellung der Ernährung

Im Rahmen der aktuellen Studie wurde 1.700 übergewichtigen und fettsüchtigen Erwachsenen ein Programm zum Abnehmen angeboten, das eine Umstellung der Ernährung und Empfehlungen für sportliche Aktivitäten enthielt. Zwei Drittel der Teilnehmer erhielten zusätzlich täglich das neue Medikament. Ein Drittel bekam ein Blindpräparat. Nur die Hälfte der Teilnehmer beendete die Tests, die ein Jahr lang dauern sollten.

Jene, die das Medikament nahmen, verloren je nach Dosierung durchschnittlich fünf bis sechs Prozent ihres Gewichts. In der Kontrollgruppe lag der Gewichtsverlust bei 1,3 Prozent. Werden laut den Wissenschaftlern nur jene Teilnehmer berücksichtigt, die bis zum Ende der Studie dabei waren, ergibt sich bei der ersten Gruppe ein Gewichtsverlust von acht Prozent. Zu den Nebenwirkungen der Behandlung gehörten allerdings auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Verstopfung, Schwindel, Erbrechen und ein trockener Mund.

Appetit und Belohnung

Das neue Medikament soll auf jene beiden Bereiche des Gehirns abzielen, die den Appetit und die Belohnung kontrollieren. In den USA wird derzeit untersucht, ob das Medikament, das als Contrave auf den Markt kommen soll, zugelassen werden kann. Fünf Prozent weniger Gewicht würden zwar nicht viel erschienen, aber bei den Gesundheitsrisiken einen wirklichen Unterschied machen, betonte Greenway.

Weitere Tests hätten ergeben, dass das gleiche Medikament in Kombination mit einer intensiveren Diät und mehr Sport durchschnittlich zu einem Gewichtsverlust von zehn Prozent führen kann. In der Kontrollgruppe dieser Tests lag der Gewichtsverlust bei fünf Prozent. Nick Finer vom University College London hält es für besser und wirksamer, wenn das neue Medikament nur in Krankenhäusern eingesetzt wird. Dann könnte genauer festgestellt werden, wer wirklich von einer Einnahme profitiert. (pte)

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doppelstaatsbürger bananien und tuvalu
05.08.2010 22:02
It`s so easy.

wie nehme ich ab?
1. Sport (Laufen, radfahren, yoga)
2. Vitamin B Komplex! ausreichend suplementieren.
3. Keine Kohlehydrate am abend oder 3 mal in der woche proteinshake statt abendessen.
4. L-Carnitin hilft!
5. Die kombination Fett und kurze kohlehydrate ganz weglassen.

So jetzt wiss'ma's!

schpendi
07.08.2010 12:56
so ein Blödsinn..

Gewicht reduzieren kannst du nur durch Energiebilanz:

Indem du weniger Energie (Nahrung) zu dir nimmst, als du verbrauchst.
Natürlich wirkt Sport dabei unterstützend, aber L-Carnitin und den anderen Quatsch kannst du ruhig weglassen.

so, jetzt weißt du's

Sibylle Rosenstrauch
03.08.2010 08:12

Trotzdem irreführend, denn es ist niemals das Medikament, das zum Gewichtsverlust führt, sondern immer die Tatsache, dass die Menschen weniger Kalorien zu sich nehmen als sie verbrauchen! Und kein Medikament kann die Ursachen von Suchtverhalten beseitigen, die in unserer Lebensweise liegen - zB in der Art wie wir mit unseren Emotionen umgehen, ob wir als Kind nein sagen gelernt haben, ob wir in der Familie und am Arbeitsplatz authentisch sein dürfen, ... oder ob wir nur funktionieren und konsumieren gelernt haben. Sport ist gut und kann wirklich dazu führen, dass man seinen Körper wieder spürt und so an seine Emotionen kommt und insgesamt aktiver und ausgeglichener wird; er kann aber ebenfalls als Ersatzdroge fungieren.

