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Prato - Einen neuartigen Unter- und Oberbekleidungsstoff für Psoriasis-Kranke (Schuppenflechte) hat der Textilhersteller Lenzi Egisto SpA auf den Markt gebracht. Der Spezialstoff besteht aus einer fluorhaltiger Kunstfaser und ist besonders glatt. "Die wegen der Schuppenflechte extrem empfindliche Haut wird damit weitgehend vor Überreizung geschützt", erklärt Geschäftsführer Roberto Fenzi. "In Europa gibt es 13 Mio. Menschen, die an dieser lästigen Hautkrankheit leiden." Ihnen soll das Leben angenehmer gemacht werden.
Garn aus der Augenchirurgie
Ausgangsmaterial ist ein hoch verdichtetes Kunstgarn, das bisher nur in der Augenchirurgie verwendet wurde. Es ermöglicht die Herstellung eines wasserabstoßenden und luftdurchlässigen Gewebes mit einem Reibungskoeffizient, der nahe bei Null liegt. Die Angebotspalette reicht von Unterwäsche und leichter Bekleidung bis zu Bettwäsche und Kleidungsstücken mit einem Außenbelag aus Kammgarn.
Fettabweisender Stoff
Die Ladenpreise pro Bekleidungsstück bewegen sich zwischen 20 und 70 Euro. Das verwendete Garn ist fettabweisend, Salbe wird von der Kleidung daher nicht absorbiert. Nähte und Etiketten sind nach außen gekehrt verarbeitet.
Alle Stoffe sind im Städtischen Krankenhaus von Prato, im Centro Gised in Bergamo sowie an der Uniklinik Tor Vergata in Rom und dem Krankenhaus San Raffaello in Mailand erfolgreich getestet worden. Für ihre Vermarktung ist die weltweit patentrechtlich geschützte Handelsmarke "Tepso" gegründet worden. (pte)
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Das im Artikel erwähnte Material basiert übrigens auf PTFE, auch bekannt als Teflon. Ja, das ist eine Verbindung mit Fluor. Trotzdem ist es nicht giftig.
Wie das geht? Nachlesen in Mittelschul-Chemiebüchern, falls Sie nicht sowieso fest der Meinung sind, es besser zu wissen als diese dummen Wissenschaftler.
Es gibt hier ja einige Unterarten mit geringfügig anderen Eigenschaften. Bestimmte perflourierte Kohlenwasserstoffe sind ungiftig und können sogar soviel Sauerstoff transportieren, daß die Labormaus in der Flüssigkeit untergetaucht überlebt. - Von wegen giftig. :-)
Weil Wissenschaftsjournalisten leider meistens sehr wenig von Wissenschaft verstehen und daher oft einmal einen ziemlichen - pardon - Schas daherschreiben.
Daher wäre es auch sinnvoll, vor obergscheiten pauschalverurteilenden Kommentaren über die "verrückte moderne Wissenschaft" ein bisschen Skepsis walten zu lassen, ob der Artikel so überhaupt wörtlich korrekt zu verstehen ist.
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