Black Hat

Gehackt: Geldautomat spuckt Scheine

29. Juli 2010 12:19
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Was im Film "Terminator 2" bereits vor Jahren demonstriert wurde, funktioniert nun auch real

Mit den richtigen Hacker-Tricks bringt man Geldautomaten dazu, die enthaltenen Scheine auszuspucken. Was im Film "Terminator 2" bereits vor Jahren demonstriert wurde, funktioniert nun auch real. Das hat der Sicherheitsexperte Barnaby Jack, Mitarbeiter beim Security-Dienstleister IOActive , im Rahmen der Sicherheitskonferenz Black Hat  vorgeführt.

"Das ist eine interessante Demonstration. Sie zeigt einmal mehr, dass kein System unangreifbar ist", meint Sicherheitsexperte Joe Pichlmayr, Geschäftsführer von Ikarus Software. Ob derartige Geldautomaten-Hacks zum Massenphänomen werden, bleibt aber fraglich.

Tiefgehende Schwächen

Jack hat bei der Demo Sicherheitslücken an zwei Geräten der Hersteller Tranax und Triton ausgenutzt. Der Forscher hatte die Geldautomaten vor einigen Jahren via Internet gekauft hat und ihre auf Windows CE basierende Software genau auf Fehler analysiert. So konnte er tiefgehende Schwachstellen aufspüren, die ihm eine umfassende Manipulation der Geräte erlaubt.

Im Rahmen seiner Vorführung hat Jack unter anderem mithilfe eines USB-Sticks einen Rootkit auf einem Geldautomaten installiert. Damit erlangt er die Kontrolle über das Gerät. So ist es dem Forscher möglich, auf dem Display das Wort "Jackpot" anzuzeigen, während der Automat Geldscheine ausspuckt. Dem Experten zufolge könnten Hacker manipulierte Geräte auch per Modemverbindung fernsteuern. Tranax und Triton haben die entsprechenden Sicherheitslücken mittlerweile geschlossen. Doch insgesamt hat Jack nach eigenen Angaben zufolge vier Geldautomaten-Modelle geknackt.

Standortfrage

Bei den in der Demo angegriffenen Geräten handelt es sich um freistehende Geldausgabeautomaten, wie sie besonders in den USA oft in Hotels, Bars oder Geschäften zu finden sind. "Ein solch direkter Zugriff bietet einfach ganz andere Möglichkeiten, als wenn ein Angriff über ein gesichertes Netzwerks erfolgen müsste", betont Pichlmayr. Daher sind freistehende Geräte deutlich angreifbarer als fest verbaute Geldautomaten in Banken. Dort würde dank Videoüberwachung oder teils speziellen Sensoren eine physische Manipulation auffallen.

Zudem ist die Frage, wie leicht Cyberkriminelle an die nötigen Mittel für tiefgehende Attacken kommen. Immerhin hat Jack die Software der Automaten über Jahre analysiert, um seine Tools zu entwickeln. Diese wird er nach Angaben gegenüber Cnet definitiv nicht veröffentlichen. Wer also bei Geldausgabegeräten ebenfalls den Jackpot landen will, müsste wohl bei Null beginnen. (pte)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 253
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biolam
15.08.2010 09:58
Mir wird übel wenn ich daran denke wo überall der Windoofscheiß läuft

d.h. ein OS dessen Code nicht offen ist und die Hersteller diverser Geräte nicht mal kontrollieren können, was da genau gemacht wird.

Teletubby
10.08.2010 12:57
Einen Geldautomaten hackt man mit der Hacke!

So einer Spaltaxt widersteht ein Geldautomat halt selten lange. Das geht wahrscheinlich schneller als mit dem USB-Stick ....

;-)

rough_rider
10.08.2010 18:09

das glaube ich nicht tim. da wird sicher irgendein (stiller) alarm ausgelöst.

syntax error
09.08.2010 22:48
filmzitate

egal was fuer ein topic, die filme werden ewig bemüht um uns retrospektiv als wahrheitsstiftende vision bzw übergang zu präsentieren. (siehe auch gleich den nächsten Artikel "Auto-Hack: Bremsen können deaktiviert werden " mit entsprechendem Foto.)
Ich glaube die Leser hier können ein Artikel durchaus auch ohne bemühtem Filmbezug verstehen

knievel
06.08.2010 23:22

bin ich froh das ich meinen atari portfolio noch hab, mit dem hats zumindest der edward furlong seinerseits geschafft...

»Pythagoras«
04.08.2010 22:03
mit einem sonic screwdriver geht das auch!

mac.crank
31.07.2010 21:32
USB 2.0 oder 3.0?

Roland Schweiger
30.07.2010 20:58
genau - ha ha - und wo steckt man den Stick rein? :)

Klingt ja alles gut und schön aber halte ich für totalen Quatsch!
Logisch, wenn ich ein bestimmtes "Bankomatgerät" mit bestimmter os Ver. bei mir zuhause rumstehen habe, kann ich daran basteln soviel ich will. Aber wie bitte soll man zB den Zauberrootkit am Stephansplatz in den Bankomaten kriegen, ach, wenn keine usb sichtbar ist, dann mit bluetooth oder Windbestäubung? Ohne in das entsprechende Bankgebäude einzubrechen und ohne einen Automaten MECHANISCH zu manipulieren, kann ich mir sowas beim besten willen nicht vorstellen und es bleibt bei Terminatorfantasien...