*Postingname*
10.08.2010 13:38

Das stimmt so nicht. Medikamente allein können durch Beeinflussung des Stoffwechsels zu Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme führen, bei unveränderter Kalorienbilanz.

DagmarRehak
 
10.08.2010 20:22

Das stimmt so nicht. Durch die Beeinflussung des Stoffwechsels wird ja der Energieverbrauch erhöht, bei gleichbleibender Bewegung.

free spirit
02.08.2010 09:17
ist dieser artikel

anstiftung zum medikamentenmissbrauch?

JayneCobbs
01.08.2010 08:54

Tja, Faulen Leuten bleibt das Abnahmen eben verwehrt. 95% aller Leute die sich an einer Diät versuchen und in 5-Jahren das gleiche, oder auch mehr Gewicht.

Hilft einfach nichts, wenn man zusätzlich nicht noch Sport macht.

WeltenBrand
01.08.2010 18:47
ab einem gewissen übergewicht

kann man die meisten sportarten nicht mehr richtig ausüben - das nehmen einem die kniegelenke sehr sehr übel, und für solche leute sind 10% weniger körpergewicht auch dementsprechend viel. Bei 160 kg sind das immerhin 16 kg, und das ist für den bewegungsapparat schon ein ganzer haufen weniger zu tragen.

eine kontinuierliche umstellung der ernährungsgewohnheiten kann ebenfalls wunder wirken - auch ohne sport zu betreiben... seh ich grad an mir, bin schon 12 kg losgeworden ohne mich großartig zu kasteien (also langfristig auch kein problem) oder meine knie weiter zu demolieren (*freu*), und für die blutwerte und den blutdruck ists auch gut - ein nicht zu unterschätzender vorteil, wenn man langfristig mehr bewegung machen will.

doppelstaatsbürger bananien und tuvalu
05.08.2010 22:17

ich weiß nicht, hätt ich 160 kilo, wär ich so unglücklich über meinen zustand...Wieso lässt man es überhaupt so weit kommen? wie kann man sich so gehen lassen? Klar funktioniert dann auch die schilddrüse nicht mehr richtig usw. .... Blutwerte und Blutdruck schon bei jungen im ar... ich versteh das alles nicht!

WeltenBrand
12.08.2010 12:30
bei mir ists (wars? ich arbeite dran) ein binge-eating-syndrom

während/nach einer massiven depressiven episode - hab in einem halben jahr 50 kg genommen, und während man in so einer situation drinnensteckt, ist selbstkontrolle nicht möglich.

natürlich ists nicht angenehm, wobei sie sich um meine blutwerte und den blutdruck nicht sorgen müssen, die sind eigentlich immer im grünen bereich. was am unangenehmsten ist, ist die soziale reaktion - das übergewicht wär halb so schlimm, wenns nicht idioten geben würde, die einen auf offener straße beschimpfen.

das mit "ich versteh das alles nicht" ist auch ein mitgrund...

free spirit
02.08.2010 09:19
radfahren und schwimmen geht immer

der einzige sport vieler betroffener ist das ausreden erfinden...

WeltenBrand
12.08.2010 12:33

ziehn sie sich mal vor anderen leuten aus, wenn sie das übergewicht haben... auch an jaynecobbs.

das fahrrad zeigen sie mir, das mein gewicht lange aushält und noch irgendwie erschwinglich ist - nach langer recherche hab ich leider zu dem schluss kommen müssen, dass sich da unter 1200€ nicht viel tut. für jemanden wie mich, der nicht so üppig verdient, ist das ne ganze stange geld...

DagmarRehak
 
14.08.2010 03:47

Ich bin auch blad und hab mich grad die Woche im Gänsehäufel geaalt, war auch ein bisschen im Wasser, allerdings nicht sportlich.

Ein geeignetes Fahrrad zu finden ist zugegebener Maßen ein Problem, aber da hilft nur selber bauen. Hab ich noch nicht gemacht, hätte aber große Lust dazu.

