Magenverkleinerungen

Schwere Komplikationen sind selten

30. Juli 2010 11:08
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    Foto: apa/franka bruns

    Bariatrische Operationen gehören in den USA zu den zweithäufigsten chirurgischen Eingriffen im Bauchraum.

Probleme vor allem nach Magenbypass-Operationen - Erfahrung der Chirurgen entscheidend

Chicago - Immer mehr Menschen mit krankhaftem Übergewicht lassen sich den Magen verkleinern. Bei diesen bariatrischen Operationen kommt es einer Studie zufolge nur selten zu gravierenden Komplikationen. Probleme treten demnach allerdings vor allem in jenen Kliniken auf, deren Mitarbeiter wenig Erfahrung mit solchen Eingriffen haben.

Magenverkleinerungen sind in den USA inzwischen die zweithäufigste Bauchoperation. Die Sicherheit der Eingriffe untersuchten Forscher der Universität von Michigan anhand der Daten von über 15.000 Patienten, die sich in 25 Kliniken einem der drei gängigsten Verfahren unterzogen Magenband, Schlauchmagen oder Magenbypass.

Mit dem Magenband schnüren Chirurgen den Eingang zum Magen mechanisch ab. Beim Schlauchmagen entfernen Ärzte der Länge nach eine Hälfte des Organs. Beim Magenbypass wird der Weg der Nahrung von der Speiseröhre direkt zum Dünndarm umgeleitet.

Wenig Probleme bei Magenband

Insgesamt erlitten 7,3 Prozent der Patienten Probleme, meist jedoch kleinere Komplikationen wie etwa Störungen bei der Wundheilung. Das Risiko für schwere Nebenwirkungen hing vor allem vom verwendeten Verfahren ab. Derartige Schwierigkeiten entwickelten 3,6 Prozent der Bypass-Patienten, 2,2 Prozent nach einer Schlauchmagen-Operation und knapp ein Prozent nach Einsetzen eines Magenbands.

Allerdings hing die Gefährdung wesentlich von der Erfahrung der Krankenhäuser und Chirurgen ab, wie die Mediziner im "Journal of the American Medical Association" schreiben. In Kliniken, die derartige Operationen häufig anwendeten, war das Risiko für schwere Komplikationen nur halb so hoch wie in jenen Einrichtungen, die solche Eingriffe eher selten vornahmen. (APA)

Abstract: Hospital Complication Rates With Bariatric Surgery in Michigan

Journal of the American Medical Association", Vol. 304, S. 435-442

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 62
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fidel goes crazy
01.08.2010 17:20
Der letzte Ausweg sollte die Magen-OP sein

Nach der OP, insbesondere dem Bypass, ist die Lebensqualität auf Dauer stark eingeschränkt: Jedes Glas Leitungswasser ist für Magen u. Körper eine Anstrengung. Die Bikinifigur, die sich viele dadurch erhoffen, rückt in weite Ferne, weil der Körper zwar Fett, aber nur wenig von der überschüssigen Haut verliert. Zudem müssen unzählige künstliche Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel regelmäßig in einer Vielzahl eingenommen werden. Mit Ausdauer, Willenskraft u Disziplin kann jedoch auch ohne chriurgische Eingriffe, auf völlig natürlichem Weg abgenommen werden, und die Formel dazu lautet: Weniger essen, mehr bewegen. Ärzte, Krankenkasse u Berichte wie dieser fördern aber nur die Entscheidung zur freiwilligen Selbstzerstümmelung. So sad!

Elisabeth Werner1
09.08.2010 10:32
genau das ist falsch

wenn man abnehmen will, muss man essen, alles andere ist eine sackgasse. es geht darum, das richtige zu essen und sich zu bewegen.

Petzi Petz
01.08.2010 21:06
Natürlich würde es so auch gehen.

So wie man zugenommen hat, kann man auch wieder abnehmen. Jedoch fehlt diesen Patienten einfach der starke Wille und die würden es so nie mehr schaffen. Die Magenop zwingt den Körper praktisch dazu, obs der Geist will oder nicht ist egal - man kann nicht mehr essen und nimmt daher ab. Wenns gar nicht mehr anders geht, ist das eben das letzte Mittel.

Lorelei Sonnenschein
03.08.2010 15:09
...der Wille ist bei Übergewicht das kleinste...

