Korruptionsbekämpfer Fiedler rügt die Justiz

30. Juli 2010 11:24

Schnellste Aufklärung notwendig

Wien - Ein rascheres Vorgehen der Justiz in der Causa Karl-Heinz Grasser fordert der langjährige Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler. Der Fall Grasser erfordere gleich in doppelter Hinsicht schnellste Aufklärung: "Erstens, weil die Vorwürfe eine höchstrangige Persönlichkeit betreffen, nämlich einen ehemaligen Minister. Und zweitens, weil es ausschließlich um öffentliche Gelder geht", so Fiedler in einem Interview mit den "Salzburger Nachrichten" (SN). Fiedler ist derzeit Österreich-Vorsitzender der Anti-Korruptions-Institution Transparency International.

Die Justiz agiere in diesem Fall dermaßen langsam, dass sich in der Öffentlichkeit der Eindruck habe, "hier wird nicht mit dem nötigen Nachdruck ermittelt", so Fiedler. Gerechtigkeit müsse nicht nur geübt, sondern auch sichtbar gemacht werden. "Das ist hier leider nicht der Fall."

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt nicht nur im Zusammenhang mit den Privatisierungen der Buwog und der Telekom Austria, sondern will auch andere Privatisierungen in der Ära des damaligen Finanzministers Karl-Heinz Grasser durchleuchten. In die Ära Grasser fielen unter anderem die Privatisierungen von voestalpine, Böhler-Uddeholm, Austria Tabak, Flughafen Wien und auch des Dorotheums.

Neue Vorwürfe

Die neuen Vorwürfe gegen Grasser basieren wie berichtet auf den Aussagen des ehemaligen Kabinettchefs im Verkehrsministerium, Willibald Berner, die dieser bereits im Oktober des Vorjahres gegenüber der Staatsanwaltschaft gemacht hat. Berner hat dabei von einer Art Masterplan der FPÖ berichtet, damit hochrangige FPÖ-Persönlichkeiten von den geplanten Privatisierungen finanziell profitieren könnten. Dabei seien auch die Namen von Grasser und Jörg Haider genannt worden. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung. Berner war auch Pressesprecher der Internetfirma Yline, deren Tochterfirma die Homepage des Finanzministeriums und des "Vereins zur Förderung der New Economy" gestaltet hatte.

SPÖ und Grüne haben nach Auftauchen der neuen Vorwürfe die sofortige Öffnung von Grasser-Konten und die Offenlegung aller Vermögenswerte des Ex-Finanzministers gefordert. Grasser-Anwalt Manfred Ainedter hat die neuen Vorwürfe gegen seinen Mandanten "nur ins Reich des Absurden" verwiesen.

Wie die Zeitung "Österreich" heute, Freitag, berichtet, interessieren sich die Ermittler nun auch für die ehemalige Verlobte Grassers, Natalia Corrales-Diez, die 2004 im Finanzressort arbeitete. Sie könnte "demnächst" von der Staatsanwaltschaft befragt werden, so das Blatt. (APA)

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FAIL
02.08.2010 11:49
"Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung."

ahahah es wird immer besser :D

robert melzer
01.08.2010 18:23
korrupt bis zum abwinken!

So macht es der Herr Rat wenn er Erben will, und alle schauen zu, ist ja der Herr Rat!

http://youtu.be/a9rMoe4UGto

Steinbock1959
31.07.2010 14:50
Gerechtigkeit

Unserer lieben Frau Justizminister mit ihren vielen netten Brillen fehlt es erstens an der nötigen Potenz, für Gerechtigkeit zu sorgen und zweitens darf sie das ja auch nicht. Es könnten ja auch so manche Parteifreunde hinter Gittern landen.

W. Müller
 
31.07.2010 09:20
Die Justiz MUSS so gemächlich agieren, ...

... da die Verjährungsfristen zu lange sind.

also dann ...
06.08.2010 19:07
ja ... ich bin für 6 monate - verjährungsfrist, weil

- man da ca. 6 wochen auf urlaub gehen kann
- und der akt 3-4 monate zw. den ländern sowieso hin- hergeschickt wird
- und den rest kann man darauf zurückführen, dass
für das stempelkissen des datums
... keine tinte gekauft wurde.

Wolfgang Lederbauer1
31.07.2010 12:27
Verjährungsfristen

Man sollte beruhigt sein.