JayneCobbs
01.08.2010 20:20

Gott segne die Hometrainer. Oder die Heiligen Hallen, welche das Schwimmen sogar im Winter ermöglichen.

WeltenBrand
12.08.2010 12:41
kaufen sie mir einen?

es ist auch eine frage der finanziellen situation - da ich eher in die kategorie working poor einzuordnen bin, ist das viel geld für mich. schwimmen - gerade wenn man ein derartiges übergewicht hat, ist die scham, sich vor anderen zu entblößen (vor allem wenn man auch einfach so auf der straße angepöbelt wird), ein massiver hinderungsgrund. grad jemand mit einem geringen selbstwertgefühl (und das haben recht viele mit massivem übergewicht, hauptsächlich durch die "der lässt sich einfach gehen", "unbeherrscht", "i versteh des ned", "du blade sau" - fraktionen) wird sich nicht so locker wo ausziehen wie jemand, dessen körper sich innerhalb der norm bewegt.

ein bisserl weniger präpotenz und ein bisschen mehr nachdenken würd ihnen gut stehen.

JayneCobbs
12.08.2010 14:11

Und nur zuhause sitzen macht die Sache ja wesentlich besser. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Von alleine besser wird es halt nicht. Präpotenz hin oder her.

Essen ist halt eine Sucht, wie Alkohol auch - nur kann man das Essen halt schwer ganz weglassen, was es auch ungemein schwierig macht. Sport wäre der richtige Weg, der ist aufgrund der massiven Belastung des kardiovaskulären Systems und des Beweungsapparates halt nur schwer möglich. Und da 95% der Leuten, die Diäten anfangen nach 5 Jahren das gleiche, oder sogar mehr auf den Rippen haben, sind alleinige Diäten auch nur eingeschränkt zielführend.

Ich wäre ja für die Einführung von "badegruppen für Adipöse, da wäre das Schämen vllt beherrschbar.

Horstl 99
31.07.2010 17:44

Das ist alles überflüssig und nur Ausdruck einer dekadenten und verlotterten Gesellschaft.
Statt auf der Couch zu liegen und sich das übliche amerikanische Verblödungsfernsehen an zu schauen, sollten sich die Menschen beispielsweise zum gemeinschaftlichen Turnen treffen.

Heavyweather
01.08.2010 23:50

oder Gruppensex...
Ich such noch ein paar heiße Frauen die mit mir fit bleiben möchten...

Hengstenberg´s Orig. Span. Sherry Essig España
01.08.2010 14:55
Asolut richtig!

Der Gröfaz hätte das nach dem Endsieg als erstes eingeführt!

Billie Bold
31.07.2010 22:53
Eben. Immer sind "die anderen" schuld.

Ein bißchen Disziplin ist ja wirklich nicht zuviel verlangt.

invodaseibua
31.07.2010 16:18
der burger sieht ja lecker aus!

:)

*Postingname*
10.08.2010 13:40

Ja, aber was ist das grüne unter dem Fleischlaberl??

Heavyweather
02.08.2010 00:07
Laird of Glenmore
01.08.2010 22:28
Ich glaub es ist ein Bigmac ...

DagmarRehak
 
04.08.2010 10:54

Nein, das ist einfach nur ein amerikanischer Privatburgerbudenburger. Bei uns gibt's nur die Ketten, aber im Land der Braven und Freien kann jeder eine Burgerbude aufmachen wie bei uns einen Würschtel- oder Dönerstand.
Ganz in Wirklichkeit hat es aber der Fotograf gemacht, der dieses Foto demstandard.at gegen Geld zur Verfügung gestellt hat. Schmeckt wahrscheinlich nicht so besonders und ist durch die ewige Fotagrafiererei kalt geworden. Aber Appetit macht er trotzdem. Ist wahrscheinlich Sinn und Zweck solcher Artikel.

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