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Schwere Sicherheitslücke beim sozialen Netzwerk Facebook oder unkritischer Datenwust? Ein Sicherheitsexperte hat 100 Millionen öffentlich zugängliche Facebook-Profile gesammelt und bietet die gigantische Liste jetzt frei im Internet zum Herunterladen an. Er habe ein "beängstigendes Datenschutz-Problem" gefunden, begründete Ron Bowes in seinem Weblog die Aktion.
"In diesem Fall hat ein einzelner Rechercheur Informationen gesammelt, bei denen die Leute zugestimmt haben, dass sie öffentlich zugänglich sind"
Das ohnehin wegen seines Umgangs mit persönlichen Daten im Kreuzfeuer stehende US-Unternehmen wiegelte am Mittwoch ab: "In diesem Fall hat ein einzelner Rechercheur Informationen gesammelt, bei denen die Leute zugestimmt haben, dass sie öffentlich zugänglich sind", sagte eine Facebook-Sprecherin. Die Informationen existierten bereits in Suchmaschinen. Es seien keine persönlichen Daten gefährdet worden, versicherte sie.
Bowes hatte die Facebook-Welt mit einem speziellen Programm durchkämmt und dabei Namen und den dazugehörigen Link zum Profil zusammengetragen, wo sich das Foto des Nutzers und seine Kontakte finden. Das Ganze bündelte Bowes in einer knapp drei Gigabyte großen Datei. Die kann sich nun jedermann über Torrent-Tracker auf den eigenen Computer holen und nach Belieben auswerten.
"Das ist fantastisch und ein bisschen furchteinflößend"
"Das ist fantastisch und ein bisschen furchteinflößend", lautete der Kommentar eines Nutzers. Facebook selbst verglich die Liste mit einem Telefonbuch. "Das sind die Informationen, die abrufbar sind, damit sich die Leute untereinander finden", sagte die Sprecherin. Dies sei schließlich der Grund, weshalb die Menschen bei Facebook seien. Wenn jemand nicht gefunden werden wolle, könne er sein Profil entsprechend einstellen.
Unter anderem diese Einstellungen hatten in der jüngeren Vergangenheit für Unmut gesorgt. Kritiker warfen Facebook vor, das Unternehmen mache es seinen Nutzern unnötig schwer, ihre Privatsphäre zu schützen. Bowes selbst machte sich in seinem Weblog über Facebooks Ratschlag lustig, die persönlichen Daten zu verstecken: "Ich habe sie schon alle." (APA/dpa)
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da schreibt jemand einen webcrawler der die seite analysiert und alles in gelesene in eine DB speichert.
das könnte facebook(und auch jeder andere seitenbetreiber)nur verhindern wenn ausschliesslich weisse seiten ohne inhalt zum client geschickt werden.
wenn das nicht gehen würde was hier gemacht wurde, dann wäre das internet tot.
Gezieltes massenhaftes Abrufen von Inhalten könnte man schon verhindern (nach 100 Profilaufrufen muss ein Captcha eingegeben werden, z. B.). Aber in diesem Fall wieder einmal viel Aufregung um nichts. Mein Profil kann nur von Freuden von Freunden gefunden werden und freigeschalten für nicht-Freunde habe ich sowieso nichts. Wer das nicht tut, der hat eben offenbar kein Problem damit, dass jeder seine Daten sehen kann.
vor 15 Jahren war Webspace noch zu bezahlen und man ist sogar Gefahr gelaufen, bei zu viel Traffic nachzahlen zu müssen. Ich hatte damals ein paar mb, wo sich gerade ein Profilfoto und der Lebenslauf ausgegangen sind. Heute geht das alles für lau und es gibt sogar Leute, die meine Inhalte sogar noch weiterkopieren. Wunderbar. Einziger Nachteil: man geht in der Masse erst recht wieder unter.
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