iPhone 4: Orange startet "Ferrari der Smartphones"

Birgit Riegler , 29. Juli 2010 12:10
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    Foto: orange

    Orange CEO Michael Krammer: "Das iPhone bietet eine einzigartige Usability in Kombination mit einer Kult-Marke."

iPhone-Paket mit gleichzeitiger iPad-Nutzung über zweiter Micro-SIM-Karte - CEO Krammer: Lob und Kritik für Apple

Einen Tag vor dem offiziellen Marktstart des iPhone 4 in Österreich hat Mobilfunker Orange seine Tarife dafür bekannt gegeben. Mit dem neuen Apple-Smartphone und einem iPhone Paket, das mit zusätzlicher Micro-SIM-Karte auch mit dem iPad genutzt werden kann, hofft der Mobilfunker die Zahl von derzeit 140.000 iPhone-Kunden bis Jahresende auf 200.000 hochschrauben zu können. Das Geschäft mit dem Apples-Handy ist ein hartes, aber äußerst lukratives.

iPhone-Tarife

Das iPhone kann mit den vorhandenen Tarifen und einem Zusatzpaket genutzt werden. Das iPhone Paket bietet Nutzern 3 GB Datenvolumen sowie 100 inkludierte SMS und MMS um 14 Euro pro Monat. iPad-Besitzer können sich eine zweite Micro-SIM-Karte bestellen und das Datenvolumen auf iPhone und iPad gleichzeitig nutzen. In den ersten sechs Monaten ist das noch kostenlos, danach fallen monatlich 5 Euro dafür an. Für bestehende Kundengibt es das iPhone 4 ab 79 Euro bei höchster Bonusstufe, für Neukunden ab 199 Euro mit iPhone Paket und dem Tarif Europa Team 2010 Young. Ohne Stützung kostet das Apple-Handy 749 Euro.

Starke Nachfrage

Orange ist zuversichtlich, dass sich das iPhone 4 gut verkaufen wird. In einer ersten Vorbestellungsphase war Apples neues Smartphone nur den Bestandskunden mit den zwei höchsten Bonusstufen angeboten worden. In drei Tagen haben demnach 4.000 Kunden das iPhone 4 fix vorbestellt. Beim 3GS seien es noch 3.000 in zwei Wochen gewesen. In den Orange-Shops gingen 15.000 Reservierungen ein. Bis alle Kunden das iPhone tatsächlich in Händen halten, wird es jedoch einige Wochen dauern. Zuerst werden die fixen Bestellungen abgefertigt, danach folgen die Reservierungen und erst dann kann man Kunden bedienen, die das iPhone ohne Reservierung kaufen möchten. Wer das iPhone 4 am Freitag bereits in Händen halten will, sollte sich also früh bei den Orange-Shops anstellen, rät Orange-CEO Michael Krammer. Nur dort sind die Geräte tatsächlich lagernd. Bei anderen Händlern kann man vorerst nur Bestellungen aufgeben. Einen Mitternachtsverkauf in Wien wie bei T-Mobile gibt es bei Orange nicht - das wäre gegenüber den weiter entfernt wohnenden Kunden unfair, betont Krammer.

Lieferverzögerungen

Orange geht davon aus, dass sich die Lieferzeiten Mitte August "normalisiert" haben wird. Apple liefert die Smartphones nur in Tranchen aus. Der Mobilfunker hofft zwar bis Jahresende 60.000 iPhone 4 verkaufen zu können, ob Apple tatsächlich so viele Geräte liefert, ist allerdings nicht ganz sicher. "Bei Logistik und Distribution könnte Apple von uns noch lernen", scherzt der CEO. "Wir sind sicher, jedes einzelne iPhone 4 verkaufen zu können, das uns Apple liefern wird, auch wenn wir nicht wissen, wieviele das sind."