Problem...die kranke Seele ist die Ursache und des Pudel´s Kern!!

Fragen Sie einen Psychologen!

WeltenBrand
12.08.2010 12:52
kann ihnen nur zustimmen

viele übergewichtige, die ich kenne, sind frustesser - wenn man nicht beginnt, mit sich selbst ins reine zu kommen, kann mans gleich aufgeben.

Petzi Petz
03.08.2010 18:34

Natürlich ist es der Wille, der Wille zu Leben, der Wille sein Leben wahrzunehmen und aktiv zu gestalten, der Wille sich selbst zu lieben. Niemand, der sich selbst tatsächlich gern hat, tut sich Fettsucht an, oder sonstige Süchte - ich habe selbst jahrelang viel geraucht und hab erkannt, dass zur Selbstliebe Kettenrauchen sicherlich nicht gehört - und schon war das Aufhören kein Problem mehr (der Körper hat sich nach wenigen Tagen daran gewöhnt). Was mir da ein Psychologe sagen sollte weiß ich nicht, zur Psychologie gibts sehr widersprüchliche Ansichten, muß jeder selbst wissen was er davon hält.

Rüxnplüxcok
02.08.2010 12:53

Und was ist wenn das Magenband wieder entfernt wird?
Der Geist ist dann immer noch "schwach und untrainiert". Ich gehe mal davon aus, dass viele danach wieder zunehmen.
Abnehmen, und ich spreche aus eigener Erfahrung, ist mindestens zu 50% eine Kopfsache. Man muss sein Umgang mit Nahrung neu definieren, neu erlernen. Und ohne Hilfe von außen in Form von Fitnessstudio, Ernährungsberatung, Treffen mit Gleichen, Freunde, Familie, usw. geht es nun mal nicht. Die geben dir die Stütze wenn man mal den Weg aus den Augen verlierst.
Und bei einem Magenband ist es ohne diese Betreuung auch nur die halbe Lösung und somit wieder ein Schuss in den Ofen.

Abin_Sur
 
22.10.2010 12:35
an sich

sollte der magen durch die geringe nahrungsaufnahme natürlich auf "schrumpfen".
allerdings klappt das nicht bei allen, weil es ist nicht alles schwer essbar.
eis und schokloade gehen auch mit magenbahd hervorragend.
deshalb hilft das magenband nicht bei allen.
der magenbypass auch nicht. der körper kann nach dem bypass zwar nur die hälfte der aufgenommen kcal verwerten,w eshalb es zu raschen gewichtsabnahmen kommt, doch manche fressen nach einiger zeit einfach das doppelte.

Petzi Petz
03.08.2010 13:05

Nein, ich meinte es als Starthilfe. Natürlich werden einige wieder zurückfallen, aber bei einigen hilfts auch. Und die gewinnen dadurch ein Selbstwertgefühl, das ihnen danach hilft.

Chocoholic
02.08.2010 11:17
Ihre Aussage zeigt, dass Sie die wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse

der letzten 10 Jahre verschlafen haben. Macht nix. Es muss immer ein paar Zurueck Gebliebene geben.

Petzi Petz
03.08.2010 13:04

Ach ja, ein Troll.

Chocoholic
05.08.2010 18:34
wenn Sie das sagen, muss es wohl stimmen, Herr Obertroll.

wer weiss...
01.08.2010 16:16
am besten an dem Artikel ist...

... dass das gleiche Foto beim Tagesanzeiger (CH) zu einem Artikel über (die Unsitte der öffentlichen) Flipflops benutzt wird.

http://www.tagesanzeiger.ch/leben/sty... y/28455149

Dr. Bitter
01.08.2010 14:02

Schlimm wird es, wenn zuerst das volle Programm gemacht wird, also Magenbypass, Ankerschnitt, Brustwarzenhebung usw.
Und dann zwei Jahre später die Rückoperation, damit man wieder unbehindert essen kann.
Der mir bekannte, geschickte Adipöse hat es auch noch geschafft, sich das Ganze von der Krankenkasse finanzieren zu lassen. Aus psychischen Gründen.

Diese Krankheit ist eine komplizierte Fehlschaltung, die mit ein paar Schnitten nicht behoben werden kann.

