Klagenfurt: Studienplätze für Psychologie werden begrenzt

30. Juli 2010 10:08
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    Foto: standard/cremer

    Der Ansturm in Klagenfurt wird gestoppt: nur mehr 115 Studienanfänger können jährlich das Psychologie-Studium starten.

Künftig werden nur mehr 115 Beginner bei Bachelorstudium und 90 bei Masterstudium zugelassen

Klagenfurt - Nachdem eine Sperre für Neuanfänger des total überlaufenen Psychologie-Studium an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt am Nein des Senats gescheitert war, will die Universität die Zahl der Anfänger nun per Verordnung begrenzen. Die geplante Halbierung der Anfängerzahlen sei durch eine Neuinterpretation des Notfallparagrafen 124b möglich, wird Senatsvorsitzenden Oliver Vitouch in der Freitagausgabe der "Wiener Zeitung" zitiert.

Die Verordnung soll laut Homepage der Uni Klagenfurt die Zahl der Studienbeginner im Bachelorstudium auf jährlich 115 begrenzen und werde "vorbehaltlich der Stellungnahme des Senats und der Genehmigung durch den Universitätsrat" mit dem Wintersemester 2010/11 in Kraft treten.

Keine Aussetzung der Anmeldungen

Geplant ist ein Auswahlverfahren nach Semesterbeginn, das vorerst einmal im Jahr (jeweils zum Wintersemester) durchgeführt werden soll. Anmeldungen für das Bachelorstudium der Psychologie sind nun also wieder möglich. "Die ursprünglich geplante Aussetzung des Bachelorstudiums der Psychologie wird damit nicht weiterverfolgt", heißt es in der Stellungnahme.

Die Anzahl der Anfänger für das Masterstudium der Psychologie sollen ab dem Studienjahr 2011/12 - ebenfalls per Verordnung - auf jährlich 90 begrenzt werden. Im Gegensatz zum Bachelorstudium wird es im Masterstudium sowohl im Winter- als auch im Sommersemester Aufnahmen geben. Die Anfängerzahlen sollen auf 60 im Winter- und 30 im Sommersemester begrenzt werden.

Laut "Wiener Zeitung" heißt es zu den Vorschlägen, man habe die Verordnung am Donnerstag zugeschickt bekommen - "prima vista spricht nichts dagegen". (APA)

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21 Postings
Mlle. P.
02.08.2010 21:35
Die Klagenfurter Rechnung:

115+90=210 - *Herzlichen Glückwunsch*, 30 Studierende weniger (immerhin nicht pro Jahr 230 im Master und 230 im Bachelor); zum Glück sind von den 115 die Bachelorarbeiten nicht so umfangreich wie eine typische Klagenfurter Diplomarbeit. Wenn allerdings Betreuung und Qualität verbessert werden sollen, muss sich an der nach wie vor mangelnden Ausstattung viel ändern!

Herr H. Mayr sollte sich doch noch überlegen, ob er da von den ursprünglich geforderten vier Stellen ein paar mehr herausrücken kann, um das Institut entsprechend zu stützen und dem Ruf der Psychologie (peinlich! Momentan ist jede/r fünfte Studierende mittelmäßig ausgebildete PsychologIn!) entgegen zu wirken.

Immerhin: Es regt sich was und das in eine erfreulichere Richtung...

Der strenge Meister Johann
04.08.2010 08:49
Ma, sind sie liab!

Sie glauben wirklich, das war's schon?

Mlle. P.
03.08.2010 10:08

... korrigiere den Tippfehler: 205 (und dementsprechend 25 weniger)

Zinnmo
 
31.07.2010 22:24
Vielleicht wird es jetzt besser

Bis jetzt war das Psychologiestudium in Klagenfurt ein schlechter Witz. Wie sollte es auch anders sein, Massen mussten durchgeschleust werden, das ging natürlich auf Kosten der Qualität.

Oliven Brot
31.07.2010 11:54
man müsste

in der letzten Klasse (auf dem Weg zur Matura) konkret über diese Studien informieren.
Psychologie ist nicht nur "quatschen" und Publizistik nicht nur blöde Artikel für Zeitungen schreiben...

Somit könnte man einige Mädels davon abhalten, das Zeugs anzufangen...

Der strenge Meister Johann
04.08.2010 08:35
matutrus3 soll "reif" heißen

Eigentlich wäre es Sache der SchülerInnen/StudentInnen sich selbst zu informieren, bevor sie ein Studium beginnen.
Die AUAUK hat dafür genug entsprechende Angebote, die das unterstützen.

Oder sehe ich da etwas falsch?

Puste2
02.08.2010 08:10
Verbesserte Information vor Matura

MaturantInnen werden nur sehr schlecht auf die Studiumsmöglichkeiten vorbereitet. Mehr Insidertipps von Studies erforderlich (vgl. www.easydegree.at)

Alfred Busenschauer
01.08.2010 11:48

Psychologie besteht zu nicht mal 10% aus "quatschen". Wenn man es schafft den naturwissenschaftlichen Charakter vor Studienantritt zu kommunizieren, würden es sich wahrscheinlich viele noch mal überlegen.

pipapo
31.07.2010 00:36
eh gut.

die meisten psychologiestudentInnen sind beim psychologiestudium ohnehin am falschen platz gelandet.

viola merda
30.07.2010 19:39
Nein!