Apple kann es sich leisten

Die Verhandlungen mit Apple dürften zu den härtesten im Business zählen. So können Journalisten mit Testgeräten erst ab dem Tag des Marktstarts versorgt werden, andernfalls riskieren die Mobilfunker Vertragsstrafen. Wer es davor testen wollte, musste dafür schon in die USA reisen. Auch verhandelt Orange seit Monaten um das iPad direkt im Shop anbieten zu können - bislang ohne Erfolg. Aber Apple kann sich Geschäftspraktiken, die jedem die Haare zu Berge stehen lassen, ob der enormen Kundennachfrage leisten. Und den Mobilfunkern bringen iPhones deutlich mehr ein, als normale Handys und Smartphones. Verbrauchen Smartphone-Kunden im Monat durchschnittlich 123 MB an Datenvolumen, sind es bei Oranges iPhone-Kunden 265 MB im Monat. Der Durchschnittsumsatz pro Kunde und Monat ist bei iPhone-Nutzern um den "Faktor 1,6"  höher. Interessant auch: am iPhone werden zehnmal mehr MMS verschickt. Man greife zur Stützung des iPhones tiefer in die Tasche als bei anderen Geräten, aber bekomme auch deutlich mehr zurück, zeigt sich Krammer mit dem iPhone-Geschäft zufrieden.

Von Paris Hilton zum Ferrari der Smartphones

Die meisten iPhone-Kunden von Orange- nämlich 61 Prozent - sind mit ihrem Gerät jedenfalls "voll und ganz zufrieden", wie eine interne Studie im Juni ergeben habe. 95 Prozent würden bei Vertragsverlängerung wieder ein Apple-Handy wählen. Warum das so ist, erklärt Krammer so: "Das iPhone bietet eine einzigartige Usability in Kombination mit einer Kult-Marke." Kritik, das iPhone sei wie Paris Hilton, die Krammer vor einigen Jahren noch am originalen iPhone äußerte, gilt heute nicht mehr. Erstens machte die 2G-Version keinen Sinn und zweitens hatte Orange da noch nicht den Deal mit Apple an Land gezogen, schmunzelt Krammer. Natürlich gibt es andere Smartphones mit gleicher oder besserer Hardware, aber "da könnte man auch einen Ferrari 358 mit einem Nissan GTR vergleichen. Beiden fahren gleich schnell, aber der Ferrari ist doch etwas anderes." (Birgit Riegler/derStandard.at, 29. Juli 2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 203
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derStandardmeint
03.10.2010 04:19
Hab meines gestern...

zurückgeschickt. Musste bloß ein 3GS neben das 4 legen: ersteres hatte immer alle 5 Balken, das 4 zwischen 3 und 4. Ohne das Gerät auch nur zu berühren, bzw. mit oder ohne Gummischutz.

BRWien
31.07.2010 10:46
Meins....

Hab meins gestern bekommen,funktioniert tadellos, super Empfang, überhaupt kein Problem, im Gegenteil, das Ding ist pfeilschnell, herrlich...

Ronaldo Cator
30.07.2010 22:55

Ferraris fahren aber, obwohl man das Lenkrad anfasst.

bob langer
30.07.2010 21:02
ferrari unter den handies

also mit schummel stallorder?

net grad das beste image heutzutage

cyber ferkel
30.07.2010 19:47

Herr Kramer dreht seinen Kunden also sündteure Mobiltelefone mit erwiesenen Mängeln an.

Microsoft's Project Pink Might Be Dead1
30.07.2010 21:22
soll man das bewerten?

richtet sich von selbst…

Microsoft's Project Pink Might Be Dead
30.07.2010 20:58

es steht jedermann und frau frei, die geräte mit den erwiesenermassen nicht vorhandenen mängeln zu leihen, zu erwerben oder es bleiben zu lassen.
nur in den kranken gehirnen der bashboys wird irgendwer gezwungen.

graviton
31.07.2010 00:24

Na Moment mal, auch wenn das Posting des ursprünglichen Posters etwas hart war: Die Mängel sind erwiesenermaßen sehr wohl da. Also immer schön bei der Wahrheit bleiben, egal ob Fanboy oder Basher!

Bleipechblende sags nach
31.07.2010 05:33
was wichtig ist, wiederhole ich gerne für dich

zitat: nur in den kranken gehirnen der bashboys wird irgendwer gezwungen.

