Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Wir haben die Pflicht erfüllt,
ich bin froh, dass wir 2:0 gewonnen und kein Gegentor bekommen haben.
Aber es ist noch immer alles offen, es kann noch alles passieren. In
der ersten Hälfte haben wir viel Ballbesitz gehabt, aber der Pass in
die Tiefe hat gefehlt. Der ist uns in der zweiten Hälfte gelungen.
Wir hätten auch höher gewinnen können. Es war schwierig, weil Tiflis
in der Defensive sehr gut organisiert war. Mithilfe von
Standardsituationen sind wir wieder ins Spiel gekommen. Weil wir
nicht mehr Chancen genützt haben, müssen wir im Rückspiel auf der Hut
sein."
Kachaber Kascharowa (Dinamo-Tiflis-Trainer): "Glückwunsch an
Sturm, sie haben verdient gewonnen. Wir haben eine junge Mannschaft,
der noch die Erfahrung fehlt. Das hat uns Sturm voraus. Wir wollen
das Rückspiel dennoch gewinnen, ich hoffe zu Hause auf 10.000
Zuschauer."
Ferdinand Feldhofer (Sturm-Graz-Torschütze): "Zum Schluss hätten
wir noch routinierter sein und das 3:0 machen müssen. 2:0 ist aber
sicher ein ganz gutes Ergebnis. Sicher muss man noch 90 Minuten
bestehen, wir haben aber schon gezeigt, dass wir auch auswärts immer
ein Tor erzielen können. Durch sind wir aber noch nicht."
Zum Tor: "Es war eine Variante, die haben wir schon länger
probiert im Training. Meine Aufgabe war es, den Raum aufzumachen für
den Joachim und auf den Abpraller zu gehen."
Roman Kienast (Sturm-Graz-Torschütze): "Es ist eine gute
Ausgangsposition für nächste Woche. Mein Wunschergebnis war 3:0, mit
dem 2:0 muss man aber auch zufrieden sein. Wir haben kein Tor
bekommen, das war ganz wichtig. Wir werden schauen, dass wir auch
auswärts ein Tor machen, auswärts wird es sicher schwieriger. Wenn
wir phasenweise so spielen, wie in der zweiten Hälfte, dann werden
wir das ganz sicher überstehen."
Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Es ist, wenn man beide Halbzeiten
betrachtet, ein gerechtes Ergebnis. Wir waren in der ersten Halbzeit
besser, in der zweiten der Gegner. Sie hatten auch einen
Stangenschuss und zwei, drei sehr gute Möglichkeiten. Ich bin nicht
unzufrieden: Wir wollten ein Tor schießen, das ist uns gelungen. Wir
haben uns eine gute Ausgangsposition für das Heimspiel geschaffen."
Roland Linz (Austria-Torschütze zum 1:1): "Das ist für uns alle
ein sehr wichtiger Sieg. Wir waren über 90 Minuten die stärkere
Mannschaft, vor allem spielerisch. Mit einem 3:1-Sieg kann man sehr
zufrieden sein."
Zlatko Junuzovic (Austria-Mittelfeldspieler, im Rückspiel
gesperrt): "Wenn man auswärts 3:1 gewinnt, dann ist das natürlich
eine sehr gute Ausgangsposition. Jetzt haben wir weniger Druck. Im
Heimspiel wird, glaube ich, nicht mehr viel anbrennen. Schade, dass
ich gesperrt bin, aber das Weiterkommen werden sie auch ohne mich
zusammenbringen."
Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Ein 3:1-Auswärtssieg im
Europacup ist schon ein Highlight. Wir hätten nicht schlechter
beginnen können, aber gleich nach dem Gegentreffer hatten wir unsere
beste Phase. Manchmal waren wir ein wenig nachlässig, phasenweise
sehr gut. Man hat gesehen, dass wir die bessere Mannschaft waren. Im
Rückspiel darf normal nichts mehr passieren."