Ingrid Goeschl1
01.08.2010 19:58

Und Sie glauben, dass die Person, die sich diese Operationen alle angetan hat, "geschickt" war und sich mutwillig operieren ließ?

Beim Magenband braucht man übrigens keine Rückoperation (bei Brustwarzenhebungen wohl auch nicht), weil das Magenband ohne Operation wieder weit gestellt werden kann.

Trotzdem würde ich das Magenband nicht wirklich empfehlen, bei vielen wirkt es nicht.

Michel Berger
01.08.2010 13:36
Kompliment!

Die Dame auf obigem Foto schafft noch problemlos, sich die Zehennägel rot zu lackieren.

Billie Bold
31.07.2010 22:52
Wie kann man sich nur so gehen lassen...

Ist ein bißchen Disziplin wirklich zuviel verlangt?

hundsgemeini
01.08.2010 15:42
adipositas ist eine krankheit

und ist nicht immer auf reines fehlverhalten zurückzuführen. etwa 70 % der adipösen patienten haben eine positive familienanamnese. Bezahlte und rechtzeitige Prävention/Therapie, aber nicht rummotzen wenns zu spät ist und so eine OP lebensnotwendig ist.

xEurocent
01.08.2010 18:47
Damit macht man sichs zu einfach. Nicht jeder kann aussehen wie ein Model, da brauchen wir gar nicht darüber reden.

Aber alle in meinem Bekanntenkreis die stärker übergewichtig sind, tragen selbst ordentlich dazu bei um diesen Status aufrecht zu erhalten.

Es ist keine Krankheit ständig zu naschen, es ist keine Krankheit literweise Cola & Co in sich reinzuschütten, es ist keine Krankheit ständig nur Fritiertes zu essen. Es ist keine Krankheit Semmel und weißes Gebäck zu essen statt Vollkornprodukte.

Das tun sie sich schon selbst an. Und glauben sie mir, ich kenne das Gefühl, dass man irgendetwas essen muss. (Was übrigens Ausdruck einer falschen Ernährung ist, die man innerhalb von zwei Wochen! umstellen kann -> nie mehr Heißhungerattacken) Aber dann kauft man eben erst gar nicht das ganze Fett/Zucker-Zeug ein, wenn man sich nicht unter Kontrolle hat.

Chocoholic
02.08.2010 11:19
Depression ist auch nur Einbildung und koennte wohl mit ein bisschen

positiver Lebenseinstellung einfach aus der Welt geschafft werden, nicht wahr?

xEurocent
02.08.2010 11:22

Nein.

Hat aber auch absolut nichts mit dem zu tun was ich geschrieben habe.

Chocoholic
02.08.2010 14:33
Sie uebersehen, dass die meisten Ueberesser, die ueber 120 kg wiegen

und dadurch tatsaechlich in eine derartige gesundheitliche Situation kommen, dass es angesagt waere, eine Magenbandoperation zu beruecksichtigen, derartige Erkrankungen zu Grunde liegen.

Hat also alles mit dem, was Sie geschrieben haben zu tun. Nur natuerlich, dass Sie sich mit diesem Bezug nicht mehr so gut gegenueber den Fetten fuehlen koennen.

WeltenBrand
12.08.2010 12:59
auch ihnen uneingeschränkte zustimmung

sehr viele übergewichtige in meinem bekanntenkreis, die sich über 120, 130 kg bewegen, sind depressiv; mit dem essen versucht man (zumindest bei mir ists so), ein gefühl der leere, der sinnlosigkeit zu bekämpfen - und diese gefühle sind der eigentliche auslöser. in so einer situation ist ein magenband/bypass auch nicht sinnvoll - eine therapie für die ursächliche psychische erkrankung ist unerlässlich, und wenn man dann noch immer nicht abnehmen kann und ein magenbypass gemacht wird, ist die psychische betreuung ein wichtiger teil des heilungsprozesses

Toeris
31.07.2010 23:05

Disziplin hilft nur denen, die sie einfordern. Es tut dir sicher gut, so etwas zu schreiben.
Aber Betroffenen hilft das nichts.

Petzi Petz
01.08.2010 17:05

Mich schreckt das immer so, dass sich die Leute anscheinden selbst nicht mal soviel wert sind, dass sie auf sich selbst achten.

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