Bleipechblende sags nach
31.07.2010 05:31

ich sehe vor allem den mangel, dass keines mir gehört.
und auf blödes geschreibe gehört eine aufweckende antwort, wenns bei stur- und dummköpfen auch klar ist, dass es bei ihnen nichts hilft.

mister_van
30.07.2010 19:35
na bloss gut, dass ich hauptberuflich einen

lamborghini fahr ;-)

strahler71
30.07.2010 17:17

Die zusätzliche Micro-SIM-Karte find ich gut!

Fürst Myshik
30.07.2010 16:07
mit ferraris für öffentliche strassen kann man kein rennen gewinnen !

bequemer ist ein golf und auf öffentlichen strassen gleich schnell, ein ferrari ist aber sexier.

Microsoft's Project Pink Might Be Dead
30.07.2010 21:00

es könnte autos geben mit hohem gebrauchsnutzen, die einen status haben wie ein ferrari; sind halt keine android-autos. die haben einfach wenig sexappeal.

karl radek1
30.07.2010 15:18
Eine soziologisch interessante Frage:

Wie kann man so einen Hype für ein überteuertes Ding mittelmäßiger (oder minderer?) Qualität auslösen?

Wie muss eine Werbekampagne gestrickt sein, durch die Millionen Menschen in Bewegung gesetzt werden, und diese dabei glauben, sie handeln aus freiem Willen?

Ogg
30.07.2010 17:19
Gutes Design macht den Unterschied.

Die Art Ihrer Fragestellung ist übrigens wertend, weswegen ich sie nicht als "soziologisch" oder gar als wissenschaftliche Forschungsfrage einstufen würde.
Versuchen Sie es alternativ mal damit:
Welche Forschungs- und Entwicklungsstrategie kann ein Verkaufsvolumen dieser Größenordnung zur Folge haben?
Hinweis eines kleinen Beobachters: Berücksichtigen Sie dabei auch die Unternehmensgeschichte von Apple, insbesondere auch die weniger populären Ereignisse aus den 90er Jahren.

Er staunt
30.07.2010 14:56
Mir wär lieber wenn Orange endlich auch das Nokia E72 hätte ...

dr.no3
30.07.2010 14:08
Von null auf Verbindungsabbruch in 5 Sekunden?

graviton
30.07.2010 12:46

Dazu dürfte ein Ferrari aber nicht fahren können, wenn es regnet.

Um den Ferrari aber doch auch bei Regen benutzen zu können, müsste man eine besondere Lackschicht um 10.000€ auftragen lassen.

El Clandestino ****
30.07.2010 11:52

bin zwar zufriedener iphone benutzer, trotzdem würd ich den Nissan GTR dem Ferrari vorziehen...

Ownage Austeiler
30.07.2010 11:16
"Ferrari der Smartphones"

Wie der echte Ferrari was für neureiche Prolos?

Mich würde eher der Rolls-Royce oder Maybach unter den Smartphones interessieren ;)

Deconstructive Force
30.07.2010 11:08
Bloedsinn

Das Ferrari Smartphon ist das Acer Liquid-E Ferrari, ein sehr gutes und brauchbares Android-Telefon. ;-)

wyyyyyyyyyyd
30.07.2010 10:56
Die Intelligenz der Iphone-4-Jäger

Die wiffsten sind eindeutig die, die sich extra vorm Shop anstellen und dann vergessen die micro oder mini-sim mitzunehmen!

jetz haben sie ein NOCH unnötigeres Kastl rumliegen!

Aber egal, aus der Tasche nehmen und so tun als ob man die wichtigen mails checkt um es herzuzeigen kann man ja trotzdem... :)

makombo
30.07.2010 10:47

Mittlerweile läuft ja jeder mit so einem Ding herum. Und wenn das iPhone zum Standard im Gemeindebau wird, dann wird es Zeit für einen Umstieg. :-)

jake & elwood
30.07.2010 10:32
Moooment!

Der Ferrari-Vergleich ist von mir!

http://derstandard.at/plink/127... id17567540

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