bwin fusioniert mit PartyGaming und verlässt Wiener Börse

29. Juli 2010 12:42

"Die österreichische Bundesregierung macht es einem internationalen Unternehmen nicht unbedingt einfach."

Der börsenotierte Online-Glücksspielkonzern bwin fusioniert nun doch mit der britischen PartyGaming. Die beiden Unternehmen gründen zu diesem Zweck eine neue Gesellschaft nach Europäischem Recht (SE), die ihren Sitz auf Gibraltar haben wird. bwin wird an der neuen Gesellschaft, die noch keinen Namen hat, mit 51,6 Prozent und PartyGaming mit 48,4 Prozent beteiligt sein.

Die Fusion soll im ersten Quartal 2011 abgeschlossen sein, hieß es. bwin wird sich anschließend von der Wiener Börse zurückziehen, die neue Gesellschaft wird nur noch an der Londoner Börse notiert sein, teilte bwin am Donnerstag mit. Die Aktien des Online-Glücksspielkonzern wurden am Donnerstag bis auf weiters vom Handel an der Wiener Börse ausgesetzt.

"Die österreichische Bundesregierung macht es einem internationalen Unternehmen nicht unbedingt einfach."

Auch nach dem Zusammenschluss von bwin und PartyGaming bleiben die eigenständigen Marken der beiden Unternehmen bestehen "und entsprechend regionaler und produktspezifischer Kritierien aufgeteilt", sagte bwin-Co-Chef Manfred Bodner. In den USA werde man im Poker-Bereich eher die Marke PartyGaming forcieren, in Europa die Marke bwin.

Die neue Gesellschaft, die aus Lizenz-Gründen in Gibraltar sitzen wird, werde mit "großer Wahrscheinlichkeit" in den Londoner Leitindex FTSE 100 kommen. Technisch gesehen werde das neue Listing auf die bestehende Notierung der PartyGaming aufgesetzt, erläuterte Bodner, der der neuen Gesellschaft vorerst für drei Jahre als Verwaltungsrat zur Verfügung stehen wird.

Ob oder wieviele Arbeitsplätze durch den Merger in Wien verloren gehen, konkretisierte Bodner nicht. Nur so viel: "Die Synergien der beiden Unternehmen liegen viel, viel stärker in Liquiditäts- und Skalierungseffekten, nicht in der Mitarbeiterzahl." In einer Aussendung bezifferte bwin die Synergieeffekte mit 55 Mio. Euro. Kritik übte Bodner in diesem Zusammenhang auch an der österreichischen Standortpolitik. "Die österreichische Bundesregierung macht es einem internationalen Unternehmen nicht unbedingt einfach." (APA)

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bwin

lejanin
03.08.2010 16:06
einfach

hat es so gut wie keiner.

reboot austria
29.07.2010 15:09
sollns halt auch

der övp was zahlen^

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