Der Rechnungshof hat angekündigt, die Staatanwaltschaften zu prüfen.

Man kann sicher sein, dass der Rechnungshof genau auf das Problem Verjährunsgfristen achten wird.
.

http://so-for-humanity.com2000.at

turn of a friendly card
31.07.2010 10:33
Sehe ich auch so. Siehe Kaprun... Juni 2010!!!

http://www.zeit.de/2009/33/A-Kaprun

Wolfgang Lederbauer1
31.07.2010 12:32
Kaprun...

Auf den Rechnungshof kommt im Zuge der angekündigten Prüfung der Staatsanwaltschaften eine riesige Aufgabe zu.
.
Nach dieser Prüfung wird an mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alles geklärt sein.
.
http://so-for-humanity.com2000.at

Wolfgang Lederbauer1
31.07.2010 00:22
Fiedler: Gerechtigkeit müsse nicht nur geübt, sondern auch sichtbar gemacht werden.

Teil 2:
Dabei ergeben sich wichtige Fragen:
1. Warum wurde der Wahrnehmungsbericht des Rechnungshofs über die von Dr. Fiedelr geleitet Prüfung im Jahre 2002 erst im Jahre 2007 veröffentlicht?
2. Warum ist im Wahrnehmungsbericht des Rechnungshofs ( Prüfung 2002) mit keinem Wort auf den potentiellen Unternehmenswert der BUWOG in der Zukunft eingegangen worden ?
3. Wie substantiell ist dieser Satz im Wahrnehmungsbericht des Rechnungshofs:
"Eine Veräußerung wäre dann wirtschaftlich, wenn die sich aus der geringeren Staatsverschuldung ergebende Zinsersparnis höher wäre als der Einnahmenausfall des Staates aus den abgeführten Gewinnen seiner Wohnbaugesellschaften".

http://so-for-humanity.com2000.at SFH-280-439

Wolfgang Lederbauer1
31.07.2010 00:20
Fiedler: Gerechtigkeit müsse nicht nur geübt, sondern auch sichtbar gemacht werden.

Teil 1:

Endlich hört man wieder eine Äußerung des Mahners der Nation. Von unüberbietbarer Deutlichkeit sind die Worte: " Gerechtigkeit müsse nicht nur geübt, sondern auch sichtbar gemacht werden."

Der erste Abschnitt des Verkaufs der BUWOG wurde noch unter der Präsidentschaft von Dr. Fiedler vom Rechnungshof geprüft.

Eine weiter Facette dieser Causa könnte das " kreative " Lesen des ersten Wahrnehmungsberichts des Rechnungshofs über die Prüfung des Verkaufs der BUWOG ergeben.

BUWOG – Bauen und Wohnen Gesellschaft mbH
Themen: Immobilien, Öffentliche Unternehmungen
Download des Berichtsteils
Bund_2007_04_Bd2_5.pdf - Größe: 101 KB
.
http://so-for-humanity.com2000.at SFH-280-439

robert melzer
30.07.2010 23:31
justizia in austria, rechtsstaat,ade!

der rechtsstaat ist keiner mehr,sonst würden diese dinge, die in den videos festgehalten, nicht geschehen können!
http://www.youtube.com/watch?v=-IoEmD_eh3w
http://www.youtube.com/watch?v=2pAB02lKBYk
http://www.youtube.com/watch?v=iV2deXSBSNE

Wolfgang Lederbauer1
30.07.2010 23:41
justizia in austria, rechtsstaat,ade!

Ja, wo kämen wir denn hin, wenn alle problematische Fälle auf diese Weise veröffentlicht werden ?

Sie haben uns dennoch eine interessante Anregung gegeben:

http://so-for-humanity.com2000.at

robert melzer
31.07.2010 13:29
ja wo justiz drauf steht, ist freunderlwirtschaft drin!

ich bedanke mich für ihren link!

Schwalbe
30.07.2010 21:58
Gerhard Müller
30.07.2010 20:03
Und wenn der Fiedler das Parallelogrammhupfen erfindet...

die Bandion wird trotzdem nichts in der KHG-Sache weiterbringen.

Sie weiß schon warum.

Auch der Falter darf unken wie die Sommerunken, es wird nix passieren.

Irgendwann werden wir hören und lesen:

die Ermittlungen wurden eingestellt, weil die fraglichen Sachverhalte verjährt sind.

