Die US-Botschaft in Wien hat auf die auf derStandard.at veröffentlichten Wikileaks-Berichte, wonach in Afghanistan österreichisches Kriegsmaterial gefunden wurde, mit einer Aufforderung an die Bundesregierung reagiert.
Der Sprecher der Botschaft im Wortlaut: “Es liegt uns keine Bestätigung der Richtigkeit des Wikileaks Berichts vor. Wir vertrauen darauf, dass die österreichischen Behörden jede vermeintliche Verletzung österreichischer Exportbestimmungen genau prüfen. Die Vereinigten Staaten sind überzeugt, dass ein starkes und friedliches Afghanistan für die globale Sicherheit wichtig ist und dass jegliche Unterstützung von Al-Kaida und den Taliban diese Sicherheit gefährdet. Wie Ausseministerin Clinton hervorhob 'steht die Welt gegen Al-Kaida, gegen die extremistischen, militanten Taliban und gegen all jene, die Afghanistan die Zukunft verwehren wollen, die es verdient'." (red, derStandard.at, 29.7.2010)
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Dass die USA Österreich keinen Vorwurf daraus machen, dass - dem Augenschein nach - österr. Waffen in Händen afghanischer Aufständischer gefunden wurden. Eh in sehr kleiner Zahl.
Die ganze Geschichte wurde ja bei uns zuerst ordentlich aufgebauscht, bevor sie die amerikanische Diplomatie beschäftigte.
Österreicher waren bei der Begehung von Kriegsverbrechen überrepräsentiert. Darum regen wir uns auch über die anderen so auf. Weil wir wissen, wie es ist, einer Gesellschaft anzugehören, die mit sich selbst nie ins Reine kommt sondern sich immer vor Gespenstern der Vergangenheit fürchten muss.
Amerika war wesentlich dabei beteiligt, Österreich mittels Waffengewalt von der Hitlerei zu befreien, an der viele Österreicher beteiligt waren.
Deshalb sind die USA erzböse und just Österreicher sind aufgerufen den Dingen pazifistisch zu begegnen.
Da kenn ich mich nicht aus.
Die mittlerweile berüchtigten "österreichischen 82mm Werfergranaten von Hirtenberger", von denen wirklich klar ist dass es sie gar nicht gibt?
Das Problem ist doch hoffentlich einsichtig: Die Organe der USA, die diesen Bericht verfasst haben sind einigermaßen ahnungslos. Sie haben Granaten bloß nach dem Aussehen beurteilt ohne darauf einzugehen, dass 82mm in Österreich weder produziert noch verwendet wird.
Dass in Peshawar derartige Massenware aus den Fabriken kommt, ist denen offenbar unbekannt. Genauso wie die "HG64 von Arges", die ohne Lizenz produziert wird.
In diesem Fall haben schlampig ermittelnde Organe eine Bericht verfasst und schlampig recherchierende Jornalisten haben daraus einen Sommerlochschocker produziert.
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