8Nachtigall8
03.08.2010 11:51

und sie haben den artikel wirklich ganz gelesen ;) ?
sind halt erstens nicht alle verbaut und zweitens gibt es doch auch mitarbeiter die kontakt zu den automaten haben.. also ganz unangreifbar scheinen sie mir nicht zu sein.. aber dass jetzt jeder bankomat geknackt wird denke ich auch nicht, aber einzelfälle wirds wohl geben

Taran Seven
01.08.2010 23:03
Naja vielleicht kann es ja Uri Geller mit Handauflegen :-)

@t-truismus
 
01.08.2010 11:12
#2

Des weiteren hat er noch eine schwachstelle praesentiert, bei der kein physischer zugang noetig ist. In diesem fall nutze er das per default aktivierte wartungsinterface um die ATM firmware per remote durcch seine zu ersetzen. Mit dem gleichen ergebnis => jackpot. Die schwachstelle welche den login-bypass ermoeglichte hat er aber leider nicht erlaeutert.
Vorraussetzung dafuer ist natuerlich das man irgentwie in das gleiche netzwerk kommt wie der ATM. Das ist den USA aber nicht so schwer....

Roland Schweiger
01.08.2010 21:13
Fernwartung hin oder her, woher die Netzwerkadresse kennen?

Also ich tu meine Kiste vom Urlaub aus auch öfter mal fernwarten,mal überlegen was dazu alles nötig ist 1) mein Router (FritzBox) muss von aussen erreichbar sein 2) er muss so konfiguriert sein dass das "magic packet" an die NIC geschickt werden kann,welche dann den Rechner aufwachen lässt 3) am Rechner muss RDP korrekt aktiviert sein (wenn man eben Windows hat) 4) wenn IPv6 nicht vorhanden, so muss das NAT port-forwarding so eingestellt sein dass alle eingehenden Pakete auf einem spezifischen Port (meist 3389) direkt an den zu wartenden Rechner weitergeschickt werden. 5) Per DYNDNS oder andere Veröffentlichungsdienst muss die aktuelle IP einen Namen bekommen der über DNS erreichbar ist ... UND Wie geht das Aalles bei einer ATM??

@t-truismus
 
02.08.2010 22:58

das haengt natuerlich davon ab ob und wie der betreffende ATM ans internet/wartungsnetz angebunden ist.

Manche haben ein normales modem und koennten durch wardialing gefunden werden. In diesem fall waere der angriff zu 100% remote durchfuehrbar (was wenig bringt der angreiffer das geld ja auch "abholen" muss :).
Manche haengen im intranet von einer firma/hotel/etc. Hier haetten eventuell mitarbeiter und angreifer die in diese netzwerke eingedrungen sind zugriff (z.B: unbeaufsichtigter Netzwerkanschluss, infizierter client rechner, schwachstellen in firewall config, etc etc....) kurzum es gibt viele moeglichkeiten.

@t-truismus
 
01.08.2010 11:06
#1

Den "stick" steckt man am USB eingang vom motherboard an. Dieser ist natuerlich bei den betreffenden ATMs (und ich hoffe auch bei allen anderen Bankomaten) nicht von aussen erreichbar. Aus diesem grund nuetzt er den umstand, dass alle elektronischen teile nur durch ein "one-key-for-every-lock" schloss (das sind die runden schloesser ohne Pins) gesichert ist. Im gegensatz dazu sind die scheine immer durch einen gepanzerten tresor gesichert, mit so einem angriff haben die wohl nicht gerechnet :)
Ich hab seinen vortrag gesehen und die ganze aktion: aufsperren, stick rein, zusperren hat ca. 5 sekunden gedauert - dann booted noch die neue firmware und schon wird der ATM zur |7|7|7| slot-machine ^^ (inklusive. jackpot sound)

Heavyweather
31.07.2010 02:20

Einfach ein zweites Mal lesen.

du wirst das eh nie können...

Je pense que
30.07.2010 12:55
Interessant.

Bei meinem nächsten Bankomatengang werd ich mal schauen, wo genau die USB-Schnittstelle liegt...

Mohl
 
30.07.2010 15:48
Im Tresor links hinten!

Achmo Ledbid
30.07.2010 11:03
wilder westen 2.0

wobei früher die banküberfälle mehr stil hatten....

sebaestschn ...
30.07.2010 11:50
warum?

vor ein paar jahren in kärnten hat man die bankomaten in die luft gesprengt :-)))

The Wizard of Oz
30.07.2010 10:54

BankomatRoulette statt ChatRoulette.

W. Müller
 
30.07.2010 09:59
Wo gibt's die Software ...

... zum download ?

Galina Ulanowa
30.07.2010 20:12
tucows?

PS.:
31.07.2010 00:03
nö...

thepiratebay.org ;)

stolmich
30.07.2010 09:50
Leicht verdientes Geld,

by JOHN CONNOR, LOL

Fleischsack, größtenteils aus Wasser
30.07.2010 09:25

Meiner nicht... :(

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