Medienkonsument
30.07.2010 18:48
Falls es wer vergessen haben sollte,

Der Fiedler ist der, der - obwohl ÖVP-Nahe - auf'm FPÖ-Ticket Bundespräsident werden wollte.

Er ist schon seit einer Ewigkeit nimmer Rechnungshofpräsident.

Korruption haben wir viel zu viel wie jeder weiß, aber diese Aussagen sind Allgemeinplätze eines gescheiterten Opportunisten.

Wolfgang Lederbauer1
30.07.2010 23:48
Falls es wer vergessen haben sollte

Die Wahl von Dr. Fiedler zum Präsidenten des Rechnungshofs im Parlament war derart bedeutungsvoll , dass die Stimmzettel gekennzeichnet wurden.
.
Grundsätzlich ergibt sich imer die Farge wer die Amtsführung eie s Präsidenten des Rechnungshofs überprüft.

Wer weiss die Antwort?

http://so-for-humanity.com2000.at

Schwalbe
30.07.2010 22:05

fiedler ist auch präsident des österreichischen akademikerbundes, dessen wiener landesvorsitzender 2009 die ersatzlosen streichung des verbotsgesetzes forderte.

Jerry Garcia
 
30.07.2010 19:59
Der Fiedler ist der, der sich trotz ÖVP-Nähe

nicht daran hat hindern lassen, Missstände, wo auch immer aufzuklären!
In Ihren Augen sicher ein Verräter.

Wolfgang Lederbauer1
30.07.2010 23:59
Der Fiedler ist der,

... der Spezialist für die Auslegung des Artikels 126 des B-VB und für die Verfassungskonformität des Beamtendienstrechtsgesetzes ist.

http://so-for-humanity.com2000.at SFH-0226

Jerry Garcia
 
01.08.2010 19:41
Und wie wurde der Artikel ausgelegt,

hat Fiedler ihn ausgelegt? Interoretiert er ihn? Und wenn, dann wie?

Wolfgang Lederbauer1
01.08.2010 21:24
hat Fiedler ihn ausgelegt? ( Art 126 - B-VG )

Das ist eine sehr komplizierte Geschichte.

Es besteht der Verdacht, daß Dr. Fiedler den Art 126 B-VG falsch ausgelegt hat.
( Es gilt natürlich die Unschulsvermutung).

Jedenfalls werden alle Verfahren neu aufgerollt werden.

Dann wird man klarer sehen.

http://so-for-humanity.com2000.at

Mc Gregger
30.07.2010 19:25
Sie haben einen Denkfehler

Seit wann wird man Bundespräsident durch ein Ticket? Ich schätze, sie sind so ein ÖVP Lodenmatelträger, geistiges KLienkaliber, kleinkariert, neidig und mieselsüchtig.
Der Bundespräsident wird vom Volk unmittelbar gewählt, da nutzt kein Ticket. Wenn die Mandatare der FPÖ Fiedlers Kandidatur unterstützen wollten, ist das kein Opportunismus, das ist ein Zeichen gelebter Demokratie. Schüssel ließ sich mit Hilfe der FPÖ trotz verlorener Wahl zum Kanzelr küren. Das war fies u niederträchtig.
Im Falle Fiedlers wäre die Entscheidung beim Wahlvolk verblieben. Dagegen hat die Bevölkerung den Herrn Bundeskanzler Schüssel durch List u Tücke vorgesetzt bekommen. Unterscheid auch für sie klar?

Mc Gregger
30.07.2010 17:28
Hervorragender Mann

Kritik aus dem Munde Fiedlers hat naturgemäß mehr Gewicht, als wenn sich user hier die Finger wund schreiben, der Mann ist kompetent u tadellos. Die österr Justiz ist ein Sonderkapitel. Scharf und streng geht sie gegen "kleine Leute" vor, weich und zart ist sie zu den "Großen" der Republik. Das ist das schlechteste was man über die Justiz sagen kann, so ist es aber, und Fiedler dürfte das auch so gemeint haben. Die Frau BM ist für dieses Amt hoffnungslos überfordert. Ich fürchte, sie ist nicht in der Lage, die Tragweite des Problems zu erkennen.

Walter Tiefenthaler
30.07.2010 17:41
die justiz war aber schon immer so...

...den reichen und maechigen widerfaehrt recht, den armen das strafgericht.

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