Sparkonzepte hat es in der Automobilgeschichte schon öfter gegeben. Das interessanteste war der Eta-Motor von BMW Mitte der 1980er-Jahre
Die Motoren des Smart sind ein Musterbeispiel für Downsizing. Mit drei Zylindern und Turbolader haben sie uns schon vor zwölf Jahren vorgehupft, was wir jetzt bald öfter erleben werden: kleine, leichte, aber sehr aufwändig aufgebaute Motoren, die auch unter Ausnutzung der guten Fahrleistungen sehr sparsam sind.
Sparkonzepte hat es in der Automobilgeschichte schon öfter gegeben. Das interessanteste war der Eta-Motor von BMW Mitte der 1980er-Jahre. Hier handelte es sich nämlich um genau das Gegenteil von Downsizing. Niedrige Drehzahlen sind immer ein guter Weg zur Sparsamkeit (Eta ist der Formelbuchstabe für den Wirkungsgrad). Um auch bei niedrigen Drehzahlen viel Drehmoment zu erreichen, flüchtete man in den Hubraum, denn einen Turbolader wollte man sich ersparen, außerdem hatte man den Verbrauch aufgeladener Motoren damals sowieso nicht im Griff. So leistete der BMW 525e mit 2,7 l Hubraum gerade mal 120 PS. Das Konzept verschwand dann ganz von selbst wieder.
Warum in Sachen Downsizing so lange nichts weitergegangen ist, obwohl man ja schon lange weiß, dass dies ein zielführender Weg in Richtung Sparsamkeit ist, liegt wohl daran, dass mit dem Kleinermachen der technische Aufwand gleich deutlich steigt. Die Dimensionen liegen etwa so, dass ein Saugbenziner in der Herstellung ungefähr die Hälfte eines aufgeladenen Dieselmotors kostet.
Mit zunehmenden Bemühungen um Sparsamkeit nähern sich die Kosten für Benzinmotoren zusehends den Größenordnungen des Diesel, da ja auch beim Benziner immer öfter Turbolader und Direkteinspritzung zum Einsatz kommen. Eines wird aber bleiben: Der Diesel wird immer eine aufwändigere Abgasreinigung benötigen. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/30.07.2010)