Was machen wir nur, wenn einmal zu wenige Psychologen in Österreich sind.. :(

Silverfresh
31.07.2010 18:34

Die Psychologen schaffen sich schon ihren eigenen Markt.
Sie werden erst so richtig verrückt und geistenskrank, WENN Sie beim Psychologen waren.

Titus Feuerfuchs
03.08.2010 16:35
Schon klar,

Psychopharmaka wirken bei Ihnen viel besser.

Der strenge Meister Johann
30.07.2010 17:48
Einmal sachlich gefragt:

Was hat sich jetzt wirklich dadurch verbessert?
Solche "Lösungen" findet man auch nur Kärnten!

Die Misere wird prolongiert und wirft ein Licht auf die gesamte AAUK, als sei sie ein drittklassiger Provinzladen und ein desolater Familienbetrieb.

Fortiter In Re
31.07.2010 03:48
Die Kärntner Seele

Meister Johann, jenseits wie eh und je (der berühmte Kärntner Selbsthass)...

Ganz im Gegenteil ist Klagenfurt der erste Standort in Österreich, der es geschafft hat, annähernd >kapazitätsorientierte< Zugangsregelungen für die Psychologie einzurichten (die Rechtslage war alles andere als einfach). In Wirklichkeit ziemlich revolutionär (für Österreich, ansonsten ist es europäische Normalität).

Mlle. P.
02.08.2010 21:45
Der Ruf der Klagenfurter Uni ...

... ist, zumindest was ein Fünftel der Studienabschlüsse angeht, schon längst nicht rosig - alle die mit dem angeblichen Mädchenstudium an der Flip - Flop- Uni, wo man den Magister in Psychologie bekommt, wenn man einmal die Universitätstraße hoch und runter fährt, um einige metaphorische Umschreibungen der letzten Jahre hier einmal wiederzugeben.

ABER: Es kann nur besser werden und das wird es aufgrund der zahlreichen Bemühungen sowohl von Studierenden- als auch Instituts- und Uniseite aus, wenn sich weiterhin soviel tut wie in den letzten Monaten und es endlich! mehr Stellen gibt.

Der strenge Meister Johann
02.08.2010 09:27
Sehr angenehm der Tonfall...

So laß ich es mir gerne gefallen. Nun, verehrter Herr Standhaft, dass sind natürlich Probeläufe. Es wird eine sehr spezielle Situation in Klagenfurt benutzt, um Zugangsbeschränkungen auszuloten.
So kann man es aber auch sehen;
1.) lasse zu, dass eine Situation sich verschlechtert
2.) sicherst du dir damit den Arbeitsplatz
3.) wertest du deine eigene Bedeutung auf
4.) stelle Forderungen und stelle die Bildungspolitik als schlecht hin
5.) schalte dich mit einigen Studierenden kurz, steike und gehe damit an die Medien. Das ist alles natürlich nicht parteipolitisch instrumentalisiert!
6.) werfe damit ein schlechtes Licht auf die Gesamt-Uni, die dasteht wie ein desolater Provinzladen und Familienbetrieb. So kann man es auch sehen.

Der strenge Meister Johann
02.08.2010 09:41
Da der Beitragsumfang begrenzt ist, eine Ergänzung:

Was das rechtliche betrifft: Es sit schon auffallned, dass unser Herr BP Heinzi Fischer, der bekannt ist für sein umsichtiges und vorsichtiges politisches Agieren, für Zugangsbeschränkungen eintritt, diese plötzlich rechtlich ganz und gar nicht mehr so schwierig sind ( Was zumindest von der VSStÖ bereits kritisiert wurde, während die anderen noch schlafen.)

Das sind natürlich politische Entscheidungen und haben mit Recht nichts zu tun.

Irrer Wahnsinn
01.08.2010 15:20
Klaro,

nun ja müsste der Bund den Unis nicht die Kohle für die Studienbeiträge ersetzen dann wäre alles anders, dann hätten diese Uniheuchler jeden aufgenommen und innerhalb von ein paar Semestern in ein Burn-Out geschickt.

Schrumpfschlauch
30.07.2010 13:35
Testet die Mädels! Testet die Mädels!

Beatrix Karl, TRETEN SIE ZURÜCK!
30.07.2010 13:00

Immerhin keine bedingungslose Kapitulation vor dem Rotstift, wie ursprünglich geplant - gute Nachrichten sehen aber trotzdem anders aus.

Fritz Meyer
30.07.2010 15:49
Zu ernsthaften Konsequenzen war man dort nicht bereit.

Und den "Freunden" mit dem gleichen Parteibuch wird man mit entsprechenden Forderungen nach einem höherem Etat wohl auch nicht auf die Zehenspitzen treten wollen. Das könnte der Karriere nachhaltig schaden.

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