US-Botschaft

"Vertrauen darauf, dass österreichische Behörden mögliche Verletzung der Exportbestimmungen prüfen"

29. Juli 2010, 17:55

Der Botschaft liege jedenfalls "keine Bestätigung der Richtigkeit der Wikileaks-Berichte" vor

Die US-Botschaft in Wien hat auf die auf derStandard.at veröffentlichten Wikileaks-Berichte, wonach in Afghanistan österreichisches Kriegsmaterial gefunden wurde, mit einer Aufforderung an die Bundesregierung reagiert.

Der Sprecher der Botschaft im Wortlaut: “Es liegt uns keine Bestätigung der Richtigkeit des Wikileaks Berichts vor. Wir vertrauen darauf, dass die österreichischen Behörden jede vermeintliche Verletzung österreichischer Exportbestimmungen genau prüfen. Die Vereinigten Staaten sind überzeugt, dass ein starkes und friedliches Afghanistan für die globale Sicherheit wichtig ist und dass jegliche Unterstützung von Al-Kaida und den Taliban diese Sicherheit gefährdet. Wie Ausseministerin Clinton hervorhob 'steht die Welt gegen Al-Kaida, gegen die extremistischen, militanten Taliban und gegen all jene, die Afghanistan die Zukunft verwehren wollen, die es verdient'." (red, derStandard.at, 29.7.2010)

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11 Postings
Prof. Alois   
30.07.2010 14:13
Das witzige ist ja

Dass die USA Österreich keinen Vorwurf daraus machen, dass - dem Augenschein nach - österr. Waffen in Händen afghanischer Aufständischer gefunden wurden. Eh in sehr kleiner Zahl.

Die ganze Geschichte wurde ja bei uns zuerst ordentlich aufgebauscht, bevor sie die amerikanische Diplomatie beschäftigte.

GevatterTod
30.07.2010 08:35
Die werte Excellenz

sollte bei sich zu Hause anfragen, ob denn die USA nicht schon illegal Waffen nach Afghanistan verbracht hat!

? National Security ?

Aah so - tschuldigung!

makombo
30.07.2010 09:31

Der Botscchafter hat aber mit keinem Wort erwähnt, dass Österreich illegal Waffen nach Afghanistan verbracht hat!

Aber das dürftest halt einfach überlesen haben.

hotzenplotz1001 
30.07.2010 08:56
Worauf gründen Sie den Verdacht?

Simplicius Simplicissimus 
29.07.2010 19:15
Der US-Botschafter ...

... sollte in's österreichischen Außenministerium zitiert werden und eine Protestnote wegen Kriegsverbrechen entgegennehmen!

makombo
30.07.2010 09:45

Na dann sind wir ja in guter Gesellschaft. Im Gegensatz zu Österreich übernehmen die USA aber wirklich die Verantwortung. Vielleicht gelingt es dir ja ein paar Infos über die Urteile der US Kriegsgerichte der letzten 10 Jahre zu bekommen. Die sind nicht so ohne!

hotzenplotz1001 
30.07.2010 09:01
Sicher, falls es Österreich noch schafft, all die eigenen Kriegsverbrecher des letzten Krieges noch vor Gericht zu stellen, bevor die Täter als geachtete Pensionisten enden.

Österreicher waren bei der Begehung von Kriegsverbrechen überrepräsentiert. Darum regen wir uns auch über die anderen so auf. Weil wir wissen, wie es ist, einer Gesellschaft anzugehören, die mit sich selbst nie ins Reine kommt sondern sich immer vor Gespenstern der Vergangenheit fürchten muss.

Prof. Alois   
30.07.2010 14:04
Ihre Logi k möcht ich mal haben

Amerika war wesentlich dabei beteiligt, Österreich mittels Waffengewalt von der Hitlerei zu befreien, an der viele Österreicher beteiligt waren.

Deshalb sind die USA erzböse und just Österreicher sind aufgerufen den Dingen pazifistisch zu begegnen.

Da kenn ich mich nicht aus.

Gewitterfreak
29.07.2010 18:29
Würden die Amerikaner ihre Berichte nicht von Stümpern verfassen lassen,

und diese mangels sorgfältigem Verschluss noch an die Öffentlichkeit bringen lassen, bräuchte sie unseren Behörden mit dieser Aufforderung nicht die Zeit stehlen!

axelander
30.07.2010 10:26
Tipp

um bei der Suche voranzukommen kann man auch einfach mal herausfinden ob von Graz Thalerhof nicht so einiges (direkt und regelmäßig) nach Afganistan geflogen wurde.

Gewitterfreak
30.07.2010 11:25
Was zum Beispiel?

Die mittlerweile berüchtigten "österreichischen 82mm Werfergranaten von Hirtenberger", von denen wirklich klar ist dass es sie gar nicht gibt?

Das Problem ist doch hoffentlich einsichtig: Die Organe der USA, die diesen Bericht verfasst haben sind einigermaßen ahnungslos. Sie haben Granaten bloß nach dem Aussehen beurteilt ohne darauf einzugehen, dass 82mm in Österreich weder produziert noch verwendet wird.

Dass in Peshawar derartige Massenware aus den Fabriken kommt, ist denen offenbar unbekannt. Genauso wie die "HG64 von Arges", die ohne Lizenz produziert wird.

In diesem Fall haben schlampig ermittelnde Organe eine Bericht verfasst und schlampig recherchierende Jornalisten haben daraus einen Sommerlochschocker produziert.

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